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Bäume - Baumschutzsatzung

Baumschutzsatzung

Der Schutz von Bäumen hat in Deutschland eine sehr lange Tradition. Schon bei den alten Germanen gab es die Regel, dass derjenige grausam bestraft wird, der Bäume ihrer Rinde beraubt oder mutwillig beschädigt. Im Mittelalter wurde für Baumschänder die Todesstrafe oder als "milderes Mittel" das Abschneiden eines Ohres angedroht. Nach einer Preußischen Chausseeordnung von 1803 konnten Baumschädiger zur Strafe sogar "zur öffentlichen Straßenarbeit an einen Schubkarren angeschlossen werden".

Schon damals wurde aus vielerlei Gründen der Baumschutz ernst genommen. In der modernen Zeit im Zeitalter der Technik haben die positiven Einflüsse von Bäumen für das Stadtklima noch an Bedeutung gewonnen.

Wussten Sie, dass eine 100jährige Buche z.B.

  • den täglichen Sauerstoffbedarf von 500 Menschen deckt?
  • im Jahr 1 Tonne Staub aus der Luft filtert ?
  • im Sommer am Tag 500 Liter Wasser verdunstet und damit unsere Luft anfeuchtet ?
  • an einem heißen Sonnentag zusammen mit anderen Bäumen die Temperatur in den Straßen um 3,5 Grad C gesenkt wird ?
  • 10.000 neue Bäume auf einen Schlag gepflanzt werden müssten um die genannten Eigenschaften sofort ausgleichen zu können, wenn diese Buche gefällt wird ?

Können Sie sich eine Stadt ohne Bäume vorstellen? Um die vielen positiven Einflüsse für die Stadt zu erhalten, hat der Rat der Stadt Lünen am 20. Mai 1988 eine Baumschutzsatzung erlassen. Durch diese Satzung werden Bäume mit einem Stammumfang von mehr als 80 cm, gemessen in 1 Meter Höhe (das sind ungefähr 25 cm Durchmesser) geschützt. Dies gilt für alle Laub- und Nadelbäume, ausgenommen Obstbäume. Die drakonischen Strafen der Vergangenheit werden natürlich nicht mehr verhängt, gleichwohl können Verstöße gegen die Baumschutzsatzung als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.

Nun gibt es sicherlich auch Gründe, warum ein Baum gefällt werden muss. Hierfür muss dann bei der Abteilung Stadtgrün ein Antrag für eine Ausnahmegenehmigung bzw. Befreiung von den Verboten der Baumschutzsatzung gestellt werden.

Städtische Bäume

Z. Zt. in Arbeit

Notwendige Unterlagen

- Fällantrag

Rechtsgrundlagen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Hans-Rudolf Tintelott