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Vom 05.10.2018 | Herbstradtour mit dem Bürgermeister: Radler steuern Energieprojekte an

Abbildung: Wilhelm Hauschopp vom Betriebspersonal der Biogasanlage erläutert den Teilnehmern der Bürgermeisterradtour, wie aus Maissilage Biogas wird. | Quelle: Stadt Lünen

Die Bürgermeisterradtour am Tag der Deutschen Einheit drehte sich in diesem Jahr um Energie und Nachhaltigkeit. Etwa 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger begleiteten Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns auf der Tour, die zu Standorten führte, an denen in Lünen nachhaltig mit Energie gewirtschaftet wird.

So steuerte die Gruppe das Maissilagelager an der Frydagstraße und die Biogas-Anlage im Stadthafen an. Ralf Wenning, Planungsleiter Erdgas und Wärmeversorgung bei den Stadtwerken Lünen, und Wilhelm Hauschopp vom Betriebspersonal der Biogas-Anlage erklärten den Radlern das Prinzip der Biogaserzeugung aus Maissilage. Mit dem von den Stadtwerken Lünen erzeugten Biogas werden, so Wenning und Hauschopp, 13 Blockheizkraftwerke im Stadtgebiet beliefert. In diesen Blockheizkraftwerken wird nicht nur Strom, sondern auch Wärme gewonnen, was diese Anlagen besonders effizient macht. Mit dem Biogas, dass die Stadtwerke Lünen erzeugen, können rund 1600 Haushalte mit Wärme und knapp 6400 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Um Strom ging es auch, als die Radlerinnen und Radler unter dem Windrad an der Dortmunder Straße Halt machten. Dort erläuterte Martin Richter, Abteilungsleiter Stromversorgung bei den Stadtwerken, wie das Windrad funktioniert und beantwortete technische Fragen der Teilnehmer. Dass das Windrad manchmal stillsteht, antwortete Richter auf die Frage einer Teilnehmerin, liege nicht immer nur an fehlendem Wind: Für stehende Flügel kann es viele Gründe geben, unter anderem zum Beispiel eine automatische Abschaltung, die fliegende Fledermäuse schützt. So wird das Windrad auch dem Naturschutz gerecht.

Die letzte Station der Radtour, bei der der ADFC zuverlässig für die Sicherheit aller Teilnehmer sorgte, war schließlich das Lippe Bad. Dort erhielten die Teilnehmer eine Führung im ansonsten nur für das Betriebspersonal zugänglichen Keller des Bades. Besonders nachhaltig ist das Bad unter anderem deswegen, weil das Gebäude in Passivhausbauweise errichtet wurde. Es muss daher nicht separat beheizt werden: Lediglich Wärmerückgewinnungsmaßnahmen und eine spezielle Dämmung kommen zum Einsatz, erläuterte Ralf Wenning.

Vom Lippe Bad aus hatten es die Radler nicht mehr weit zum Ausgangspunkt der Tour am Rathaus, wo Mitarbeiter der Stadtverwaltung für kühle Getränke und Gegrilltes zum Ausklang des Nachmittags sorgten.

(Abbildung: Wilhelm Hauschopp vom Betriebspersonal der Biogasanlage erläutert den Teilnehmern der Bürgermeisterradtour, wie aus Maissilage Biogas wird. | Quelle: Stadt Lünen)

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