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Vom 02.10.2018 | 19. und 20. September: Revue der Musikschule der Stadt Lünen begeistert zu stehenden Ovationen

Abbildung: Szenenfoto "1000 Jahre PoP Musik" | Quelle: Stadt Lünen

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr traf die Revue "1000 Jahre Pop Musik" von Michael Kuhlmann am 19. und 20. September erneut den Nerv des Publikums. Die Produktion der Musikschule der Stadt Lünen nahm die Zuschauer mit professionellen musikalischen Darbietungen, Licht, Kostümen, Requisiten und Ton samt dem 35-köpfigen Instrumental- und Gesangsensemble mit auf eine Reise durch 1000 Jahre populäre Musik. Als roter Faden zogen sich immer wieder Brückenschläge von mittelalterlicher, barocker, klassischer Musik und Musik des letzten Jahrhunderts in die Popmusik der Neuzeit durch das Programm.

Vom düsteren Mittelalter bis in die bunte Welt der 1967er Jahre galt es für die Sängerinnen und Sänger, viele unterschiedliche charakterliche Nuancen darzustellen. Mit ihrer Wandlungsfähigkeit gelang dies den Akteurinnen und Akteuren nach Meinung der Zuhörer/-innen individuell und überzeugend.

So überzeugte der Gaststar Zelotes Edmund Toliver als Solist im "Cold Song" von Henry Purcell ebenso wie als Papageno, einfühlsamer Gospel-Singer und rockiger Interpret von "Touch me". Der 11-jährige Justus Meinhard fand solistisch im "In Paradisum" von Gabriel Fauré, als Kind im Erlkönig und in "Es war einmal ein treuer Husar" viel Anklang bei den Besuchern des Heinz-Hilpert-Theaters. Ebenso im Erlkönig überzeugte Mira Cöppikus als Erzählerin.

Catrin Groth bereicherte das Programm nicht nur mit zahlreichen Saxophon-Soli, sondern interpretierte als Gesangssolistin die Rollen von Hildegard von Bingen, Gershwins "By Strauss" und das durch Marlene Dietrich berühmt gewordene Lied "Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre" authentisch und mitreißend. Karolin Kühn zog die Zuhörer mit "Befiehl du deine Wege" von Paul Gerhardt in einen sakralen Bann, überzeugte aber auch humoristisch zusammen mit Barbara Reher, Catrin Groth und Monika Bergmann im "Leutnant, warst du einst bei den Husaren?", von Regisseur James Edward Lyons im Slapstick-Stil interpretiert. Emelie Grube zeigte sich sehr überzeugend und vielseitig mit "Bereite dich Zion" aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, welches sie zunächst im Original und danach in einer souligen Version vortrug. Sowohl besinnlich mit dem deutschen Volkslied "Die Gedanken sind frei", als auch rockig in "Why don't we do it in the road" und "Back in the U.S.S.R." zog Ina Thomas das Publikum in ihren Bann.

Auch Instrumentalsolisten überzeugten mit virtuosem Spiel, so zum Beispiel Linn Bennhard mit der Blockflöte in der Badinerie von Bach, Luca Aaron Vazgec als Franz Liszt am Flügel, Dimitry Prushinskiy mit seiner Violine in der "Havanaise" von Camille Saent-Saens, Seung Yeon Lee ebenfalls mit der Violine in "By Strauss" von George Gershwin, Guido Pyka mit der E-Gitarre in "Dies Irae - dem Tag des Zorns", Nico Wellers an der Trompete in "La Paloma" und Tillmann Sancken am Saxophon in "Why don't we do it in the road".

Michael Kuhlmann ist es gelungen, eine außergewöhnliche Auswahl von Perlen der Musik aus 1000 Jahren zusammenzustellen, sowie diese originell, Brücken schlagend und auf die Solisten zugeschnitten zu arrangieren. Als Motor der Produktion spielte er fast alle der 35 Stücke am Flügel und auf zwei Keyboards mit und manövrierte die Musiker sicher und mitreißend durch die vom Regisseur James Edward Lyons dramaturgisch gestaltete Revue, so dass das Publikum schon vor den beiden Zugaben die Künstler auf der Bühne mit stehenden Ovationen feierte.

Gefördert wurde die Revue durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West und der Bürger- und Kulturstiftung der Sparkasse an der Lippe.

(Abbildung: Szenenfoto "1000 Jahre PoP Musik" | Quelle: Stadt Lünen)

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