Herzlich Willkommen in Lünen!

Ausgabe Nr. 26: »Auf ein Wort« vom 18.11.2016

Die "Halte-Stelle" in Lünen-Brambauer, Treffpunkt für Kinder und Jugendliche im Stadtteil

Junge Menschen brauchen Raum: Lassen Sie uns Treffpunkte schaffen! - Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur Freiräume, sondern auch Räume. Zum Treffen, für gemeinsame Aktivitäten - oder einfach nur so "zum Abhängen".

Anfang letzten Jahres habe ich dazu in meinem Handlungsprogramm "Lünen bewegen!" geschrieben: Die Strukturen unserer Stadt sind dahingehend zu verbessern, dass sie optimale Bedingungen für Familien bietet. Dazu gehören auch Treffpunkte für junge Menschen. Vereinzelt werden diese Angebote bei uns in Lünen vorgehalten. Fragt man jedoch die Jugendlichen, herrscht hier insgesamt ein großer Mangel an solchen Gelegenheiten.

Ich bin deshalb für eine Prüfung, inwieweit wir zu bewährten Strukturen vergangener Jahre zurückkehren und Angebote in den Stadtteilen, möglicherweise sogar in Jugendhäusern, zurückkehren müssen. Dazu benötigen wir nicht unbedingt viel Geld, sondern nur etwas Phantasie: Ehemalige städtische Gebäude - wie die alte Schule in Beckinghausen - könnten reaktiviert werden. Als Aufsichtspersonal müssen wir nicht zwingend Sozialpädagogen einsetzen und einstellen. In anderen Kommunen klappt das beispielsweise mit ehrenamtlichen Betreuern, die daran Freude haben, hervorragend.

Diesen Gedanken möchte ich forcieren und neben den Jugendlichen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sowie mit der Politik gerne diskutieren. Die vorhandenen Räume, wo Jugendliche sich in den Bürgerhäusern Horstmar und Brambauer zeitweise tummeln können, sind nicht unproblematisch. Immer wieder erreichen mich Beschwerden von Nachbarn über Lärmbelästigungen am Wochenende. Es sind nicht die Jugendlichen, die da als störend empfunden werden. Vielmehr fühlen sich die Nachbarn von Partys und Veranstaltungen am Wochenende genervt. Die damit erzielten Nutzungsentgelte aber sind auch eine wichtige Grundlage für die Finanzierung der unter der Woche stattfindenden Jugendarbeit. Sie sind die wichtigste Einnahmequelle für die Trägervereine. Sie erkennen das Dilemma…

Und doch sollten wir Kindern und Jugendlichen jedenfalls mehr Raum geben. Gute Beispiele für eine funktionierende dezentrale Struktur sind für mich die "Halte-Stelle" in Brambauer oder das Bürgerzentrum in Gahmen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße,

Ihr

Jürgen Kleine-Frauns
Bürgermeister der Stadt Lünen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns

Assistentin des Bürgermeisters Anna Steinhoff