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Ausgabe Nr. 20: »Auf ein Wort« vom 07.10.2016

Kriminalitäts-Brennpunkte nicht erkennbar - aber: Sicherheitsgefühl der Lüner erhöhen

Kriminalitäts-Brennpunkte nicht erkennbar - aber: Sicherheitsgefühl der Lüner erhöhen - Es sind viele Faktoren, die eine lebens- und liebenswerte Stadt ausmachen: Kulturangebote, die Gesundheits-Infrastruktur, Freizeitanlagen - aber eben auch die Sicherheit. "Lünen ist eine sichere Stadt", das hat am vergangenen Mittwoch auch der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange bestätigt, mit dem ich eine Stadtrundfahrt unternommen habe. "Kriminalitäts-Brennpunkte“ sind nicht erkennbar.

Gleichwohl: Die der Polizei bekannt gewordene Gesamtkriminalität in Lünen ist zwar von 7.306 (im Jahr 2014) auf 6.905 (in 2015) zurückgegangen. Das sind immer noch 6.905 Straftaten zu viel. Diese Zahlen der Dortmunder Polizeibehörde, der Lünen angeschlossen ist, beinhalten u.a. Delikte im Bereich der Gewalt- und Straßenkriminalität (30 in 2014, 26 in 2015), der Sexualdelikte (35 in 2014, 24 in 2015). Sie beinhalten auch Diebstahlsdelikte (142 in 2014, 187 in 2015) und Wohnungseinbrüche (423 in 2014, 355 in 2015).

Mit dem Polizeipräsidenten habe ich auch verabredet, gemeinsame Aktionen im Bereich der nördlichen Münsterstraße zu starten. Dort kommt es immer wieder zu Hinweisen auf Drogendelikte und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden.

Natürlich spielt auch in diesem Bereich die gefühlte Sicherheit eine große Rolle: Die durch dichte Baumkronen gesäumte und in vielen Bereichen zu schwach ausgeleuchtete Münsterstraße macht nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck. Auch die derzeit vielen Leerstände in den Geschäftsetagen sind nicht dazu angetan, dass die obere Münsterstraße einladend wirkt. Wir arbeiten daran - dies auch mit Unterstützung vieler Akteure vor Ort und mit Landeshilfe -, diese Missstände zu beseitigen.

Auch die verstärkte Präsenz von Polizei und Ordnungskräften - womöglich auch in Form einer mit dem Polizeipräsidenten besprochenen Ordnungspartnerschaft - trägt dazu bei, das "subjektive Sicherheitsgefühl" an diesen Orten zu erhöhen. Angesichts knapper Geld- und Personalressourcen müssen wir jedoch als Stadt intensiv darüber nachdenken, wie und mit welchen Mitteln wir in so genannten "Angsträumen" tätig werden können.

Ich habe in Erinnerung, dass Lünen in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Kräften des "Stadtservice" gemacht hat. Der "Stadtservice Lünen" war deshalb besonders sinnvoll, weil er ehemaligen Arbeitslosen half und gleichzeitig ehrenamtliche Arbeit vor Ort unterstützte. Wohl wissend, dass der Stadtservice keine Hilfspolizei sein kann und darf, ist dies eine Idee, die meiner Meinung nach diskutiert werden könnte.

Überdies sind wir alle aber auf Ihre Mithilfe, liebe Lünerinnen und Lüner, angewiesen - indem Sie auch bereits einen Verdacht auf mögliche Straftaten sofort der Polizei melden oder sich ans Bürgertelefon der Stadtverwaltung wenden, wenn Sie Gefahrenpunkte ausmachen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihr

Jürgen Kleine-Frauns
Bürgermeister der Stadt Lünen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns

Assistentin des Bürgermeisters Anna Steinhoff