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Ausgabe Nr. 1: »Auf ein Wort« vom 22.04.2016

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns

Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,

stellen Sie sich das einmal vor: Sie planen, in Ihrem eigenen Garten eine Laube zu errichten. Die Nachbargemeinschaft hat jedoch vor, ebendort einen Gartenteich für alle Anwohner auszuheben. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Diskussion um die Planungen der RWE am Preußenhafen.

Die RWE als Grundstückseigentümer hat mir in meiner Funktion als Bürgermeister sehr frühzeitig das Vorhaben vorgestellt, hochwertigen Wohnraum am Preußenhafen zu schaffen. Nach einigen Nachbesserungen der Pläne habe ich diese erneut eingesehen - und für gut befunden. Und ich habe versprochen, das Projekt konstruktiv zu begleiten. Nicht mehr und nicht weniger.

Vor diesem Hintergrund verstehe ich die Aufgeregtheit der Politik nicht - vor allem nicht von jenen, die ebenfalls Gelegenheit hatten, vor einiger Zeit die RWE-Pläne einzusehen.

Meinem Amtsvorgänger wurde häufig vorgeworfen, dass er sich um wegweisende Projekte nicht ausreichend kümmere. Ich nehme für mich das Recht und die Pflicht in Anspruch, Vorhaben zum Wohle der Stadt anzustoßen und – sobald die Planungen konkret werden - mit der Politik zu diskutieren, anschließend dann gemeinsam zu entscheiden.

Überdies bewege ich mich in diesen Prozessen in dem gesetzlichen und demokratischen Rahmen, den mir die Bürgerinnen und Bürger im September per Votum und Auftrag zugewiesen haben. Dazu gehört auch, sich die Ideen und Vorstellungen der Bürgerschaft, der Unternehmer und Investoren anzuhören und zu bewerten. Oder - wie jüngst - zur Gefahrenabwehr in eigener Verantwortung einen Mittelstreifen abzubauen.

Schade, dass dies von einigen Fraktionen offenbar anders gesehen wird. Allerdings gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass wir zusammen im Schulterschluss unsere Stadt fit für die Zukunft machen. Das ist unser aller Auftrag.

Ihr

Jürgen Kleine-Frauns
Bürgermeister der Stadt Lünen