Lernpartnerschaften

 

Lernpartnerschaften - Wozu?

Lernpartnerschaften leisten einen wesentlichen Beitrag zur beruflichen Orientierung und Vorbereitung auf den Übergang Schule - Beruf. Angesichts der heute großen Kluft des früher selbstverständlichen, nahtlosen Überganges in den Beruf, können Lernpartnerschaften präventiv wirken, die Distanz zu verringern. Die Lernpartnerschaften sind darauf ausgerichtet, Schülerinnen und Schülern - wesentlich intensiver als bisher im Unterricht - den betrieblichen Alltag sowie die durch die Unterneh­men gestellten Anforderungen zu vermitteln. Die Jugendlichen sollen in die Lage versetzt werden, ihre Fähigkeiten zu erkennen und zielgerichtet einen passenden Ausbildungsberuf zu wählen. Betriebe erhalten die Gelegenheit, potentielle Bewerber um Ausbildungsstellen und Praktikantenplätze frühzei­tig kennen zu lernen oder Schulen in Bezug auf Unterrichtsschwerpunkte zu beraten. Mittelfristig kann der Gesamtaufwand für Ausbildung reduziert, Ausbildungsabbrüche können verringert werden. Die Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen sollte spätestens ab der Jahrgangsstufe 7 erfolgen.

Lernpartnerschaften - Ein Brückenschlag zwischen Unternehmen und Schule

 

Vorteile für Schulen

  • Fachkompetenz von außen durch Beteiligung außerschulischer Experten / Fachkräfte
  • Durch die Verbindung einzelner Fächer mit Expertenwissen wird Unterricht realistischer
  • Schülerinnen und Schüler sind motivierter durch stärkeren Alltagsbezug der Lerninhalte
 

Vorteile für SchülerInnen

  • Lebensnahe Berufsorientierung
  • Schüler/innen werden mit den Anforderungen der Arbeitswelt vertraut gemacht und entwickeln frühzeitig eine Vorstellung über Berufsbilder und Berufswünsche
  • verbesserte Zielorientierung
  • Selbstvertrauen und Übernahme von Verantwortung
  • Es erschließen sich eine Vielzahl von Berufsfeldern
 

Vorteile für Lehrkräfte

  • Lehrkräfte bleiben am Puls der Zeit
  • Einblick für Lehrkräfte in andere und neue Berufe
  • Förderung neuer Unterrichtsformen
 

Vorteile für Unternehmen

  • rechtzeitiges Kennenlernen von Nachwuchskräften
  • Vermittlung von Anforderungsprofilen
  • Qualifizierten Nachwuchs gewinnen
  • Verringerte Abbruchquote in der Ausbildung
  • Reduzierung des Gesamtaufwandes für Ausbildung
  • Sicherung und Verbesserung des Standortes
  • Soziale Verantwortung - Öffentlichkeitsarbeit
 

Ablauf zur Bildung einer Lernpartnerschaft:

  • Erstes Abstimmungsgespräch in der Schule zur Anbahnung einer Lernpartnerschaft  
    - Abstimmung im Lehrerkollegium
    - Benennung eines "Kooperationsmanagers Schule" (direkter Ansprechpartner und Multiplikator im Kollegium)
  •  Zweites Gespräch in der Schule zur Ideensammlung zwischen "Kooperationsmanager Schule", Schulleitung und weiteren Lehrkräften (Fachschaften) sowie der Koordinierungsstelle Lünen und Industrie und Handelskammer zu Dortmund
  • Erstkontakt zum Unternehmen und Austausch bezüglich einer möglichen Partnerschaft sowie Sammlung möglicher Kooperationsmaßnahmen
  • Zweiter Kontakt zwischen allen Beteiligten zur konkreten Planung der Kooperationsmaßnahmen:  Zeitrahmen, Zielgruppe, Personaleinsatz           
  • Unterzeichnung der Vereinbarung (öffentlich)
  • Durchführung der vereinbarten Aktivitäten durch die Kooperationspartner
  • Jährlich wiederkehrende Evaluation
 

Koordinierungsstelle Lünen und IHK zu Dortmund

  • Akquise von entsprechenden Unternehmen (IHK)
  • Anbahnung der Kontakte zwischen Unternehmen und Schule           
  • Moderation der Planungsgespräche
  • Fertigung der Kooperationsunterlagen
  • Pressearbeit
  • Feedback-Gespräche in Schule bzw. Unternehmen mit den benannten Verantwortlichen
  • Evaluation

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Monika Lewek-Althoff

Koordinatorin "Übergangsmanagement Schule - Beruf"