Herzlich Willkommen in Lünen!

Ausgabe Nr. 36: »Auf ein Wort« vom 17.02.2017

Polizei-Einsatzfahrzeug

Ordnungspartnerschaften: Nicht ohne Plan handeln - Wer ein Haus baut, der benötigt - nicht ohne Grund - einen Plan. Denn ohne Vermessungen und Bauzeichnungen würde im wahrsten Sinne des Wortes einiges schief laufen. So ist es aus meiner Sicht auch dringend notwendig, auch in Sachen Ordnungspartnerschaften nach Plan vorzugehen.

Auch ich halte Ordnungspartnerschaften mit der Polizei für eine sinnvolle Einrichtung in Lünen. Das habe ich auch bei meinem Stadtrundgang mit dem Dortmunder Polizeipräsidenten zu den "Brennpunkten" in Lünen betont. Es ist jedoch notwendig, dass wir zunächst überlegen, wo Handlungsbedarf in Lünen gegeben ist und in welcher Form. An diesem Handlungsbedarf muss sich der Personalbedarf orientieren. Daher halte ich den von der SPD zuletzt im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung geforderten Weg - erst drei Planstellen schaffen, dann mal schauen, was und wo wir etwas machen müssen - für einen vorschnellen und daher den falschen.

Denn erstens ist Lünen finanziell nicht auf Rosen gebettet. So können und dürfen wir es uns in diesen Zeiten nicht leisten, unsere Ausgaben ohne Not zu erhöhen. Und zweitens bedarf es erst eines Konzeptes um eine Ordnungspartnerschaft mit Sinn, Inhalt und Zielen durchzuführen.

Ich möchte, bevor wir in Personal investieren, erst einmal erfahren, wo den Lünerinnen und Lünern der Schuh drückt - wo wir handeln müssen und wie wir das tun können. Daher werde ich die Bürgerinnen und Bürger und die Ordnungskräfte zu Sicherheitskonferenzen in den Stadtteilen und in der Innenstadt einladen. Dies mit dem Ziel, mit der Anwohnerschaft ins Gespräch zu kommen und Problemfelder zu identifizieren.

Die Erkenntnisse aus meinen Gesprächen mit den Menschen in dieser Stadt werden uns aufzeigen, welche Maßnahmen wir ergreifen und mit welchen Projekten wir beginnen müssen.

Fest steht für mich: Ursachen von Kriminalität, Gewalt und Bedrohung müssen wir mit polizeilichem Einschreiten und strafrechtlichen Sanktionen begegnen - aber auch mit einem gemeinsamen sozialpolitischen Handeln. Denn Ordnungspartnerschaften - das beinhaltet auch die Bündelung aller Kräfte vor Ort. Dazu zählen auch Vereine, Verbände und Organisationen.

Wenn wir alle also ein Stück Verantwortung für unsere Nachbarschaft, für unser Quartier, für unseren Stadtteil übernehmen - wenn wir mehr hinsehen und nicht wegschauen -, dann machen wir unser Umfeld ein Stück weit sicherer. Lassen Sie uns also aufeinander aufpassen. Wenn dies dann auch noch zielgerichtet durch Ordnungskräfte flankiert wird, sind wir in Lünen auf dem richtigen Weg.

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,

Ihr

Jürgen Kleine-Frauns
Bürgermeister der Stadt Lünen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns

Assistentin des Bürgermeisters Anna Steinhoff