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Ausgabe Nr. 62: »Auf ein Wort« vom 13.10.2017

Reizthema Verkehr: Gründe für Belastung sind vielschichtig
Bürgermeister-Kolumne Ausgabe Nr. 62 vom 13.10.2017: Reizthema Verkehr: Gründe für Belastung sind vielschichtig

Reizthema Verkehr: Gründe für Belastung sind vielschichtig - Ob in London, Lünen oder Lippstadt - hohe Verkehrsbelastungen sind für die Menschen in den Städten ein Ärgernis. Auch mich persönlich ärgert es sehr, wenn ich - egal wo - mit meinem Pkw im Stau stehe und nicht pünktlich meinen Zielort erreiche. Wie sehr dieses Thema unseren Bürgerinnen und Bürger an die Nerven geht, zeigt aktuell auch ein Facebook-Dialog dazu in der Gruppe "Du kommst aus Lünen, wenn…". Das Thema ist ein "Aufreger", die Debatte auf Facebook und in der Öffentlichkeit läuft jedoch weitgehend sachlich. Und auf die Bitte eines Bloggers, ich möge doch einmal in meiner Kolumne auf die öffentliche Debatte zur Verkehrssituation eingehen, will ich hiermit gerne reagieren:

Ja, zurzeit macht es keinen Spaß, mit dem Auto durch Lünen zu fahren. Aber: Nein, die Verkehrssituation wird nicht durch die Unfähigkeit städtischer Mitarbeiter verursacht. Die Gründe für die Staus sind vielschichtig:

  • Die Stadt optimiert derzeit die Ampelschaltungen in der Stadt. Dies ist, wie ein Blogger richtig bemerkte, eine komplexe Angelegenheit. Ampeln - auch Fußgängerampeln und Anforderungskontakte an Kreuzungen - müssen synchronisiert, alte Systeme aufeinander abgestimmt werden. Hinzu kommt, dass unser Ampelsystem mit dem der Behörde Straßen NRW und dem der Bahn gekoppelt werden muss. Das passiert nicht von heute auf morgen.

  • Auf dem städtischen Ring - das sind vornehmlich die Kurt-Schumacher- und Konrad-Adenauer-Straße - soll eine "grüne Welle" entstehen. Aus diesem Grunde sind die Knotenpunkte - an der Borker Straße, Cappenberger Straße, Münsterstraße und Kamener Straße - derzeit mehr belastet als sonst. Denn: Längeres Grün für den einen bedeutet längeres Rot für andere.

  • Aktuelle Baustellen - auch die der Bahn - führen zurzeit zu Engpässen auf den Straßen.

  • Es rollen mehr Fahrzeuge auf Lünens Straßen: Die Zahl der zugelassenen Pkw allein in unserer Stadt stiegen in den vergangenen vier Jahren um 5.000. Hinzu kommt, dass die Zahl der Ein- und Auspendler zunimmt.

  • Laster nutzen Lünen zunehmend als Schleichweg von Autobahn zu Autobahn. Das belastet vorwiegend die Lünener Straße und Kamener Straße - und folgend auch die gesamte Innenstadt. Schon vor zwei Monaten habe ich den Vorschlag gemacht, unsere Stadt für Lkw durchfahrtsfrei zu machen und uns dem Bundesverkehrsministerium für ein entsprechendes Pilotprojekt empfohlen. Da bleiben wir am Ball. Erst gestern hat der Bundestagsabgeordnete Michael Thews seine Unterstützung bei diesem Vorhaben bekräftigt.

  • Mit externen Experten und Unterstützung der Kammern haben wir uns auf den Weg gemacht, ein Mobilitätskonzept für Lünen zu entwickeln. Die ersten dafür notwendigen Daten werden derzeit erhoben.

Sie sehen: Es sind viele Räder, die wir bewegen müssen, um die Verkehrslage zu verbessern. Da sie alle nur effizient arbeiten, wenn sie ineinandergreifen, dauert es seine Zeit. Haben wir alle ein wenig Geduld.

Ich wünsche Ihnen ein sonniges und staufreies Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihr

Jürgen Kleine-Frauns

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns

Assistentin des Bürgermeisters Anna Steinhoff