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Vom 02.05.2018 | Bilanz: 1. Mai am Cappenberger See

Abbildung: Kalenderblatt/1. Mai | Quelle: Stadt Lünen

Rund 4.000 Jugendliche versammelten sich auch in diesem Jahr wieder anlässlich des 1. Mai auf dem Gelände der ehemaligen Grillwiese am Cappenberger See in Lünen. Im Vergleich lag die Besucherzahl damit hinter den Werten der Vergangenheit, wo in Spitzenzeiten bis zu 6.500 Personen vor Ort waren. Grund hierfür könnte laut Lünens Ordnungsamtsleiter Bernd Wiesner u.a. die schlechten Witterungsbedingungen in den Vormittagsstunden gewesen sein.

Damit die Feierlichkeiten für alle Beteiligten reibungslos abliefen, war die Stadt Lünen - obgleich sie nicht Veranstalter der Feier ist - auch diesmal wieder intensiv im Einsatz. Hand in Hand mit der Polizei, die mit großem Aufgebot im Einsatz war, begleiteten gestern zu Spitzenzeiten weitere 108 Kräfte die Feiernden. Neben der Feuerwehr sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Ordnungs- und Jugendamtes, inkl. des Streetwork-Teams, dem Stadtservice, den neu eingesetzten Ordnungspartnern und einem privaten Sicherheitsdienst, waren dabei auch das Technische Hilfswerk (THW) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit Teams vor Ort, um für die Sicherheit und sanitäre Versorgung der Feiernden sowie die Einhaltung der geltenden Verhaltensregeln zu sorgen.

Bereits seit Jahren begleitet dieses eingespielte Einsatzteam die Feierlichkeiten zum 1. Mai rund um den Cappenberger See und agiert dabei nach einem speziell ausgearbeiteten und auf Basis der Erfahrungswerte jährlich neu auf die Bedingungen angepassten Sicherheitskonzept. "Gerade die kurzen Wege und das schnelle Ineinandergreifen der einzelnen Organisationen und Hilfskräfte sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Hintergrund", erklärte Lünens Polizeichef Frank Schulz. Das konnte auch die Feuerwehr nur bestätigen, die sich mit dem Verlauf der Veranstaltung insgesamt zufrieden zeigte und insbesondere die gute Zusammenarbeit lobte.

"Dass sich so viele ehren- wie hauptamtliche Kräfte - trotz Feiertag - mit vollem Einsatz für die Sicherheit und Versorgung der Feiernden einsetzen, sollte man nicht als selbstverständlich hinnehmen“, betonte Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker, der sich ebenso wie Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns persönlich ein Bild von der Situation machte. "Wir sind den zahlreichen Einsatzkräften aus allen Bereichen sehr dankbar für ihr Engagement."

Dennoch lassen sich bei einer solchen Feierlichkeit nicht alle Sicherheitsrisiken ausmerzen. So wurden im Patienten-Zelt des DRK nach ersten Erkenntnissen insgesamt 45 Patienten betreut. Davon waren 36 Patienten minderjährig und wurden im Anschluss an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Neben übermäßigem Alkoholeinfluss gehörten Wunden und Schnittverletzungen hier zu den häufigsten Problemen. Acht Patienten wurden mit dem Rettungswagen bzw. Krankentransport in die umliegenden Krankenhäuser gebracht, vorrangig wegen chirurgischer Notfälle. Zu allen strafrechtlich relevanten Vorkommnissen verweist die Stadt auf die zuständige Polizeidienststelle in Dortmund: www.presseportal.de/print/3932614-print.html?type=polizei.

Gegen 21 Uhr wurde der offizielle Einsatz vor Ort beendet. Noch bis ca. 23 Uhr wurde das Gelände allerdings von einer Nachaufsicht aus Polizei und DRK überwacht.

Einen Tag danach geht es nun ans Aufräumen. Bereits im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung mit einem neuen offensiven Müllkonzept versucht, die Jugendlichen für eine verantwortungsbewusste Müllentsorgung zu sensibilisieren. Mit insgesamt 51 ausgegebenen Müllsäcken stieß diese Aktion zwar erstmal nur auf moderates Interesse, doch die Bemühungen sollen im nächsten Jahren optimiert fortgesetzt werden, um das Thema stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken und für Diskussionen unter den Teilnehmern zu sorgen. Derzeit sammelt der Verwaltungsvorstand hierzu Eindrücke und Fakten um dann in einer Arbeitsgruppe das Thema in allen Facetten aufbereiten und Konsequenzen daraus ableiten zu können.

Rund zwei bis drei Tage kalkuliert die Abteilung Stadtgrün nun ein, ehe der Platz wieder vollständig hergestellt ist. Erste Bilanz am Morgen danach: Dauerhafte Beschädigungen von Zäunen, Bänken oder Ähnlichem sind nicht zu verbuchen.    

(Abbildung: Kalenderblatt/1. Mai | Quelle: Stadt Lünen)

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