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Sorgeerklärungen

Nicht miteinander verheiratete Elternteile beurkunden die gemeinsame elterliche Sorge

Elterliche Sorge / Alleinsorge der Mutter

Wenn die volljährige Mutter nicht verheiratet ist, hat sie mit der Geburt des Kindes grundsätzlich die alleinige elterliche Sorge.

Dies gilt allerdings z.B. nicht, wenn die Mutter und der Vater bereits vor der Geburt des Kindes erklärt haben, dass sie die Sorge des Kindes gemeinsam übernehmen wollen.

Gemeinsame elterliche Sorge

  • Auch wenn die Mutter bei der Geburt nicht verheiratet ist, kann die Mutter mit dem Vater gemeinsam die elterliche Sorge ausüben. Hierfür müssen beide entsprechende Sorgeerklärungen abgeben.
  • Die Sorgeerklärungen können die Mutter und der Vater schon vor der Geburt des Kindes abgeben.
  • Gegen den Willen der Mutter kann die gemeinsame Sorge nicht erlangt werden.
  • Die Sorgeerklärungen müssen in einer bestimmten Form beurkundet werden. Dies ist kostenfrei beim Jugendamt oder kostenpflichtig beim Notar möglich.
  • Hatten die Eltern Sorgeerklärungen abgegeben, steht mit dem Tod eines Elternteils die elterliche Sorge automatisch dem überlebenden Elternteil allein zu.
  • Durch eine spätere Trennung ändert sich nichts an der gemeinsamen Sorge.
Will die Mutter oder der Vater die gemeinsame Sorge nach einer Trennung beenden, so ist das nur durch eine Entscheidung des Familiengerichts möglich.

    • Wenn die beiden Elternteile zu einem späteren Zeitpunkt heiraten, steht ihnen - auch wenn vorher keine Sorgeerklärungen abgegeben wurden - von diesem Zeitpunkt an die elterliche Sorge gemeinsam zu.
    • Beim Jugendamt des Geburtsortes des Kindes wird ein Sorgeregister geführt. Dort kann ein Nachweis über die alleinige elterliche Sorge ausgestellt werden. Das sogenannte Negativattest wird bei vielen Behörden als Beleg für die alleinige Sorge verlangt.

    Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

    Thomas Karnath

    Pia Prymiak