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Ausgabe Nr. 22/2018: »Auf ein Wort« vom 29.06.2018: WM = Wirtschafts-Meisterschaft: Lünen macht eine gute Figur auf dem Platz

Grafik einer sich drehenden Weltkugel mit dem Text »Digitalisierung« auf einer Umlaufbahn | Quelle: Pixabay
»Auf ein Wort« Ausgabe Nr. 22/2018 vom 29.06.2018:
»WM = Wirtschafts-Meisterschaft: Lünen macht eine gute Figur auf dem Platz«
(Abbildung: Weltkugel mit Text »Digitalisierung« | Quelle: Pixabay)

Wenn auch, was mich wirklich schmerzt, unsere Nationalelf nach einer schwachen Performance ausgeschieden ist: Unsere Stadt hingegen hat einen guten Lauf, macht – Dank des Einsatzes vieler Akteure – eine gute Figur „auf dem Platz“ und läuft sich für das Finale warm. Obgleich wir ja alle wissen: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Und so dürfen wir uns auf den Lorbeeren nicht ausruhen.

Das Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer am Mittwoch hat deutlich gemacht: Dank der Anstrengungen der Wirtschafts-Akteure, der Kammern, der Politik und Bürgerschaft sind wir ein starkes Team, das sich gut aufgestellt und die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Bei einer Umfrage unter den Teilnehmern rangierte erstmals ein anderes Thema als die Verkehrsentwicklung auf Platz 1: Die notwendige Digitalisierung unserer Stadt. Wir haben als Stadtverwaltung bekanntlich den Digitalen Bildungspakt Lünen gemeinsam mit dem Verein Pro Lünen, der Kreis-Berufsschule, den Kammern und dem Wirtschaftsförderungszentrum gegründet. Dieser Zusammenschluss hat es sich zum Ziel gemacht, die digitale Kompetenz an den Schulen zu erhöhen.

Jetzt machen wir uns aktuell auf den Weg, die Digitale Allianz Lünen zu schmieden. Denn wir kommen an diesem wichtigen Thema nicht vorbei und dürfen es nicht zulassen, dass uns andere Kommunen überholen.

Digitalisierung – das ist aus meiner Sicht viel mehr als E-Government, das wir derzeit einführen, um den Bürgerservice zu erhöhen. Es ist mehr als schnelles Internet und autonome Busse.

Digitalisierung ist längst zum Standort-Faktor geworden. Eine Stadt wie Wolfsburg beispielsweise richtet ihr Bildungsangebot danach aus. Lernen in allen Lebensphasen wird qualitativ hochwertiger und experimenteller. Das beginnt in der Kita mit frühkindlicher Förderung, setzt sich in der Grundschule mit Laptop-Klassen fort und in der weiterführenden Schule mit Experimentier-Räumen.

So ganz nebenbei: Robotik-Gruppen aus Lünen sind schon jetzt in internationalen Wettbewerben führend und sorgen für positive Schlagzeilen. Bei dieser Gelegenheit: Am 20. September werden die Mitglieder des Digitalen Bildungspaktes die besten Projekte von Lüner Schülerinnen und Schülern auszeichnen. An diesem Tag findet ab 14.30 Uhr im Lippe-Kolleg die „digitale Oscar-Verleihung“ statt.

Wir müssen Bildung als Haltung verstehen. Wir wollen neugierig und offen sein für Neues in allen Lebensphasen. Wir brauchen faire, individuelle und vielfältige Bildungszugänge für alle Bürgerinnen und Bürger – was weit über das Aneignen von Fakten und Informationen in Schulen, Universitäten und Betrieben hinausgeht. Eine moderne Bildungslandschaft schafft Netzwerke, in denen die Akteure Bildungsprozesse steuern und gestalten können.

Ein gutes Bildungsniveau ist für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt von entscheidender Bedeutung. Und auch aus diesem Grunde bin ich mit der Wirtschaftsförderung und der IHK unterwegs, um entsprechende Bildungseinrichtungen nach Lünen zu holen.

Die ersten Gespräche dazu sind terminiert. Ich bin sehr hoffnungsvoll, dass wir Erfolge verzeichnen können. Der Ball liegt auf dem Elfmeterpunkt. Jetzt gilt es, ins Tor zu schießen. 

Ich wünsche Ihnen ein schönes und sommerliches Wochenende.

 

Ihr

Jürgen Kleine-Frauns
Bürgermeister der Stadt Lünen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns

Assistentin des Bürgermeisters Anna Fischer