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Landeshundegesetz

Hunde registrierung, Kampfhund, Maulkorb, Anleinpflicht, Maulkorbpflicht, Kampfhund Verordnung,

Nach dem Landeshundegesetz NRW sind gefährliche Hunde, Hunde bestimmter Rassen und große Hunde, neben der steuerlichen Anmeldung, auch ordnungsbehördlich anzumelden.

Die Anmeldung einer Hundehaltung erfolgt aus Vereinfachungsgründen einheitlich bei der Steuerabteilung der Stadt Lünen.

 

 

Das Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeshundegesetz -LHundG NRW) wurde vom Landtag Nordrhein-Westfalen am 18. Dezember beschlossen und am 31.Dezember 2002 verkündet. Es ist seit dem 1. Januar 2003 in Kraft und ersetzt die bis dato geltende Landeshundeverordnung.

Sinn und Zweck des Gesetzes ist es, durch Hunde und unsachgemäßem Umgang mit Hunden möglichen Gefahren präventiv zu entgegnen, aber auch im Bedarfsfall Maßnahmen gegen Hundehalter zu ergreifen.

Nach dem Landeshundegesetz sind alle Hunde so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.

In folgenden Bereichen sind alle Hunde an einer Leine zu führen:

  • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
  • in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
  • bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
  • in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

Die bisher von der Landeshundeverordnung NRW bekannten Anlagen 1 und 2 mit insgesamt 42 dort enthaltenen Hunderassen gibt es im Landeshundegesetz nun nicht mehr. Das Gesetz geht nun von gefährlichen Hunden, Hunden bestimmter Rassen und von großen Hunden aus.

 

Gefährliche Hunde

Gefährliche Hunde sind per Definition Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander, sowie deren Kreuzungen  mit anderen Hunderassen. Darüber hinaus kann die Gefährlichkeit eines Hundes -gleich welcher Rasse- auch noch im Einzelfalle, unter in Gesetz genannten Voraussetzungen vom Ordnungsamt festgestellt werden, z. B. wenn ein Hund einen Menschen gebissen hat. 

Die Voraussetzungen für das Halten dieser Hunde wurden im Grundsatz von der bisherigen Landeshundeverordnung übernommen. Nach wie vor müssen diese Tiere beim Ausführen in der Öffentlichkeit stets angeleint und mit einem Beißschutz versehen sein. Eine Befreiung von diesen Geboten ist auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen, wie bisher, möglich. Die Haltung dieser Tiere bedarf nach wie vor einer Erlaubnis der zuständigen Ordnungsbehörde. Die Erlaubnis ist gebührenpflichtig.

 

Hunde bestimmter Rassen

Hunde bestimmter Rassen sind Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu. Zu diesen Rassen zählen auch -wie bei gefährlichen Hunden- Kreuzungen und Mischlinge. Weiterhin gelten auch hier Leinen- und Beißschutzgebot. Für die Haltung dieser Tiere wird ebenfalls eine Erlaubnis benötigt. Die Erlaubnis ist gebührenpflichtig.

 

Große Hunde

Große Hunde -hierunter fallen alle nach der bisherigen Landeshundeverordnung NRW bekannten, so genannten "20/40er" Hunde, also Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen. Für diese Hunde wurden im Wesentlichen die Bestimmungen der bisherigen Verordnung übernommen. Die Haltung ist der zuständigen Behörde anzuzeigen. Die Anzeige der Haltung ist gebührenpflichtig.

Die Gebühren sind nach Zustellung eines Gebührenbescheides entsprechend zu überweisen.

 

GEBÜHREN FÜR DIE HALTUNGSERLAUBNIS

Gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen

 

 

Gebühr

Tarifstelle

Antrag auf Erteilung einer Haltungserlaubnis mit Überprüfung der Unterbringung vor Ort

100

18a.1.1

-     In Fällen der Vermittlung des Hundes aus einem Tierheim

45

18a.1.1

Antrag auf Erteilung einer Haltungserlaubnis nach Aktenlage

70

18a.1.2

-     In Fällen der Vermittlung des Hundes aus einem Tierheim

30

18a.1.2

Antrag auf Erteilung einer Haltungserlaubnis, soweit eine Haltungserlaubnis, auch durch eine andere Behörde bereits erteilt wurde (bei Zuzug)

30

18a.1.3

Antrag auf Erteilung einer Haltungserlaubnis, soweit eine Haltungserlaubnis, auch durch eine andere Behörde bereits erteilt wurde, mit Überprüfung der Unterbringung vor Ort

60

18a.1.4

Antrag auf Befreiung von der Anlein- und/oder Maulkorbpflicht

25

18a.1.5

 

   Große Hunde

Anzeige der Hundehaltung

25

18a.1.10

 
Konkrete Informationen sind dem, unten beigefügtem -Informationsblatt zum Landeshundegesetz- zu entnehmen.

Rechtsgrundlagen

Landeshundegesetz NRW und dazu ergangene Verwaltungsvorschriften

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:


Formulare/Vordrucke und Informationen zu diesem Produkt: 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Matthias Hackert