Mittwoch, 14. April 2010
Auch heute noch locken eine Fülle von Burg(ruin)en und Herrenhäusern in das mittlere Ruhrtal zwischen Herdecke und Hattingen. Der Burgenbauboom beiderseits des Flusses ging im Mittelalter los durch die Grafen von der Mark und die Erzbischöfe von Köln, beides verfeindete Landesherren.
Ergänzt wurde "das Freilichmuseum des Mittelalters" in der Neuzeit durch Herrenhäuser des hiesigen Adels, die durchweg bis heute gut erhalten sind.
Viele Geschichten und Sagen ranken sich um diese steinernen Zeugen der Vergangenheit. Z.B. die Mordtat des Friedrich von Isenberg an dem mächtigen Erzbischof Engelbert, die die Todesstrafe und die Zerstörung seiner Burg bei Hattingen (heute Ruine) zur Folge hatte - später vielfach literarisiert, wie in der Ballade von A. von Droste-Hülshoff
Exkursion am Sonntag, 2. Mai 2010
Mit dem Zug fahren wir über Dortmund nach Herne, wo wir zunächst einen Gang zum Schloss und Park Strünkede machen, um uns dort über die Geschichte des Schlosses und der Familie Strünkede informieren zu lassen. Nach einer Kaffee- und Imbisspause besuchen wir die im Titel genannte Ausstellung. In spannenden Inszenierungen erfahren wir hier, weshalb ein heimischer Adliger einen der mächtigsten Männer des Reiches in einen tödlichen Hinterhalt lockte und warum kurz danach ein echter Burgen-Bauboom an Ruhr und Rhein ausbrach. Die Ausstellung erzählt von Mord und Fehde, Macht und Niederlagen, Raubrittern und Edelmännern im Mittelalter.
Die Exkursion wird von Wolfgang Hoffmann durchgeführt
Abfahrt in Lünen (ZOB-Hbf.): gegen 12:00 Uhr, Rückkunft in Lünen: gegen 19.00 Uhr,
Entgelt für Bahnfahrt (Gruppenkarte), Reisebegleitung, Eintritt ins Museum, Führung durch den Park und durch die Ausstellung, € 29,- pro Person
Eine Anmeldung muss spätestens bis 19. April 2010 erfolgen. Weitere Informationen: www.aufruhr1225.de