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Kulturpreis der Stadt Lünen

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Kulturpreis der Stadt Lünen

Am Donnerstag, 14. Dezember gab Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns in der Sitzung des Rates der Stadt Lünen die diesjährigen Preisträger bekannt: Der Kulturpreis der Stadt Lünen 2017 geht an den Regisseur und Filmemacher Michael Kupczyk. Ab 2017 ist der Preis mit 2.500 € dotiert.

Der Kulturförderpreis für das Jahr 2017 geht an Julius Schepansky. Seit der Änderung der Richtlinien durch den Rat der Stadt Lünen am 18.05.2017 kann die Jury den Kulturpreis auch als Förderpreis für herausragende Talente vergeben. Dies kann ausdrücklich auch zusätzlich zur Verleihung des Kulturpreises erfolgen. Der Preis ist mit 500 € dotiert.

Aus der Begründung der Jury:
Michael Kupczyk wurde in Lünen geboren, wo er auch heute noch lebt. Mit seinen Arbeiten wirkt er als Botschafter unserer Stadt über die Grenzen Lünens hinaus. Nach einer Ausbildung zum Maschinenbautechniker holte er das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach, um in Bochum Geschichte und Politikwissenschaften zu studieren. Das entsprach aber offensichtlich nicht seiner Leidenschaft, denn er begann ein neues Studium an der Fachhochschule Dortmund im Studiengang Film und Fernsehen.

Stationen seines Schaffens , die in die Juryentscheidung eingeflossen sind: In seiner fast 20-jährigen Tätigkeit bei Film- und Fernsehen hat Michael Kupczyk eine Reihe von Spiel- und Dokumentarfilmen, Trailern, Imagefilmen und Videoclips hergestellt. Hier nur einige Beispiele:

  • "the Kielhorns" - eine Dokumentation des Bandprojektes an der Kielhornschule aus 2011
  • "Technisch machbar" - ein Essayfilm über die Renaturierung der Seseke von 2010
  • "Lünen an der Lippe" - der Imagefilm der Stadt von 2009
  • "Stadtumbau West" - die Langzeitdokumentation zeigt den städtebaulichen Umgestaltungsprozess
  • "Through" - ein medienpädagogisches Projekt einer Dortmunder Hauptschule mit zehn schulmüden Jugendlichen von 2006
  • Mit seinem Abschluss-Spielfilm an der FH Dortmund mit dem Titel "Nordstadt" von 2004 feierte er Premiere beim Kinofest 2004.
  • Sein Debüt-Spielfilm "Diamantenhochzeit" von 2009 feierte auf dem Filmfest in München seine Premiere und wurde anschließend in zahlreichen Kinos Deutschlands gezeigt.

Vor einem Jahr hat er mit dem beim Kinofest Lünen uraufgeführten Film "Die Kinder der Turnstunde - Geschichte der Juden in Lünen", einen hoch gelobten Dokumentarfilm auf die Leinwand gebracht. Die Resonanz des Publikums und der Filmprofis war überwältigend. Die Tatsache, dass Familienmitglieder zweier betroffener Zeitzeugen den Weg aus Krakau und Haifa nach Lünen zur Premiere gefunden haben, war sicher auch eine besondere Wertschätzung der Arbeit und des Ergebnisses von Michael Kupczyk. Und erst vor wenigen Wochen hat der Sohn eines inzwischen verstorbenen "Kindes der Turnstunde" Lünen besucht, um das Haus seines Vaters in der Siedlung am Kanal aufzusuchen. Im Verlaufe der letzten 12 Monate haben ca. 1.200 Zuschauer den Film bei Kino- oder speziellen Aufführungen in Schulen und anderswo gesehen. Weitere Aufführungen und Gespräche sowie die Übernahme der Dokumentation in das jüdische Museum Dorsten sind abgestimmt.

Julius Schepansky wurde 1998 in Lünen geboren und hat in seinen jungen Jahren bereits eine beeindruckende Vita vorzuweisen. Hier einige seine Stationen und Erfolge, welche die Jury überzeugt haben:

  • Julius Schepansky erhielt von 2006 bis 2014 Akkordeonunterricht an der Musikschule Lünen und wurde zum Wintersemester 2014/15 Jungstudent bei Prof. Claudia Buder
  • Im Rahmen der Jugendakademie Münster. Seit dem Wintersemester 2017/18 studiert er Akkordeon bei Prof. Mie Miki und Jazzklavier bei Peter Walter an der Folkwang Universität der Künste in Essen.
  • Er ist sowohl als Solist wie auch in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe wie u.a. Jugend musiziert (erste Preise auf Bundesebene) und dem Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal.
  • Als Bundespreisträger von Jugend musiziert wurde er 2016 in die Europäische Union der Jugendwettbewerbe für die Jugend ("EMCY") aufgenommen.
  • Darüber hinaus wurde er mit einer Vielzahl von Sonderpreisen ausgezeichnet und war Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben.
  • Im Oktober 2017 wurde er mit dem Nachwuchsförderpreis für Musik des Landes Nordrhein- Westfalen ausgezeichnet.
  • Im Alter von 9 Jahren begann er mit einer klassischen Klavierausbildung, konzentriert sich ab 2010 auf Jazz. Er wurde u.a. unterrichtet von Hans Wanning und Pablo Held.
  • 2015 gründete er das Julius Schepansky Quintett mit Musikern aus Dortmund und Essen, welches bei der Viersener Jazzbandchallenge 2016 mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Für seine Band komponiert und arrangiert er.
  • Neben Konzerten und Projekten in ganz Deutschland konzertierte Julius mit dem Akkordeon und Klavier in Indonesien, Italien, Japan, Luxemburg, Russland, Senegal, Spanien und Tschechien.
  • Julius interessiert sich stark für die neue Musik und Improvisation. Dabei versucht er sich von Gewohntem zu entfernen und Untypisches, Neues und Ungehörtes zu spielen. Dazu zählen u.a. komplett improvisierte Beiträge (2016 wurde er im Rahmen des "Wochenende der Sonderpreise", WESPE 2016, mit einem Sonderpreis der Neuen Musikzeitung und des VdM für sein improvisiertes Werk "Tuokio" ausgezeichnet), Interpretationen von untypischen Stücken (Julius interpretierte beim Jungen Usedomer Musikfestival 2016, welches sich thematisch auf Schweden bezog, ABBA-Songs und wurde mit dem 1. Preis beim Achterkerke Wettbewerb ausgezeichnet) und die Verbindung von verschiedenen Künsten (2017 wurde sein 10 minütiger Beitrag "Einblick in vergangene Zeiten. Jacobis Berufsverbot von 1933-1945" bei WESPE 2017 mit einem Sonderpreis der Neuen Musikzeitung ausgezeichnet. Für dieses Projekt las der Schauspieler Helmut Thiele Auszüge aus privaten Briefen von Wolfgang Jacobi vor, welche zeitgleich mit der Musik vom Akkordeon erklangen).
  • Im Oktober 2017 wurde er mit der Blockflötistin Ronja Vollmari bei den Open Ricorder Days in Amsterdam mit dem Preis "Best Performance of a Contemporary Composition" ausgezeichnet.
  • Als Solist und in vielen unterschiedlichen Besetzungen war er u.a. im BR, NDR und WDR Radio und Fernsehen zu hören.

Zum Kulturpreis

Prämiert werden herausragende Leistungen auf den Gebieten der Musik, Bildenden Kunst, Baukunst, Literatur, Fotografie und Film. Der Kulturpreis kann auch als Förderpreis für herausragende Talente auf den o.g. Gebieten vergeben werden. Er trägt dann den Titel „Kulturförderpreis der Stadt Lünen“. Für die Verleihung gilt eine Altersgrenze von 27 Jahren. Eine gleichzeitige Vergabe von Kulturpreis und Kulturförderpreis an unterschiedliche Personen im selben Jahr ist ausdrücklich möglich.

Neben Einzelpersonen können auch Gruppen ausgezeichnet werden. Voraussetzung ist zum einen Geburt oder Wohnort in Lünen oder, dass die Leistung für die Stadt eine bedeutsame oder wesentliche Wirkung darstellt. Vorschläge können bis zum 30. Juni 2017 an den Bürgermeister gerichtet werden und müssen eine hinreichende Begründung enthalten. Die in der Ratssitzung am 18.05.2017 beschlossenen Richtlinien können auf der Homepage der Stadt eingesehen werden.

Nach der Sommerpause beruft der Vorsitzende Jochen Otto die sachverständige Jury ein, um die Entscheidung zu treffen und im Herbst wird traditionsgemäß der Bürgermeister den Namen des Preisträgers/der Preisträgerin für das Jahr 2017 bekannt geben.

Der Preisträger/die Preisträgerin erhält als Kulturpreis 2.500 Euro, eine Urkunde und eine in Lünens Partnerstadt Panevezys gefertigte Glasskulptur. Der Kulturförderpreis wird mit 500 Euro und einer Urkunde prämiert.

Hier gelangen Sie zu den bisherigen Preisträgern.

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Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Leiter des Kulturbüros: Uwe Wortmann

 

KONTAKT

Tel.: 02306 104-2299

ACHTUNG:
Bitte nutzen Sie bis auf Weiteres die Ruf-Nummer
0172 8094279!

kulturbuero@luenen.de