Bisherige Preisträger

Logo Kulturpreis der Stadt Lünen

 

Kulturpreis 2009: Catharina und Dieter Wagner

Foto Catharina und Dieter Wagner

Einstimmig hat die Jury im August vorgeschlagen, Catharina und Dieter Wagner den Kulturpreis der Stadt Lünen im Jahr 2009 zu verleihen. Diese Wahl bestätigte der Kulturausschuss in seiner Sitzung am 8. Oktober 2009, so Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick bei der anschließenden Pressekonferenz.

Das Künstlerehepaar Wagner ist nach Mirjam Contzen 2005, Klaus Nigge 2006, Max Raabe 2007 und Reinhold Schröder 2008 fünfter Preisträger des Kulturpreises der Stadt Lünen.

In der Begründung der Jury heißt es:
»Das Ehepaar Wagner arbeitet seit Jahren aktiv und erfolgreich sowohl mit Bildhauerarbeiten als auch mit Performances im gesamten Bundesgebiet. In der Region waren oder sind sie u. a. in Ahlen (Platzgestaltung), Dortmund, Hamm und Bochum sowie in Lünen u. a. bei der Landesgartenschau, am Hauptbahnhof, der Kunstaktion "Auge-Ohr-Lippe" und zuletzt in diesem Jahr bei den "Lüner Augenblicken" tätig.

Es gelingt ihnen, neue Wege der künstlerischen Gestaltung bekannt und auf eine sympathische Weise verständlich zu machen und in der Arbeit mit Kindern diese zu eigenschöpferischem Tun zu führen. Ihre Präsenz bei bedeutenden Aktionen gerade auch außerhalb Lünens macht sie zu Botschaftern der Stadt.«

 

Kulturpreis 2008: Reinhold Schröder

Einstimmig hatte die Jury den 1932 in Lünen geborenen Bildhauer Reinhold Schröder zum Preisträger des Kulturpreises der Stadt Lünen 2008 gewählt. Diese Wahl bestätigte der Kulturausschuss in seiner Sitzung am 4. September 2008, so Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick bei der anschließenden Pressekonferenz.

Reinhold Schröder ist nach Mirjam Contzen 2005, Klaus Nigge 2006 und Max Raabe 2007 der vierte Preisträger des Kulturpreises der Stadt Lünen. Zum ersten Mal ist damit ein bildender Künstler ausgewählt worden.

In der Begründung der Jury wird betont:

- Das künstlerische Werk Reinhold Schröders - Skulpturen in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen sowie im öffentlichen Raum, zum Beispiel bei Platzgestaltungen - zeichnet sich durch kraftvolle Darstellungen von religiösen und profanen Themen in überzeugender gegenwartsbezogener Formensprache aus.

- In Lünen sind Werke aus Schröders Hand in der Herz-Jesu-Kirche, in der Gottfriedkirche und im Marienhospital zu sehen, dazu hat er die Figuren auf dem Marktplatz Gahmen und das Windspiel vor dem Rathaus sowie den Figurenfries auf den Türen zum Ratssaal geschaffen.

Auch für die Neugestaltung des jüdischen Friedhofs an der Münsterstraße zeichnet er verantwortlich. Reinhold Schröders Skulpturen sind in vielen Städten zu besichtigen, so in Datteln, Dorsten, Dortmund, Essen, Fulda, Hamm, Hannover, Berlin, Bad Godesberg, Dinslaken, Limburg, Münster, Meschede und Recklinghausen sowie in Rom und London.

"Mit seinen Arbeiten erfüllt der Bildhauer also nicht nur die Voraussetzung künstlerischer Qualität für die Verleihung, sondern auch die Bedingung, der Preisträger solle eine für die Stadt Lünen bedeutsame oder wesentliche Wirkung der auszuzeichnenden Leistung erzielen", betont Juryvorsitzender Dr. Wingolf Lehnemann.

 

Kulturpreis 2007: Max Raabe

Max Raabe, im Smoking mit Mikorofon und betörendem Blick
Max Raabe, Träger des Kulturpreises der Stadt Lünen 2007
Max Raabe erhält den Kulturpreis der Stadt Lünen 2007 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik.

Max Raabe ist in erheblichen Teilen mitverantwortlich, dass die deutschen Schlager der 20er und 30er Jahre zu einer Renaissance gekommen sind. Mit der Wiederbelebung des deutschen Vorkriegsschlagers begann seine fast beispiellose Karriere gemeinsam mit dem Palastorchester, welches er mitbegründete.

Dass die Mixtur aus Schlager, Rumba, Foxtrott und Tango in Kombination mit heiteren, ironischen und melancholischen Texten auch knapp 80 Jahre nach ihrem Bestehen immer noch frisch und mitreißend klingt, ist sein Verdienst. Dabei wiederholt er nicht nur das Repertoire jener Zeit, sonder fügt leichthändig immer wieder eigene heitere Episoden hinzu, die er dann mit komödiantisch zur Schau gestellter Ernsthaftigkeit vorstellt.

Dazu kommt die Tatsache, dass er seine Geburts- und Heimatstadt Lünen nie verleugnet hat. Immer wieder weist er auch in offiziellen Interviews darauf hin, dass er aus Lünen stammt und seine ersten musikalischen - vokalen Aktivitäten im hiesigen Kirchenchor lagen.

Heute löst er mit seinem Gesang und seiner staubtrockenen souveränen Art Begeisterungsstürme auf den Bühnen dieser Welt aus.
 

Kulturpreis 2006: Klaus Nigge

Klaus Nigge schaut im Wald hinter einem Baum hervor
Klaus Nigge, Träger des Kulturpreises der Stadt Lünen 2006

Klaus Nigge: Jahrgang 1956, geboren in Lünen. Studium der Biologie, Kunst und Philosophie, Diplom in Biologie. Fotografie seit 1984, 1991 Aufnahme in die GDT (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen), 1992 - 1995 Präsident der GDT

Der Lüner Klaus Nigge zählt zu den erfolgreichsten Tierfotografen der heutigen Zeit. Seine fotografischen Arbeiten fanden und finden internationale Beachtung. Seine Arbeiten wurden bei zahlreichen internationalen Wettbewerben wie zum Beispiel "Wildlife Photographer of the Year Competition London", sowie "Gerald Durell Award" (Preis für gefährdete Tierarten) ausgezeichnet.

Als freiberuflicher Fotograf arbeitet Klaus Nigge für die international renommierten Zeitschriften "Geographic", "GEO Germany", "GEO Spain", "GEO Russia", "Terre Sauvage" (Frankreich) und "Arione" (Italien).

Seine Arbeiten zeigen große künstlerische Sensibilität in der Auswahl seiner Motive und Bildausschnitte, fotografische Kompetenz und biologisches Fachwissen. Klaus Nigge unternahm mehrjährig Reisen in die entlegensten Naturparadiese der Erde, um seine eindrucksvollen fotografischen Motive für seine Buchveröffentlichungen "Kamchatka" - Adler, Bären und Vulkane (1997), "Adlerleben" - Amerikanische Weißkopfseeadler (1999) und "Die Rückkehr des Königs" - Wisente in Polens Urwäldern (2004) zu finden.

Als Präsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) holte er das international beachtete "Natur- und Tierfotografenfestival" 1993 nach Lünen. Seitdem zählt das Festival jährlich zu den größten Kulturereignissen in unserer Stadt.

 

Kulturpreis 2005: Mirijam Contzen

Mirijam Contzen mit Geige
Trägerin des Kulturpreises der Stadt Lünen 2005: Mirijam Contzen

Die international gefeierte Geigerin entstammt einer anerkannten Lüner Unternehmer-Familie. Bereits im Alter von zwei Jahren erhielt sie an der Lüner Musikschule ihren ersten Geigenunterricht. Ihre rasche Entwicklung ließ einen Wunderkind-Nimbus erkennen. Trotz ihrer rapiden künstlerischen Entwicklung wuchs sie wie selbstverständlich in die musikalische Szene Lünens hinein. Bereits als Fünfjährige war sie eine geschätzte Solistin bei den Konzerten des Kammerorchesters Lünen.

Ihre künstlerische Entwicklung wirkte zwangsläufig schnell auch über die Grenzen Lünens hinaus.

Nach ihrer künstlerischen Ausbildung musizierte sie mit den prominentesten Orchestern zwischen Tokio und London, zwischen Paris, Wien und Salzburg. Sie ist immer wieder zu Gast bei international ausgerichteten Festivals und erfolgreiche Teilnehmerin an bedeutendsten Wettbewerben. Sie wurde mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft, gewann u. a. den Internationalen Rundfunkwettbewerb "Concertino Praga 1991" und erhielt 1997 den Kulturförderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahre 2001 erhielt Mirijam Contzen den Deutschen Schallplattenpreis "Echo Klassik". Bei großen Festivals, u. a. Rheingau-Festival, Ludwigsburger Festspiele, Chamber-Music-Festival Athen, ist Mirijam Contzen regelmäßig Solistin.

Auch in Lünen ist sie immer wieder zu Gast. Im Jahr 2006 initiierte sie zusammen mit dem Verein PRO Lünen und Unterstützung des Kulturbüros Lünen die Kammerkonzerttage auf Schloss Cappenberg.