Herzlich Willkommen in Lünen!

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Was sind Notunterkünfte?
Notunterkünfte werden zur Vermeidung von Obdachlosigkeit für Flüchtlinge durch das Land eingerichtet. Die Stadt Lünen hat an zwei Standorten Gebäude zur Verfügung gestellt (Hauptschule Wethmar und Alte Feuerwache). In diesen Unterkünften leben Flüchtlinge, bevor sie registriert und den Städten und Gemeinden dauerhaft zugewiesen werden.

Was sind kommunale Unterkünfte?
In kommunalen Unterkünften leben die Flüchtlinge, die einer Stadt dauerhaft zugewiesen werden. Die Menschen bleiben in der Stadt, bis das Asylverfahren abgeschlossen ist. In Lünen ist das Ziel, nach 6 Monaten die Familien und Einzelpersonen von der Unterkunft in eine Mietwohnung zu vermitteln.

Wer übernimmt die Kosten für die Notunterkunft?
Die Kosten für den Betrieb werden vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen.

Wer übernimmt die Kosten für die kommunalen Unterkünfte?
Die Kosten werden durch die Stadt Lünen übernommen. Allerdings erhält sie Zuschüsse durch das Land und den Bund. Ab 2017 sollen die Zuschüsse pro Flüchtling pauschal erfolgen. Derzeit werden die Zuschüsse des Landes nach der wirtschaftlichen Kraft und der Einwohnerzahl der Städte aufgeteilt.

Wenn ich helfen will, wo kann ich mich melden?
Wer helfen möchte, findet im Lüner Internetauftritt entsprechende Kontaktadressen unter Adressen für HelferHelfer können sich auch beim Deutschen Roten Kreuz über die Internetseite www.team-westfalen.de melden.

Was wird an Spenden gebraucht | Wo kann ich Spenden abgeben?
Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Thema "Spenden"

Außerdem kann auf www.ich-helfe.nrw nach Organisationen, Institutionen oder Initiativen gesucht werden, die sich in der Flüchtlingshilfe ‎engagieren und Unterstützung brauchen.

Wie werden die Flüchtlinge in Notunterkünften medizinisch versorgt?
Die Flüchtlinge erhalten Behandlungsscheine, mit denen sie zu den jeweiligen Ärzten gehen können.

Sind kranke Flüchtlinge ein Risiko für die heimische Bevölkerung?
Nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts (Bundesinstitut für Infektionskrankheiten | www.rki.de) gibt es derzeit keine besondere Gefährdung für die heimische Bevölkerung.

Wie werden Flüchtlinge ins Sozialleben integriert?
Eine Notunterkunft ist für Flüchtlinge nur eine Zwischenstation. Deshalb stehen die Versorgung und das Obdach im Vordergrund. Selbst während dieser kurzen Zeit finden erste Angebote für den Spracherwerb statt. Das Quartier wird mit Unterstützung erkundet, den Kindern werden Spielangebote gemacht und die Flüchtlinge helfen bei den alltäglichen Aufgaben in der Unterkunft.

In den kommunalen Unterkünften beginnt die Integration vom ersten Tag an. Die Kinder unter sechs Jahren besuchen Kitas, die Kinder und Jugendlichen über sechs Jahren gehen zur Schule. Es gilt für sie die Schulpflicht. Den Erwachsenen werden sehr schnell Sprachkurse angeboten. Sie sind die Voraussetzung für Praktika und berufliche Qualifizierung. Über die soziale Betreuung werden Kontakte zu Patinnen und Paten hergestellt, die den Weg zu Sportvereinen, Kirchen und Moscheen, Freizeitangeboten oder zu Behörden ebnen. Nach sechs Monaten werden die Menschen dabei unterstützt sich eine eigene Wohnung zu suchen und diese anzumieten.

Gehen Flüchtlingskinder in Notunterkünften in die Schule bzw. in Kitas?
In Notunterkünften sind die Flüchtlinge nur vorübergehend untergebracht. Deshalb gehen die Kinder und Jugendlichen hier nicht in eine Kita oder Schule. Die Schulpflicht gilt erst dann, wenn sie tatsächlich einer Stadt oder Gemeinde zugewiesen worden sind.

Dürfen sich die Flüchtlinge außerhalb der Unterkunft aufhalten?
Sowohl Notunterkunft als auch die kommunale Unterkunft ist kein geschlossener Komplex. Flüchtlinge können sich in der Einrichtung und außerhalb frei bewegen. Eingehalten werden müssen innerhalb der Einrichtung bestimmte Regeln z.B. für die Essenausgabe und Nachtruhe. Für Dritte ist die Einrichtung grundsätzlich nur nach Rücksprache mit der Pressestelle der Stadt Lünen (Tel.: 02306 104-1501, E-Mail: pressestelle@luenen.de) und mit dem DRK als Betreiber zugänglich.

Wie sieht es mit der Sicherheit und Ordnung in Notunterküften aus?
In den Notunterkünften ist ein Sicherheitsdienst eingesetzt, der insbesondere innerhalb der Einrichtung ein aufmerksames Auge auf das Geschehen hat. Eine Hausordnung regelt das Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner und ist in den Sprachen der Flüchtlinge übersetzt.

Wie sieht es mit der Sicherheit und Ordnung in kommunalen Unterkünften aus?
Für Sicherheit und Ordnung sorgen in kommunalen Unterkünften sorgen die soziale Betreuung und die Hausmeister. Gegenüber den Notunterkünften sind diese Einrichtungen deutlich geringer belegt, da die Menschen länger in den Gebäuden leben müssen. Eine Hausordnung regelt ebenfalls in verschiedenen Sprachen das Zusammenleben. Für alle Unterkünfte gilt, dass die Polizei die jeweiligen Standorte im Blick hat.

Sind die allgemeinen Verhaltensregeln in Deutschland bekannt?
Die meisten Flüchtlinge beherrschen nicht die deutsche Sprache. Sie kommen meist aus anderen Kulturkreisen und müssen den deutschen Alltag erst kennenlernen. Deshalb sollen in der Notunterkunft allgemeine Verhaltenstipps oder auch Hinweise z.B. zum Verhalten im Straßenverkehr vermittelt werden.

In den kommunalen Unterkünften gehört es zu den Aufgaben der sozialen Betreuung und der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Verhaltensregeln kontinuierlich zu vermitteln. Der direkte und unmittelbare Kontakt zur Nachbarschaft, den Vereinen und den Kirchen beschleunigt dieses Lernen erheblich.

Wie sieht es mit Verkehrsgefahren aus?
Die Flüchtlinge erkunden die Umgebung und orientieren sich. Damit ist mehr Bewegung als sonst auf den Straßen. Kreispolizeibehörde, Straßenverkehrsbehörde und Gemeinde prüfen, ob und wo besondere Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Tempolimit) sinnvoll sind.

Woher kommen die Flüchtlinge?
Derzeit kommen die Flüchtlinge hauptsächlich aus Syrien, aus dem Irak, Iran und Afghanistan sowie aus zentralafrikanischen Staaten wie Nigeria und Guinea.

Wie viele Flüchtlinge gibt es bereits in Lünen?
Zurzeit leben in Lünen 1.400 Asylbewerber bzw. Asylfolgeantragssteller (inklusive Ehepartnern und minderjährigen Kindern).

Wie lange ist die Dauer des Aufenthaltes in Deutschland?
Die Asylverfahren werden über das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durchgeführt. Die Dauer der einzelnen Verfahren ist - je nach Herkunftsland - sehr unterschiedlich und variiert zwischen wenigen Wochen und mehreren Jahren. Flüchtlinge und anerkannte Asylbewerber erhalten regelmäßig einen mehrjährigen Aufenthaltsstatus. Bei Ablehnung des Asylantrages entsteht grundsätzlich eine Ausreiseverpflichtung, hier kann der weitere Aufenthalt aber auch noch von der Situation im jeweiligen Heimatland abhängig sein.

Hat die Kommune Einfluss auf Anzahl, Zeitpunkt, Ethnie und Religionszugehörigkeit der ihr zugewiesenen Personen?
Es besteht keinerlei Einfluss. Die Verteilung erfolgt durch die zuständigen Landesbehörden und richtet sich ausschließlich nach der aktuell bestehenden Aufnahmeverpflichtung einer Gemeinde.

Anhand welcher Parameter erfolgt die Verteilung von Asylbewerbern und ausländischen Flüchtlingen auf die Kommunen in Deutschland und NRW?
Die Verteilung von Asylbewerbern auf die einzelnen Bundesländer erfolgt nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel", maßgeblich sind hier das Steueraufkommen und die Bevölkerungszahl. Der Anteil von NRW liegt hier für 2015 bei 21,21 Prozent. Innerhalb des Landes NRW erfolgt eine Verteilung nach Aufnahmequoten, die sich aus Einwohnerzahl und Fläche zusammensetzen. Für die Stadt Lünen liegt die Aufnahmequote derzeit bei 0,45 Prozent.

Haben die Flüchtlinge eine Erlaubnis zur Arbeitsaufnahme?
Die Erlaubnis zur Aufnahme einer Arbeit ist je nach Aufenthaltsstatus individuell geregelt. Das durch die kommunale Ausländerbehörde ausgestellte Ausweisdokument gibt Aufschluss über die Möglichkeiten einer jeden Person hinsichtlich der Erlaubnis zur Arbeitsaufnahme. Bei Asylbewerbern besteht in den ersten drei Monaten ein generelles Erwerbsverbot. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Wird Wohnraum gesucht?
Jedes Wohnraumangebot ist willkommen. Handelt es sich bei der angebotenen Immobilie um ein größeres Objekt (Mehrfamilienhaus), in dem mehrere Personen untergebracht werden können, kann dieses bei Bedarf von der Stadt Lünen angemietet werden. Einzelwohnungsangebote unterliegen den Mietvorschriften des BGB. Angebote über privaten Wohnraum sollten in Form eines Exposés, welches den genauen Standort der Immobilie, den Grundriss, Größe der Immobilie in m², sowie die Anzahl der Räume und Sanitäranlagen beinhaltet erfolgen und an Herrn David Ackers, Tel.: 02306 104-1492, E-Mail: wohnungen@luenen.de gerichtet werden.

Wer betreut die Flüchtlinge und Asylsuchenden in der Notunterkunft?
In Lünen werden alle Notunterkünfte durch das DRK betreut. Es sind sowohl haupt- als auch ehrenamtliche Kräfte im Einsatz.

Was ist mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen?
Seit dem 01.01.2015 ist die Unterbringung für Minderjährige neu geregelt. Inzwischen werden die jungen Menschen nach demselben Verfahren wie Erwachsene auf das gesamte Bundesgebiet verteilt. Verwandtschaftliche Beziehungen oder Erkrankungen werden allerdings unmittelbar berücksichtigt. Lünen erhält in diesem Jahr 56 minderjährige Flüchtlinge. Die Betreuung erfolgt nicht in den Not- oder den kommunalen Unterkünften. Jugendliche und Kinder werden sofort durch die Jugendhilfe (Jugendamt) in Obhut genommen und anschließend wie andere gefährdete Kinder betreut.

Ich möchte den Flüchtlingen helfen - an wen kann ich mich wenden?
Wenn Sie selbst aktiv werden möchten, um ehrenamtlich die Flüchtlingsbetreuung zu unterstützen, finden Sie weitere Informationen auf der Seite www.luenen.de/ehrenamt.

INFO-TELEFON

Tel.:
02306 104-2020

E-Mail: buerger-
telefon@luenen.de