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Bürgermeister-Kolumne: »Auf ein Wort«

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Ausgabe Nr. 13/2018: »Auf ein Wort« vom 20.04.2018: Bürgerschaft darf für Beiträge auch entsprechende Leistung erwarten

Wir leben gemeinsam in einer Stadt - und ein Gemeinwesen lebt davon, dass alle an einem -Strang ziehen und ihre Beiträge dazu leisten, dass eine Stadt funktioniert. Diese Beiträge sind unterschiedlicher Art. Sie können persönlichem (Arbeits-)Einsatz oder aus (Geld-)Beiträgen bestehen. Das hört sich einfach und plausibel an. Wenn dann aber nach einer Straßenerneuerung der so genannte "Beitragsbescheid" ins Haus flattert, geraten die meisten ins Schwitzen. Denn da geht es häufig um mehrere Tausend Euro, mit denen die Hauseigentümer je nach Straßentyp und -Ausstattung sich an den Kosten der Stadt beteiligen müssen.

Ausgabe Nr. 12/2018: »Auf ein Wort« vom 13.04.2018: Bürgerinnen und Bürger helfen als "Augen und Ohren" vor Ort, unseren Service zu verbessern

Viele werden sich noch an die Zeiten erinnern, in denen an der Spitze der Verwaltung ein hochdotierter Stadtdirektor amtierte, der die Kommune auch in Rechtsangelegenheiten vertrat. Der - ehrenamtliche - Bürgermeister neben ihm wurde vom Rat gewählt und durfte die Stadt repräsentieren. Seit 1999 - der Landtag beschloss diese Reform schon 1994 - gibt es in NRW-Rathäusern keine Doppelspitze mehr. Der von der Bürgerschaft gewählte Bürgermeister ist Chef der Verwaltung und Repräsentant der Stadt in einer Person. Das ist, so habe ich es in den vergangenen zweieinhalb Jahren meiner Amtszeit erfahren, häufig ein Spagat, will man beide Funktionen voll ausfüllen. Mein Anspruch an das Bürgermeisteramt ist es, die Verwaltung fit für die Zukunft zu machen...

Ausgabe Nr. 11/2018: »Auf ein Wort« vom 23.03.2018: Der Spaten und das Osterfest sind Symbole für Aufbruch und den Neubeginn

Den Spaten schwingen - das gilt nicht nur ab dem Frühjahr für die Gartenarbeit, sondern gehörte in den vergangenen Tagen auch zu den Aufgaben des Bürgermeisters und seiner Stellvertreter. Nicht, dass ich mich über diese körperliche Arbeit beklagen möchte, ganz im Gegenteil: Derart viele Spatenstiche wie in den vergangenen Wochen habe ich selten erlebt und aktiv mitgemacht. Die Caritas in unserer Stadt hat gleich zweimal dazu eingeladen, "an die Schüppe" zu kommen: In der südlichen Innenstadt entsteht das neue Verwaltungsgebäude des Verbandes, vor wenigen Tagen wurde auch der Baubeginn des Caritas-Seniorenzentrums in der Mersch symbolisch eingeläutet.

Ausgabe Nr. 10/2018: »Auf ein Wort« vom 18.03.2018: Ausgezeichnete Kulturpreisträger

"Kultur gibt es bei uns nicht nur im Beutel!" - So lautete ein ehemaliger Werbeslogan des Landes NRW. Diese Anspielung bezog sich einerseits auf den Kulturbeutel als Reise-Utensil, andererseits auch darauf, dass die Kultur frei und sichtbar ist - und dies bleiben muss. An diesen Slogan erinnere ich mich, wenn wir am heutigen Sonntag den Kulturpreis der Stadt Lünen vergeben: Der Lüner Filmemacher Michael Kupczyk und der Jung-Musiker Julius Schepansky werden für ihr künstlerisches Wirken ausgezeichnet. Beide stehen als Lüner Kulturbotschafter in besonderer Weise für eine sichtbare, für eine hörbare Kunst. Und auf beide Kulturschaffende können wir sehr stolz sein.

Ausgabe Nr. 9/2018: »Auf ein Wort« vom 09.03.2018: Panevéžys feiert 100 Jahre Litauen mit Lünern: Brücke der Städtefreundschaft weiter ausbauen

Wir leben in verrückten Zeiten. Statt global zusammenzuwachsen und zusammenzustehen, grenzen wir uns immer weiter voneinander ab - die Hilflosigkeit im Syrien-Krieg und Trumps Wirtschaftsisolation sind nur zwei aktuelle Beispiele dafür. Umso wichtiger ist es, dass wir in Europa den Schulterschluss suchen - und finden. Daher bin ich voller Erwartungen, wenn ich an diesem Wochenende meine erste Reise nach Litauen in unsere Partnerstadt Panevéžys antrete. Der baltische Staat feiert seinen 100. Geburtstag mit vielen Aktivitäten und Begegnungen, die auch das Leben in Panevéžys drei Tage lang prägen. Der Einladung der Stadtspitze von Panevéžys bin ich aus mehreren Gründen gerne gefolgt...

Ausgabe Nr. 8/2018: »Auf ein Wort« vom 02.03.2018: »Lünen an der Lippe - eine tolle Stadt, die unser Herz im Sturm erobert hat. Lünen an der Lippe - eine starke Stadt, wo das Leben das gewisse Etwas hat.«

Dass ich als Bürgermeister von diesen Zeilen überzeugt bin, sollte niemanden überraschen. Das Besondere ist, dass diese Worte von Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Bußmann-Schule gewählt wurden, um in einem Song zur 675-Jahrfeier unsere Stadt zu beschreiben. Die Überzeugung der jungen Menschen, dass Lünen eine tolle, lebenswerte Stadt mit "dem gewissen Etwas" ist, lässt mich auch in die Zukunft optimistisch schauen. Entstanden ist das Lied übrigens in einer Gemeinschaftsproduktion der Heinrich-Bußmann-Schule mit dem bekannten Lüner Rocksänger der Axxis-Band, Bernhard Weiß. Gemeinsam entwickelten die Jugendlichen den Text, den sie selbst als "Liebeserklärung an ihre Heimat" bezeichnen.

Ausgabe Nr. 7/2018: »Auf ein Wort« vom 24.02.2018: Europa im Kopf...

"Europa ist für uns und für die Zukunft von entscheidender Bedeutung." Wie zutreffend diese Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker sind, verdeutlicht die derzeitige Ausstellung zum Europäischen Sozialfonds im Rathaus. Zwar ist uns Europa in unserem Alltag häufig weniger präsent, als die Kommunal-, Landes, oder Bundespolitik. Tatsächlich aber entstehen die Hälfte aller Gesetze und Verordnungen, die für uns Städte gelten, auf EU-Ebene. Und auch bei den finanziellen Hilfen und Fördermitteln ist die EU neben Land und Bund unser größter Unterstützer. Nicht nur für städtische Projekte wohlgemerkt, sondern auch für viele Organisationen, Institutionen und Unternehmen in Lünen.

Ausgabe Nr. 6/2018: »Auf ein Wort« vom 16.02.2018 - Löwe trifft auf Bären: Delegation wirbt fürs Kinofest

Wenn sich die Stars in Berlin ein Stelldichein geben, dann ist es auch für die Delegation aus der Lippestadt Zeit, in die Bundeshauptstadt aufzubrechen. Unter dem Motto "Berliner Bär trifft Lüner Löwen" wird allerdings keines der derzeit dort so reichlich angebotenen Polit-Theaterstücke besucht. Vielmehr rühren die Vertreterinnen und Vertreter aus unserer Stadt kräftig die Werbetrommel für das Lüner Kinofest, das sich 2018 zum 29. Mal jähren wird. Ich freue mich sehr darauf dabei zu sein, wenn die Cineasten an der Spree auf die Filmfreunde von der Lippe treffen. Denn wir können sehr stolz auf unser Kinofest sein - und dürfen dies auch mal ruhig zeigen. 

Ausgabe Nr. 5/2018: »Auf ein Wort« vom 09.02.2018 - "Helau!" und "Alaaf!"

Die Karnevalstage sind derzeit in vollem Gange. Und selbst wer ansonsten kein großer Freund der sogenannten fünften Jahreszeit ist, kann sich an diesen Tagen kaum dem bunten Treiben aus kreativen Kostümen, spitzzüngigen Karnevalswagen und ausgelassenen Menschen entziehen. Doch Karneval feiern bedeutet in meinen Augen noch mehr, als rote Pappnasen, auffällige Perücken und wild gemusterte Outfits. So sind die tollen Tage auch ein Beispiel dafür, die Buntheit und Vielfalt einer Gesellschaft zu schätzen, zu feiern und sogar anzustreben. Denn so unbeschwert und vorurteilsfrei, wie sich Narren und Jecken momentan aller Orten in den Armen liegen, sind sie doch das beste Vorbild dafür, Vielfalt und Offenheit zu leben. Ganz einfach, ohne lange Diskussionen, bürokratische Akte und integrative Prozesse. Sondern einfach als Menschen mit unterschiedlichen Vorgeschichten, Hintergründen und Meinungen, aber einem gemeinsamen Interesse.

Ausgabe Nr. 4/2018: »Auf ein Wort« vom 02.02.2018 - Gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung setzen: Grüne Bänder zum Tag der Kinderhospizarbeit

Grün, das ist die Farbe der Hoffnung und der Zuversicht. Es ist eine Farbe, die Mut macht. Und Mut machen, gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung setzen, das ist genau das, was wir am 10. Februar, dem Tag der Kinderhospizarbeit, tun möchten. Selbst gesund zu sein und auch unsere Kinder zu gesunden Erwachsenen heranwachsen zu sehen, das wünschen wir uns alle. Nur allzu häufig ist diese Gesundheit für uns jedoch selbstverständlich und wir verlieren den Blick dafür, was für ein Geschenk sie ist. Wir vergessen schnell, dass nicht allen Familien dieses Glück zuteil ist. Am kommenden Samstag möchte ich uns alle deshalb dazu einladen, uns nicht nur bewusst an das eigene Glück zu erinnern, sondern vor allem mit allen Kindern, Eltern und Familien Solidarität zu beweisen, die weniger Glück haben.

Ausgabe Nr. 3/2018: »Auf ein Wort« vom 26.01.2018 - In unserer Trauer haben uns viele Menschen gestützt

"Es ist sehr wesentlich, zu unterscheiden zwischen dem, was man vergessen kann, und dem, was man nicht vergessen darf." An dieses Zitat des deutschen Lyrikers Erich Limpach habe ich in den letzten Tagen häufig gedacht. Die Bluttat an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, bei der ein junger Lüner Schüler ums Leben kam, steckt uns noch allen "in den Knochen". Und das wird auch noch lange so bleiben. Denn unsere Gedanken kreisen unaufhörlich um das Opfer, um die Familie, um die Schulgemeinschaft. Meine Gedanken sind in diesen Tagen auch auf die vielen Menschen gerichtet, die ihrer Trauer auf vielfältige Art und Weise Ausdruck verliehen haben - ob während der Schweigeminute am Mittwoch an den Schulen und im Rathaus, durch ihre Einträge in die Kondolenzbücher oder ihre Telefonate, Briefe und Mails. Sie alle haben versucht, das Unfassbare in Worte zu fassen. Sie alle haben unsere Stadtgemeinschaft gestützt und unterstützt und uns das Gefühl gegeben, in unserer Betroffenheit nicht alleine zu stehen. Dafür danke ich allen sehr herzlich.

Ausgabe Nr. 2/2018: »Auf ein Wort« vom 19.01.2018 - Zeichen gegen Gaffer und Gewalt: Zollen wir unseren Rettern Respekt

Erinnern Sie sich noch an "Grisu", den kleinen italienischen Zeichentrick-Drachen aus den siebziger Jahren? Dessen größter Traum es war, Feuerwehrmann zu werden? Ich habe gehört, dass er auch heute noch das Maskottchen vieler Jugendfeuerwehren und nach wie vor sehr beliebt ist. Freilich - die Herausforderungen an die Feuerwehr sind in den letzten Jahren immer größer geworden. Und "Grisu" käme heute allein mit Helm und Löschschlauch nicht mehr zurecht. Auch unsere Feuerwehr hat sich immer breiter aufgestellt. Die Einsätze sind nicht nur von Know-how und Mut, sondern auch von Technik geprägt, die es zu beherrschen gilt.

Ausgabe Nr. 1/2018: »Auf ein Wort« vom 12.01.2018 - Mein Vorsatz für 2018 lautet: Lünen wird Bürgerkommune

Silvester, der Übergang vom alten in ein neues Jahr ist für gewöhnlich ein guter Grund in netter Gesellschaft zu feiern, fröhlich zu sein und miteinander anzustoßen. Und doch bieten dieser Abschluss eines Jahres und der Beginn eines neuen immer auch Anlass zum Innehalten. Zum Reflektieren des Vergangenen - und um einen ersten Blick in die Zukunft zu wagen. Häufiger Sport treiben, gesünder Essen oder gar das Rauchen aufgeben - die Liste der "guten Vorsätze", die man in einer solchen Situation fasst, sind lang. Und der eine oder andere mag sicher sagen: Nützt doch eh nichts. Spätestens nach drei Wochen ist ja doch wieder alles beim Alten.

Doch da bin ich anderer Meinung. Denn hinter jedem Vorsatz steckt doch zumindest die Erkenntnis, dass etwas noch nicht ganz so gut läuft, wie es laufen könnte.