Herzlich Willkommen in Lünen!

Ausgabe Nr. 37/2018: »Auf ein Wort« vom 08.12.2018: »Werbetafeln in der Fußgängerzone - Stolperfalle oder Informationsquelle?«

Abbildung: Beispielfoto einer Werbetafel in der Fußgängerzone | Quelle: Stadt Lünen
»Auf ein Wort« Ausgabe Nr. 37/2018 vom 08.12.2018:
»Werbetafeln in der Fußgängerzone -
Stolperfalle oder Informationsquelle?«
(Abbildung: Werbetafel in der Fußgängerzone | Quelle: Stadt Lünen)

Eine derart belebte Innenstadt, so rühmte vor einigen Tagen ein Besucher aus einer Nachbarstadt, habe er tagsüber selten erlebt. In der Tat lockt der Weihnachtsmarkt zurzeit nicht nur Lünerinnen und Lüner in die City. Auch Gäste aus dem Umland kommen gerne zu uns, um die besondere Einkaufsatmosphäre in der Sternengasse zu erleben. Auch, wenn sich das Wetter derzeit nicht gerade von seiner winterlichen Seite zeigt: Schausteller und Händler scheinen zufrieden zu sein.

In diesen adventlichen Zeiten werben vor allem die Einzelhändler für ihre Angebote - in weihnachtlich geschmückten Schaufenstern oder mit Werbeklapptafeln, sogenannten "Kundenstoppern". Vor dem Imbiss machen sie auf das Tagesgericht aufmerksam, beim Bäcker auf das Brot der Woche, beim Handyladen auf den aktuellen Billigtarif.

Doch an den Klappständern scheiden sich die Geister: Für Händler ist der "Kundenstopper" eine effiziente Werbeplattform, für Kunden selbst mitunter eine wichtige Informationsquelle. Anderen stehen sie schlicht nur im Weg. Just für Blinde und Sehbehinderte, das habe ich am Freitag bei unserer Veranstaltung zum Tag der Menschen mit Behinderungen erfahren, ist der Spaziergang durch eine "zugestellte" Innenstadt ein schwieriges und mitunter auch gefährliches Unterfangen.

Um Wildwuchs in der City zu vermeiden, hat die Stadt in ihren Gestaltungsleitlinien festgelegt, wann und wo die Tafeln stehen und wie groß sie sein dürfen - nachzulesen unter www.luenen.de/medien/rathaus/ortsrecht/Gestaltungsleitlinien.pdf.

Der Spagat: Einerseits ist der Wunsch einiger Händler verständlich, die derzeit große Kundenfrequenz nutzen und zusätzlich Werbereiter aufstellen zu wollen. Denn eine florierende Innenstadt mit gesunden Geschäften ist in unser aller Sinne. Andererseits dürfen die Tafeln nicht zu Stolperfallen werden. Diese gegensätzlichen Positionen hat auch der Handelsverband Deutschland (HDE) im Blick. Eine Idealformel für Werbung im Straßenraum hat aber selbst diese Organisation nicht - dafür seien die Innenstädte zu verschieden.

Ihre Meinung zu diesem Thema interessiert mich sehr. Ich freue mich über eine Mail unter buergermeister@luenen.de. Meine Meinung zu "Kundenstoppern" ist folgende: Mit strengen Reglementierungen allein kommen wir nicht weiter. Auch hier gilt: In den Dialog eintreten - und dann schauen, was vernünftig und machbar ist. Im Sinne der Händler und der Passanten.

Genießen Sie das zweite Adventswochenende!

Herzliche Grüße

Ihr

Jürgen Kleine-Frauns
Bürgermeister der Stadt Lünen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns

Assistentin des Bürgermeisters Anna Fischer