13. Juni bis 26. September: ÜBER WASSER GEHEN - Zwölf Kunstorte in sechs Städten

RUHR.2010 - Permakulturelle Seseke (Kunstobjekt)
RUHR.2010 - »Permakulturelle Seseke« von Jeroen Doorenweerd

Permakulturelle Seseke

Der niederländische Künstler Jeroen Doorenweerd thematisiert die Wandlung des Flusses vom abgesperrten "Unort" zum Raum für die Menschen und die Natur. Für die Sesekemündung in die Lippe initiiert er einen mit BürgerInnen gestalteten Permakultur-Garten, der über den Veranstaltungszeitraum hinaus erhalten bleiben soll. Angelehnt an ein kleines Gebäude des Lippeverbandes wird der von Doorenweerd gebaute, offene Holzanbau Treffpunkt und Begegnungsstätte. Ein Steinfeld markiert den Ort zusätzlich.

Der Künstler hat Permakulturexperten an den Ort eingeladen, die den ganzheitlichen Ansatz zum Umgang mit dem Ort vermitteln und mit Lüner Bürgerinnen und Bürgern den Garten weiter entwickeln. Seine künstlerische Vision: Menschen eigenen sich den neu gewonnenen Raum am Wasser an und bringen eigene Ideen zur Gestaltung ein. Das Ergebnis ist offen.

Für die Betreuung und Pflege des Permakultur-Gartens werden noch Paten gesucht.
Kontakt: Kulturbüro Lünen, kulturbuero@luenen.de, Tel.: 02306 104-2299.

Zur Erläuterung:

  • Der Begriff "Permakultur" kommt von "permanent agriculture". Die Australier Bill Mollison und David Holmgren haben eine Gestaltungsmethode für lebendige und produktive Ökosysteme entwickelt, die von Menschen genutzt werden können. Essbare Landschaften, die den Mustern und Kreislaufprinzipien der Natur entsprechen und gleichzeitig einen Überfluss an Lebensmitteln, Biomasse und Energie liefern.
  • Bill Mollison wurde für das Permakulturkonzept 1981 der Alternative Nobelpreis verliehen.
  • Für Permakultur gilt: Sorgen für die Natur, Sorgen für den Menschen und gerechtes Teilen.
Quelle: Ruhr-Nachrichten Lünen

RUHR.2010 - Hogarth's Dream (Kunstobjekt)
RUHR.2010 - »Hogarth's Dream« von Diemut Schilling

Hogarth's Dream

Für diesen geraden Abschnitt der Seseke hat Diemut Schilling eine zweiteilige Installation entwickelt. Eine Holzskulptur auf dem Deich, die auch zum Sitzen einlädt und eine mehrteilige Stahl-Skulptur im Flussbett. Mit beiden nimmt sie Bezug auf das Lebendige und Wesenhafte des Gewässers.

Die geschwungene Holzform auf dem Deich folgt gleichsam einer imaginären Flusswindung, wie sie der englische Maler William Hogarth im 18. Jahrhundert als Ideallinie beschrieb. Im Fluss tauchen Wasserwesen auf, Fragmente einer nie ganz sichtbaren Form, die viel Raum für Fantasie und Geschichten im Kopf der Betrachter lassen.

Auch dieses Projekt bleibt über den Veranstaltungszeitraum hinaus erhalten.

ÜBER WASSER GEHEN

Ein Projekt des Lippeverbandes in
Kooperation mit dem Kulturbüro Lünen
im Rahmen der
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

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10. Februar 2012