Herzlich Willkommen in Lünen!

Bürgermeister-Kolumne: »Auf ein Wort«

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Ausgabe Nr. 24/2018: »Auf ein Wort« vom 13.07.2018: Jung und Alt bereichern sich gegenseitig in unserer Stadt

Kurt Tucholsky war es, der das damalige Verhältnis von Alt und Jung - wie ich meine - treffend beschrieb: "Die verschiedenen Altersstufen der Menschen halten einander für verschiedene Rassen. Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können." Das war einmal, das hat sich aus meiner Erfahrung grundlegend verändert. Heute erkennen jüngere und ältere Menschen, dass sie sich hervorragend ergänzen können und sollten. Gerade in Lünen gibt es viele Beispiele dafür.

Ausgabe Nr. 23/2018: »Auf ein Wort« vom 06.07.2018: Verwaltung muss den Wandel gestalten: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht

„Wandel findet statt: In der Stadtgesellschaft, in der technologischen Entwicklung, innerhalb der Kommunalverwaltung. Unter diesen Rahmenbedingungen müssen Kommunen sich entwickeln. Sie müssen genau die Passform finden, die es ihnen ermöglicht, ihre Ziele stetig und effektiv zu erfüllen. Die Verwaltung ist ein vernetztes System, in dem ein langfristiger Wandel nur gelingt, wenn es ganzheitlich betrachtet wird.“

Zugegeben – diese Sätze stammen nicht von mir. Diese Erkenntnis haben Verwaltungsexperten der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) vermittelt. Auch wir, unsere Lüner Stadtverwaltung, müssen mit der Zeit gehen. Wir müssen uns zukunftssicher aufstellen – und damit sind Veränderungen verbunden.

Ausgabe Nr. 22/2018: »Auf ein Wort« vom 29.06.2018: WM = Wirtschafts-Meisterschaft: Lünen macht eine gute Figur auf dem Platz

Wenn auch, was mich wirklich schmerzt, unsere Nationalelf nach einer schwachen Performance ausgeschieden ist: Unsere Stadt hingegen hat einen guten Lauf, macht – Dank des Einsatzes vieler Akteure – eine gute Figur „auf dem Platz“ und läuft sich für das Finale warm. Obgleich wir ja alle wissen: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Und so dürfen wir uns auf den Lorbeeren nicht ausruhen.
Das Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer am Mittwoch hat deutlich gemacht: Dank der Anstrengungen der Wirtschafts-Akteure, der Kammern, der Politik und Bürgerschaft sind wir ein starkes Team, das sich gut aufgestellt und die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Ausgabe Nr. 21/2018: »Auf ein Wort« vom 22.06.2018: Meine Woche: Sportlich-sachlich, erfolgreich und nachdenklich

Wie war Ihre Woche? Ich hoffe, gut! Ich habe eine spannende und erfolgreiche Woche erlebt - und damit meine ich, Sie ahnen es, nicht die Spiele der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft. Die letzte Woche endete mit einer sportlichen Veranstaltung, an deren Intensität sich die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag ein Beispiel hätte nehmen können: Am vergangenen Freitag waren 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger meiner Einladung zur Radtour gefolgt, die diesmal 14 "Knackpunkte" des Lüner Fahrradwegenetzes zum Ziel hatten. Dabei haben wir sowohl gute Beispiele der Radwegeführung - wie die nachgebesserte Spur am Leezenpatt Höhe Holtgrevenstraße -, als auch optimierungswürdige Strecken wie die Querung am Krähenort unter die Lupe genommen. Herzlichen Dank allen Mitradlerinnen und Mitradlern sowie dem ADFC - und auch all denjenigen, die uns mit Tipps und Anregungen zum Streckennetz versorgt haben.

Ausgabe Nr. 20/2018: »Auf ein Wort« vom 15.06.2018: Herzliche Einladung: Bilanz der Sicherheitsdialoge am 20. Juni

Welche Erfahrungen haben die Kollegen der Ordnungspartnerschaften gemacht, die seit dem 1. Mai dieses Jahres gemeinsam auf Streife sind? Welche Aufgaben haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtservice? Was ist die Bilanz meiner Quartiersdialoge zum Thema "Sicherheit und Ordnung", zu denen ich Sie seit dem vergangenen Sommer in Lünen-Mitte, in Brambauer, Gahmen und Wethmar eingeladen habe? Über diese viele weitere Fragen möchte ich mit Ihnen am folgenden Mittwoch, 20. Juni 2018, um 17.00 Uhr im Rathaus-Foyer ins Gespräch kommen. Rede und Antwort stehen an diesem Nachmittag auch Lünens Polizeichef Frank Schulz sowie der Leiter unseres Ordnungsamtes, Bernd Wiesner. Moderiert wird die Veranstaltung vom ehemaligen Kölner Polizeipräsidenten, Klaus Steffenhagen.

Ausgabe Nr. 19/2018: »Auf ein Wort« vom 08.06.2018: Veranstaltungen sind Wirtschafts- und Imagefaktor für unsere Stadt

"Feste sind wie Sterne: Erst sie lassen das Firmament leuchten." Blicke ich zurück auf die vergangenen Wochen und Tage, dann weiß ich, dass dieses chinesische Sprichwort stimmig ist. Das stimmungsvolle Brami-Fest, das gefühlt ganz Brambauer mobilisiert hat, die gelungenen Feiern im Lüner Süden - dort hatten am vergangenen Wochenende sowohl die Süder Vereine als auch die Südpark-Freunde eingeladen - haben nicht nur mich, sondern alle Gäste sehr beeindruckt. Allen Helfern und Organisatoren sei in diesem Zusammenhang herzlich gedankt. Dabei dienen diese Veranstaltungen nicht nur der Geselligkeit, sie fördern auch den Zusammenhalt.

Ausgabe Nr. 18/2018: »Auf ein Wort« vom 01.06.2018: Herzliche Einladung zum Mitmachen: Stadtradeln und Tour zu "Knackpunkten"

Ich lade Sie herzlich zum Mitmachen ein: Stadtradeln und Tour zu "Knackpunkten" - Ein Loblied auf das Velo stammt ausgerechnet von einem berühmten Autobauer. Adam Opel schwärmte einst: "Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad." In der Tat dient Radeln nicht nur der körperlichen Fitness, es ist auch gut für unsere Umwelt, weil abgasfrei. Und so lade ich Sie herzlich zu zwei Radel-Events in Lünen ein - zum Stadtradeln am 3. Juni (ab 10 Uhr) und zur alljährlichen Bürgermeister-Radtour zu "Knackpunkten" am 15. Juni (ab 13 Uhr).

Ausgabe Nr. 17/2018: »Auf ein Wort« vom 18.05.2018: Wenn Vereine (F)feste Feiern - Wir helfen Ihnen bei der Planung

Endlich, die Freiluft-Saison ist eröffnet. Und sie beschenkt uns mit vielen Festen und Feiern: Ob Schützenfeste - wie in Niederaden an diesem Wochenende oder in Wethmar ab dem 31. Mai - oder Veranstaltungen der Vereine, Verbände und Kirchengemeinden, sie alle laden zum Mitfeiern und Verweilen ein und bereichern das Leben in unserer Stadt. Diese vielen bunten Feste machen unsere Lüner Stadtgesellschaft aus! Zugegeben: Wer große Veranstaltungen plant, muss bestimmte Rahmenbedingungen erfüllen. Das beginnt mit Gema-Gebühren für Musik-Nutzung und endet mit der Genehmigung für Zelte, Aufbauten und Ausschank. Da behält nicht jeder den Durchblick, was mit wem abzustimmen ist. Das weiß ich aus vielen Gesprächen mit ehrenamtlichen Veranstaltern.

Ausgabe Nr. 16/2018: »Auf ein Wort« vom 11.05.2018: Westdeutsche Volleyball-Meisterschaft zeigt eindrucksvoll: Sport-Ereignisse sind ein wichtiges Marketing-Instrument

Noch heute geraten eingefleischte Fußball-Fans landauf, landab ins Schwärmen, wenn sie den Namen "Lünen" vernehmen: "Das ist doch die Stadt mit dem Lüner SV", erinnern sie sich an die größten Erfolge unseres Vereins in den 60er- und 70er-Jahren. In dieser Zeit spielte er mehrfach in der zweithöchsten deutschen Fußballklasse. Im Sommer 1963 wurde der LSV zunächst Westfalenmeister und später Westdeutscher Meister. Was zeigt: Sport trägt nicht nur erheblich zur Lebensqualität in unserer Stadt bei und ist damit nicht nur Standortfaktor, sondern kann auch wichtiger Bestandteil des Stadtmarketings sein. Sportvereine und auch Sportereignisse sind Aushängeschild für unsere Stadt.

Ausgabe Nr. 15/2018: »Auf ein Wort« vom 04.05.2018: Tarifabschluss im öffentlichen Dienst: Nicht nur ein Grund zum Jubeln

"Mit Nüssen lassen sich nur Affen bezahlen." Irgendwie mag ich diesen Spruch des Herrn Sorrentino, dem Ex-Concierge des Nobel-Hotels Adlon. Er förderte seine Mitarbeiter mit außergewöhnlichen Maßnahmen - wie Geschenken als Belohnung - und für die Branche überproportional hohen Gehältern. Diese dankten es ihrem Chef durch eine hohe Dienstleistungsbereitschaft und große Loyalität. Über Fachkräfte-Nachwuchs musste sich Raffaele Sorrentino nicht beklagen. Klar: Gute Leistung muss auch angemessen bezahlt werden. Vor diesem Hintergrund halte ich den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst für absolut gerechtfertigt. Zumal vor allem die mittelgroßen und kleinen Kommunen große Schwierigkeiten haben, gutes, weil qualifiziertes Fachpersonal zu finden. Da stehen wir auch als Stadt Lünen im harten Wettbewerb zur so genannten "freien Marktwirtschaft", die ihre Belegschaft in der Regel besser bezahlt und auch schnelle Karrieren ohne lange Planstellen-Diskussionen fördern kann.

Ausgabe Nr. 14/2018: »Auf ein Wort« vom 27.04.2018: »Das Derivate-Desaster«

Was könnte eine überschuldete Stadt wie Lünen mit 34 Millionen Euro nicht alles anfangen? Schulen und Kitas bauen, das Bildungs- und Kulturangebot verbessern, Sport und Ehrenamt fördern. Ca. 34 Millionen Euro - diese Feststellung war das Ergebnis der Vorberatungen im Haupt- und Finanzausschuss am letzten Donnerstag - fehlen in der Stadtkasse. Das sind die bitteren Folgen eines Ausflugs der Stadt in spekulative Finanzgeschäfte, die in den Jahren 2007 bis 2011 getätigt wurden. Seit 2012 hat sich die Stadt gegen die Verluste aus diesen so genannten Derivatgeschäften mit insgesamt drei Klagen gewehrt. Nach mehreren Instanzen haben die ehemaligen Vertragspartner nunmehr einen Vergleich geschlossen, um einen Schlussstrich zu ziehen. Das hatte der Rat der Stadt in seiner Sitzung vom 08.03.2018 mit breiter Mehrheit so beauftragt.

Ausgabe Nr. 13/2018: »Auf ein Wort« vom 20.04.2018: Bürgerschaft darf für Beiträge auch entsprechende Leistung erwarten

Wir leben gemeinsam in einer Stadt - und ein Gemeinwesen lebt davon, dass alle an einem -Strang ziehen und ihre Beiträge dazu leisten, dass eine Stadt funktioniert. Diese Beiträge sind unterschiedlicher Art. Sie können persönlichem (Arbeits-)Einsatz oder aus (Geld-)Beiträgen bestehen. Das hört sich einfach und plausibel an. Wenn dann aber nach einer Straßenerneuerung der so genannte "Beitragsbescheid" ins Haus flattert, geraten die meisten ins Schwitzen. Denn da geht es häufig um mehrere Tausend Euro, mit denen die Hauseigentümer je nach Straßentyp und -Ausstattung sich an den Kosten der Stadt beteiligen müssen.

Ausgabe Nr. 12/2018: »Auf ein Wort« vom 13.04.2018: Bürgerinnen und Bürger helfen als "Augen und Ohren" vor Ort, unseren Service zu verbessern

Viele werden sich noch an die Zeiten erinnern, in denen an der Spitze der Verwaltung ein hochdotierter Stadtdirektor amtierte, der die Kommune auch in Rechtsangelegenheiten vertrat. Der - ehrenamtliche - Bürgermeister neben ihm wurde vom Rat gewählt und durfte die Stadt repräsentieren. Seit 1999 - der Landtag beschloss diese Reform schon 1994 - gibt es in NRW-Rathäusern keine Doppelspitze mehr. Der von der Bürgerschaft gewählte Bürgermeister ist Chef der Verwaltung und Repräsentant der Stadt in einer Person. Das ist, so habe ich es in den vergangenen zweieinhalb Jahren meiner Amtszeit erfahren, häufig ein Spagat, will man beide Funktionen voll ausfüllen. Mein Anspruch an das Bürgermeisteramt ist es, die Verwaltung fit für die Zukunft zu machen...

Ausgabe Nr. 11/2018: »Auf ein Wort« vom 23.03.2018: Der Spaten und das Osterfest sind Symbole für Aufbruch und den Neubeginn

Den Spaten schwingen - das gilt nicht nur ab dem Frühjahr für die Gartenarbeit, sondern gehörte in den vergangenen Tagen auch zu den Aufgaben des Bürgermeisters und seiner Stellvertreter. Nicht, dass ich mich über diese körperliche Arbeit beklagen möchte, ganz im Gegenteil: Derart viele Spatenstiche wie in den vergangenen Wochen habe ich selten erlebt und aktiv mitgemacht. Die Caritas in unserer Stadt hat gleich zweimal dazu eingeladen, "an die Schüppe" zu kommen: In der südlichen Innenstadt entsteht das neue Verwaltungsgebäude des Verbandes, vor wenigen Tagen wurde auch der Baubeginn des Caritas-Seniorenzentrums in der Mersch symbolisch eingeläutet.

Ausgabe Nr. 10/2018: »Auf ein Wort« vom 18.03.2018: Ausgezeichnete Kulturpreisträger

"Kultur gibt es bei uns nicht nur im Beutel!" - So lautete ein ehemaliger Werbeslogan des Landes NRW. Diese Anspielung bezog sich einerseits auf den Kulturbeutel als Reise-Utensil, andererseits auch darauf, dass die Kultur frei und sichtbar ist - und dies bleiben muss. An diesen Slogan erinnere ich mich, wenn wir am heutigen Sonntag den Kulturpreis der Stadt Lünen vergeben: Der Lüner Filmemacher Michael Kupczyk und der Jung-Musiker Julius Schepansky werden für ihr künstlerisches Wirken ausgezeichnet. Beide stehen als Lüner Kulturbotschafter in besonderer Weise für eine sichtbare, für eine hörbare Kunst. Und auf beide Kulturschaffende können wir sehr stolz sein.

Ausgabe Nr. 9/2018: »Auf ein Wort« vom 09.03.2018: Panevéžys feiert 100 Jahre Litauen mit Lünern: Brücke der Städtefreundschaft weiter ausbauen

Wir leben in verrückten Zeiten. Statt global zusammenzuwachsen und zusammenzustehen, grenzen wir uns immer weiter voneinander ab - die Hilflosigkeit im Syrien-Krieg und Trumps Wirtschaftsisolation sind nur zwei aktuelle Beispiele dafür. Umso wichtiger ist es, dass wir in Europa den Schulterschluss suchen - und finden. Daher bin ich voller Erwartungen, wenn ich an diesem Wochenende meine erste Reise nach Litauen in unsere Partnerstadt Panevéžys antrete. Der baltische Staat feiert seinen 100. Geburtstag mit vielen Aktivitäten und Begegnungen, die auch das Leben in Panevéžys drei Tage lang prägen. Der Einladung der Stadtspitze von Panevéžys bin ich aus mehreren Gründen gerne gefolgt...

Ausgabe Nr. 8/2018: »Auf ein Wort« vom 02.03.2018: »Lünen an der Lippe - eine tolle Stadt, die unser Herz im Sturm erobert hat. Lünen an der Lippe - eine starke Stadt, wo das Leben das gewisse Etwas hat.«

Dass ich als Bürgermeister von diesen Zeilen überzeugt bin, sollte niemanden überraschen. Das Besondere ist, dass diese Worte von Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Bußmann-Schule gewählt wurden, um in einem Song zur 675-Jahrfeier unsere Stadt zu beschreiben. Die Überzeugung der jungen Menschen, dass Lünen eine tolle, lebenswerte Stadt mit "dem gewissen Etwas" ist, lässt mich auch in die Zukunft optimistisch schauen. Entstanden ist das Lied übrigens in einer Gemeinschaftsproduktion der Heinrich-Bußmann-Schule mit dem bekannten Lüner Rocksänger der Axxis-Band, Bernhard Weiß. Gemeinsam entwickelten die Jugendlichen den Text, den sie selbst als "Liebeserklärung an ihre Heimat" bezeichnen.

Ausgabe Nr. 7/2018: »Auf ein Wort« vom 24.02.2018: Europa im Kopf...

"Europa ist für uns und für die Zukunft von entscheidender Bedeutung." Wie zutreffend diese Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker sind, verdeutlicht die derzeitige Ausstellung zum Europäischen Sozialfonds im Rathaus. Zwar ist uns Europa in unserem Alltag häufig weniger präsent, als die Kommunal-, Landes, oder Bundespolitik. Tatsächlich aber entstehen die Hälfte aller Gesetze und Verordnungen, die für uns Städte gelten, auf EU-Ebene. Und auch bei den finanziellen Hilfen und Fördermitteln ist die EU neben Land und Bund unser größter Unterstützer. Nicht nur für städtische Projekte wohlgemerkt, sondern auch für viele Organisationen, Institutionen und Unternehmen in Lünen.

Ausgabe Nr. 6/2018: »Auf ein Wort« vom 16.02.2018 - Löwe trifft auf Bären: Delegation wirbt fürs Kinofest

Wenn sich die Stars in Berlin ein Stelldichein geben, dann ist es auch für die Delegation aus der Lippestadt Zeit, in die Bundeshauptstadt aufzubrechen. Unter dem Motto "Berliner Bär trifft Lüner Löwen" wird allerdings keines der derzeit dort so reichlich angebotenen Polit-Theaterstücke besucht. Vielmehr rühren die Vertreterinnen und Vertreter aus unserer Stadt kräftig die Werbetrommel für das Lüner Kinofest, das sich 2018 zum 29. Mal jähren wird. Ich freue mich sehr darauf dabei zu sein, wenn die Cineasten an der Spree auf die Filmfreunde von der Lippe treffen. Denn wir können sehr stolz auf unser Kinofest sein - und dürfen dies auch mal ruhig zeigen. 

Ausgabe Nr. 5/2018: »Auf ein Wort« vom 09.02.2018 - "Helau!" und "Alaaf!"

Die Karnevalstage sind derzeit in vollem Gange. Und selbst wer ansonsten kein großer Freund der sogenannten fünften Jahreszeit ist, kann sich an diesen Tagen kaum dem bunten Treiben aus kreativen Kostümen, spitzzüngigen Karnevalswagen und ausgelassenen Menschen entziehen. Doch Karneval feiern bedeutet in meinen Augen noch mehr, als rote Pappnasen, auffällige Perücken und wild gemusterte Outfits. So sind die tollen Tage auch ein Beispiel dafür, die Buntheit und Vielfalt einer Gesellschaft zu schätzen, zu feiern und sogar anzustreben. Denn so unbeschwert und vorurteilsfrei, wie sich Narren und Jecken momentan aller Orten in den Armen liegen, sind sie doch das beste Vorbild dafür, Vielfalt und Offenheit zu leben. Ganz einfach, ohne lange Diskussionen, bürokratische Akte und integrative Prozesse. Sondern einfach als Menschen mit unterschiedlichen Vorgeschichten, Hintergründen und Meinungen, aber einem gemeinsamen Interesse.

Ausgabe Nr. 4/2018: »Auf ein Wort« vom 02.02.2018 - Gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung setzen: Grüne Bänder zum Tag der Kinderhospizarbeit

Grün, das ist die Farbe der Hoffnung und der Zuversicht. Es ist eine Farbe, die Mut macht. Und Mut machen, gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung setzen, das ist genau das, was wir am 10. Februar, dem Tag der Kinderhospizarbeit, tun möchten. Selbst gesund zu sein und auch unsere Kinder zu gesunden Erwachsenen heranwachsen zu sehen, das wünschen wir uns alle. Nur allzu häufig ist diese Gesundheit für uns jedoch selbstverständlich und wir verlieren den Blick dafür, was für ein Geschenk sie ist. Wir vergessen schnell, dass nicht allen Familien dieses Glück zuteil ist. Am kommenden Samstag möchte ich uns alle deshalb dazu einladen, uns nicht nur bewusst an das eigene Glück zu erinnern, sondern vor allem mit allen Kindern, Eltern und Familien Solidarität zu beweisen, die weniger Glück haben.

Ausgabe Nr. 3/2018: »Auf ein Wort« vom 26.01.2018 - In unserer Trauer haben uns viele Menschen gestützt

"Es ist sehr wesentlich, zu unterscheiden zwischen dem, was man vergessen kann, und dem, was man nicht vergessen darf." An dieses Zitat des deutschen Lyrikers Erich Limpach habe ich in den letzten Tagen häufig gedacht. Die Bluttat an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, bei der ein junger Lüner Schüler ums Leben kam, steckt uns noch allen "in den Knochen". Und das wird auch noch lange so bleiben. Denn unsere Gedanken kreisen unaufhörlich um das Opfer, um die Familie, um die Schulgemeinschaft. Meine Gedanken sind in diesen Tagen auch auf die vielen Menschen gerichtet, die ihrer Trauer auf vielfältige Art und Weise Ausdruck verliehen haben - ob während der Schweigeminute am Mittwoch an den Schulen und im Rathaus, durch ihre Einträge in die Kondolenzbücher oder ihre Telefonate, Briefe und Mails. Sie alle haben versucht, das Unfassbare in Worte zu fassen. Sie alle haben unsere Stadtgemeinschaft gestützt und unterstützt und uns das Gefühl gegeben, in unserer Betroffenheit nicht alleine zu stehen. Dafür danke ich allen sehr herzlich.

Ausgabe Nr. 2/2018: »Auf ein Wort« vom 19.01.2018 - Zeichen gegen Gaffer und Gewalt: Zollen wir unseren Rettern Respekt

Erinnern Sie sich noch an "Grisu", den kleinen italienischen Zeichentrick-Drachen aus den siebziger Jahren? Dessen größter Traum es war, Feuerwehrmann zu werden? Ich habe gehört, dass er auch heute noch das Maskottchen vieler Jugendfeuerwehren und nach wie vor sehr beliebt ist. Freilich - die Herausforderungen an die Feuerwehr sind in den letzten Jahren immer größer geworden. Und "Grisu" käme heute allein mit Helm und Löschschlauch nicht mehr zurecht. Auch unsere Feuerwehr hat sich immer breiter aufgestellt. Die Einsätze sind nicht nur von Know-how und Mut, sondern auch von Technik geprägt, die es zu beherrschen gilt.

Ausgabe Nr. 1/2018: »Auf ein Wort« vom 12.01.2018 - Mein Vorsatz für 2018 lautet: Lünen wird Bürgerkommune

Silvester, der Übergang vom alten in ein neues Jahr ist für gewöhnlich ein guter Grund in netter Gesellschaft zu feiern, fröhlich zu sein und miteinander anzustoßen. Und doch bieten dieser Abschluss eines Jahres und der Beginn eines neuen immer auch Anlass zum Innehalten. Zum Reflektieren des Vergangenen - und um einen ersten Blick in die Zukunft zu wagen. Häufiger Sport treiben, gesünder Essen oder gar das Rauchen aufgeben - die Liste der "guten Vorsätze", die man in einer solchen Situation fasst, sind lang. Und der eine oder andere mag sicher sagen: Nützt doch eh nichts. Spätestens nach drei Wochen ist ja doch wieder alles beim Alten.

Doch da bin ich anderer Meinung. Denn hinter jedem Vorsatz steckt doch zumindest die Erkenntnis, dass etwas noch nicht ganz so gut läuft, wie es laufen könnte.