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Projekt: Münsterstraße und Platz an der Persiluhr

Ausgangslage Münsterstraße

Die nördliche Innenstadt zwischen Lippe und B 54 ist ein gemischt genutztes Stadtquartier mit rund 20 % des Einzelhandelsbesatzes der Innenstadt.

In der Wahrnehmung wirkt dieses Einkaufsquartier vom Haupteinkaufsbereich Lünens „gefühlt“ etwas abgehängt. Trotz eines großzügigen Raumangebotes gibt es wenig qualitätvollen Platz zum Verweilen. Die Flächen für Außengastronomie sind eng begrenzt. Die Vielzahl der verschiedenen Verkehrsarten, die jeweils auf eigenen – wenn auch niveaugleichen – Spuren die Innenstadt durchfahren, lösen nicht nur bei Ortkundigen Verunsicherung aus.

Ungeachtet dieser Problematik hat sich das Quartier einen lebendigen Charakter bewahrt, der durch gezielte Interventionen im öffentlichen Raum gefördert werden soll. Das Potenzial der Lage an der Lippe und der hohe Anteil inhabergeführter Geschäfte sprechen dafür, den Geschäftsbereich zu stärken. Es wird wesentlich darauf ankommen, welche Maßnahmen die Gewerbetreibenden zur Attraktivität ihres Geschäftsbereichs beisteuern.

In einer Mehrfachbeauftragung wurde zusammen mit den örtlichen Akteuren die Leitidee „Raum, Ordnung und Identität“ des Büros Wolters Partner ausgewählt.

Es ging darum, für die nördliche Innenstadt ein eigenes Nutzungsprofil zu entwickeln, das sich als Klammer bzw. Ziel und Endpunkt der südlichen Innenstadt unterscheidet. Die enge Verknüpfung von Handel und Verweilen im Kontext mit Lippe und Tobiaspark wird ein wesentliches Merkmal für das Einkaufserlebnis in der nördlichen Innenstadt. Das Konzept trägt zur nachhaltigen gestalterischen Aufwertung des Straßenraumes bei.

Im Zuge dieser Leitidee soll auch der Bereich zwischen Lippebrücke und dem Platz an der Persiluhr entsprechend dem Rahmenplan des Büros Wolters und Partner erneuert werden.

 

Folgende Ziele lagen der Planung zugrunde:

  • Optische Leitlinie insbesondere für den Radverkehr durch eine durchgängige Baumreihe auf der westlichen Seite der Münsterstraße (Alleebaum Ulmus columella)
  • Optimierung der Aufstellfläche für Aussengastronomie
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Anreize schaffen zum Verweilen
  • Optische Aufwertung und Anpassung an die südliche Fußgängerzone
  • Verbesserung der Dauerhaftigkeit der Oberflächenbefestigung im Bereich der ÖPNV-Flächen
  • Instandsetzung von vorhandenen Schadstellen

 

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung am 03.02.2015 vom Grundsatz her die Erneuerung der Verkehrsflächen der Münsterstraße im Bereich von der Lippebrücke bis zum Platz an der Persiluhr beschlossen.

 

Art und Umfang des Straßenbaus Münsterstraße

Art und Umfang der Erneuerung der Verkehrsflächen der Münsterstraße in dem genannten Abschnitt wurde vom Ausschuss für Sicherheit und Ordnung in seiner Sitzung am 18.02.2015 beschlossen.

 

Die Ausbauplanung ist durch die folgenden, wesentlichen Merkmale gekennzeichnet:

Der vorhandene Klinkerbelag 10/20/8 wird auf dem vorhandenen Oberbau ausgetauscht. Grundbautechnische Untersuchungen haben ergeben, dass der vorhandene Oberbau ausreichend standfest ist. Punktuelle Ausbesserungen des Schotterbettes werden allerdings notwendig sein.

Der neue Klinkerbelag wird farblich und strukturell an die südliche Fußgängerzone angepasst.

Die Höhenverhältnisse werden nur geringfügig reguliert.

Der asphaltierte Bereich der ÖPNV-Spur wird durch eine zweizeilige Betonpflasterrinne beidseitig eingefasst und dadurch optisch vom fußläufigen Verkehr abgegrenzt.

 

Die Fahrbahn erhält in Anlehnung an die Belastungsklasse Bk 10 der „Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen – RStO 12“ folgenden, 26 cm starken gebundenem Oberbau auf vorhandenem ungebundenem Oberbau:

Asphaltiere Flächen:

4 cm Asphaltdeckschicht aus Asphaltbeton 0/8 S

8 cm Asphaltbinderschicht 0/22

14 cm Asphalttragschicht 0/32

 

Die Abgrenzung des Radweges im Bereich der Klinkerflächen erfolgt durch eine beidseitige 50 cm breite Rinne aus Klinkerpflaster. Die Breite des Radfahrstreifens beträgt 5 m.

 

Die Oberflächenentwässerung wird geringfügig angepasst und erfolgt über den vorhandenen Entwässerungskanal.

 

Die neu zu pflanzenden Bäume werden in Baumscheiben (2,50 x 2,50 m) eingefasst. Als Baumart ist der Alleebaum Ulmus columella vorgesehen. Am Übergangsbereich zum Platz an der Persiluhr wird ein zusätzlicher Baum auf der Ostseite gepflanzt um den Eingangsbereich optisch hervorzuheben.

 

An mehreren Stellen werden Fahrradständer und Sitzbänke positioniert, um Anreize zum Verweilen zu schaffen.

 

Die Erneuerung der Beleuchtung wurde bereits im Sommer 2013 durchgeführt. Die Standorte der Beleuchtungsanlage müssen gegebenenfalls geringfügig angepasst werden.

Kosten Münsterstraße

Die Kosten der Straßenbaumaßnahme belaufen sich auf Basis einer Kostenschätzung auf rund 350.000 Euro.

Die Mittel stehen im Rahmen der Umsetzung des Masterplans nördliche Innenstadt zur Verfügung.

Ausgangslage Platz an der Persiluhr

Die nördliche Innenstadt zwischen Lippe und B 54 ist ein gemischt genutztes Stadtquartier mit rund 20 % des Einzelhandelsbesatzes der Innenstadt.

In der Wahrnehmung wirkt dieses Einkaufsquartier vom Haupteinkaufsbereich Lünens „gefühlt“ etwas abgehängt. Trotz eines großzügigen Raumangebotes gibt es wenig qualitätvollen Platz zum Verweilen. Die Flächen für Außengastronomie sind eng begrenzt. Die Vielzahl der verschiedenen Verkehrsarten, die jeweils auf eigenen – wenn auch niveaugleichen – Spuren die Innenstadt durchfahren, lösen nicht nur bei Ortkundigen Verunsicherung aus.

Ungeachtet dieser Problematik hat sich das Quartier einen lebendigen Charakter bewahrt, der durch gezielte Interventionen im öffentlichen Raum gefördert werden soll. Das Potenzial der Lage an der Lippe und der hohe Anteil inhabergeführter Geschäfte sprechen dafür, den Geschäftsbereich zu stärken. Es wird wesentlich darauf ankommen, welche Maßnahmen die Gewerbetreibenden zur Attraktivität ihres Geschäftsbereichs beisteuern.

In einer Mehrfachbeauftragung wurde zusammen mit den örtlichen Akteuren die Leitidee „Raum, Ordnung und Identität“ des Büros Wolters Partner ausgewählt.

Es ging darum, für die nördliche Innenstadt ein eigenes Nutzungsprofil zu entwickeln, das sich als Klammer bzw. Ziel und Endpunkt der südlichen Innenstadt unterscheidet. Die enge Verknüpfung von Handel und Verweilen im Kontext mit Lippe und Tobiaspark wird ein wesentliches Merkmal für das Einkaufserlebnis in der nördlichen Innenstadt. Das Konzept trägt zur nachhaltigen gestalterischen Aufwertung des Straßenraumes bei.

Im Zuge dieser Leitidee soll auch der Platz an der Persiluhr entsprechend dem Rahmenplan des Büros Wolters und Partner umgestaltet werden.

 

Folgende Ziele lagen der Planung zugrunde:

  • Optimierung der Aufstellfläche für Aussengastronomie
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Anreize schaffen zum Verweilen
  • Verbesserung der Dauerhaftigkeit der Oberflächenbefestigung im Bereich der ÖPNV-Flächen
  • Instandsetzung von vorhandenen Schadstellen
  • Schaffung eines Empfangsraumes für die nördliche Fußgängerzone in Anlehnung an den Empfangsraum südliche Innenstadt (Lange Straße)

 

Dem Ausschuss für Stadtentwicklung wurde in der Sitzung am 10.12.2013 der Konzeptentwurf zur Umgestaltung des Platzes an der Persiluhr vorgestellt. Dieser erste Konzeptentwurf wurde in einem folgenden partizipativen Prozess mit allen am Planungsprozess beteiligten Akteuren, insbesondere mit den berührten Anrainern und Grundstückseigentümern, Bürgern und Geschäftsleuten umfassend diskutiert, modifiziert und feinabgestimmt. Der überarbeitete Entwurf stellt somit das Ergebnis dieses gesamten Abstimmungsprozesses dar. Die grundlegende Planungsidee, die Großräumigkeit des Platzes als homogene Fläche zu betonen, steht weiterhin im Vordergrund der Planung. Die geringfügigen Modifikationen des Ursprungsentwurfes resultieren zum einem aus den Anregungen/Ergebnissen des intensiven Beteiligungsprozesses aber teilweise auch aus technischen Restriktionen.

 

Folgende Planungsinhalte sollen nunmehr umgesetzt werden:

  • Die gesamte multifunktionale, zusammenhängende Fläche soll möglichst nicht durch Einbauten verstellt werden.
  • Die Außengastronomie soll sich im wesentlichen entlang der Gebäude orientieren und nicht in den freien Raum ragen.
  • Im Bereich der „Ochsengruppe“ soll durch entsprechende Möblierung und Pflanzung einer „Dreier-Baumgruppe“ eine Kommunikations- und Verweilfläche geschaffen werden. Eine neue Positionierung der „Ochsengruppe“ ist eventuell erforderlich.
  • Ein Baumtor zur nördlichen Münsterstraße soll geschaffen werden. 
  • Eine ausreichende Anzahl von Fahrradstellplätzen ist an den verschiedenen „Baumtoren“ am Rand der Platz- bzw. Verkehrsfläche sicherzustellen. Weitere Standorte zur Schaffung zusätzlicher Fahrradabstellplätze sind noch zu prüfen.
  • Die Materialität der Pflasterflächen ist entsprechend des fertig gestellten „südlichen Empfangsraum“ zu wählen.
  • Die ursprünglich mit Pflaster geplante Verkehrsfläche ist nunmehr wegen technischer Anforderungen (Buslasten) mit einer Asphaltdecke auszustatten.

 

Empfehlungen zur abschließenden Positionierung der Beleuchtung(-skörper) werden durch ein entsprechendes Fachplanungsbüro erarbeitet.

Bei Realisierung der im intensiven Abstimmungsprozess mit allen Akteuren formulierten Planungsinhalte kann die grundlegende Planungsidee der Unterstreichung der Großräumigkeit und Funktionalität des Platzes als homogene Fläche umgesetzt werden.

 

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung am 23.09.2014 vom Grundsatz her die Umgestaltung des Platzes an der Persiluhr beschlossen.

Art und Umfang der Umgestaltung des Platzes an der Persiluhr

Der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung hat in seiner Sitzung am 18.02.2015 die Ausbauplanung beschlossen, die durch folgende, wesentlichen Merkmale gekennzeichnet ist:

Grundbautechnische Untersuchungen haben ergeben, dass der vorhandene Oberbau ausreichend standfest ist. Punktuelle Ausbesserungen des Schotterbettes werden allerdings notwendig sein.

In den Nebenanlagen wird der vorhandene Klinkerbelag auf dem vorhandenen Oberbau durch Betonsteinpflaster ausgetauscht. Die Hauptflächen der Nebenanlagen werden aus großformatigem hellem Betonsteinpflaster mit einer geschliffenen Oberfläche hergestellt.

Die kleinen Aufenthaltsbereiche werden farblich und materialtechnisch davon abgesetzt. Die zwei Aufenthaltsbereiche (mit integrierten Baumscheiben) und die Einfassung der Persiluhr werden mit dunklem Klinker hochkant in gebundener Bauweise hergestellt.

Im Fahrbahnbereich wird das vorhandene Betonsteinpflaster durch eine Asphaltdecke ersetzt. Der asphaltierte Fahrbahnbereich wird durch eine zweizeilige Betonpflasterrinne beidseitig eingefasst.

Die Ausführung entspricht somit weitestgehend dem Empfangsraum südliche Innenstadt (Lange Straße).

Die Höhenverhältnisse werden nur geringfügig reguliert.

Die Fahrbahn erhält in Anlehnung an die Belastungsklasse Bk 10 der „Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen – RStO 12“ folgenden, 26 cm starken gebundenen Oberbau auf vorhandenem ungebundenem Oberbau:

 

Asphaltiere Flächen:

4 cm Asphaltdeckschicht aus Asphaltbeton 0/8 S

8 cm Asphaltbinderschicht 0/22

14 cm Asphalttragschicht 0/32

 

Die Radfahrer werden zusammen mit dem motorisierten Verkehr auf der Asphaltfläche geführt.

 

Die Oberflächenentwässerung wird geringfügig angepasst und erfolgt über den vorhandenen Entwässerungskanal.

 

Die neu zu pflanzenden Bäume werden in Baumscheiben (ø ca. 2,50 m) eingefasst. Als Baumart ist der Alleebaum Ulmus columella vorgesehen. Bei der endgültigen Ausbauplanung wird die Erhaltung so vieler Bäume wie möglich angestrebt.

 

An mehreren Stellen werden Fahrradständer und Sitzbänke positioniert, um Anreize zum Verweilen zu schaffen.

 

Der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung hat in seiner Sitzung am 23.09.2015 über Art und Umfang der Erneuerung der Straßenbeleuchtung beschlossen.

Im Zuge der Neugestaltung soll der Platz an der Persiluhr durch zwei Stelen mit einer Lichtpunkthöhe von 6,00 m, bestückt mit 34 W LED, neu ausgeleuchtet werden. Durch die Stelen kann das Licht gezielt gelenkt werden. Die Ochsen werden angestrahlt. In den Baumscheiben werden Bodenstrahler mit 16 Watt LED installiert.

Des Weiteren wird der Platz durch drei weitere Brennstellen City Spirit mit einer Lichtpunkthöhe von 4,50 m, bestückt mit 45 W, ergänzt. Diese Brennstellen sind bereits in der Fußgängerzone vorhanden und entsprechen dem gewählten Gestaltungsduktus.

Durch diese Ausleuchtung wird Funktionalität und Energieeffizienz bestmöglich in Einklang gebracht.

Kosten Platz an der Persiluhr

Die Kosten der Straßenbaumaßnahme Platz an der Persiluhr belaufen sich auf Basis einer Kostenschätzung auf rund 650.000 Euro.

Die Mittel sind beantragt im Rahmen der Umsetzung des Masterplans nördliche Innenstadt. Die Maßnahme wird gefördert im Rahmen des Stadtumbaus. 

 

Die Kosten für die Beleuchtung belaufen sich auf ca. 32.000,- Euro. Die Mittel stehen im Haushalt zur Verfügung.

Inklusionsverträglichkeit für die Baumaßnahmen

Die Inklusionsverträglichkeit wurde im Zuge der Beteiligung aller am Planungsprozess beteiligten Akteure abgestimmt.

Die Sitzhöhen des Mobiliars entsprechen den Anforderungen des Behindertenbeirats und alle Wege sind barrrierefrei.

 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Babette Herdickerhoff

Downloads zu dieser Seite:
Lageplan Platz an der Persiluhr      [pdf, 336,74 Kilobyte]

Den Verlauf der Umleitung entnehmen Sie bitte ....