Herzlich Willkommen in Lünen!

Was bedeutet...?

 

A, B »


...Altlasten?

Abfall- und Schadstoffablagerungen, beispielsweise verursacht durch Produktionsverfahren, unsachgemäße Lagerung oder Immissionen (Industrie- und Gewerbestandorte, Mülldeponien etc.)



...Arrondierung?

Abrundung von Flächen, nachträgliche oder zusätzliche Bebauung im Zusammenhang mit bestehenden Siedlungsbereichen



...Artenschutzprüfung?

Alle heimischen Tierarten stehen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Für die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ist daher bei allen Planungsvorhaben eine artenschutzrechtliche Prüfung erforderlich. Durch diese Prüfung sollen negative Auswirkungen auf bedrohte Arten ausgeschlossen werden.




...Außenbereich?

Gebiete außerhalb des räumlichen Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes und außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile (§ 35 BauGB).



...Baufläche?

Eine im Flächennutzungsplan für die Bebauung vorgesehene und nach der allgemeinen Art ihrer baulichen Nutzung dargestellte Fläche. Nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO) werden unterschieden: Wohnbauflächen (W), gewerbliche Bauflächen (G), Gemischte Bauflächen (M) und Sonderbauflächen (S).



...Baugebiet?

Im Bebauungsplan können die für eine Bebauung vorgesehenen Flächen nach der besonderen Art ihrer baulichen Nutzung festgesetzt werden. Nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO) werden unterschieden: Kleinsiedlungsgebiete (WS), reine Wohngebiete (WR), allgemeine Wohngebiete (WA), besondere Wohngebiete (WB), Dorfgebiete (MD), Mischgebiete (MI), Kerngebiete (MK), Gewerbegebiete (GE), Industriegebiete (GI) und Sondergebiete (SO).



...Bauleitplanung?

Die Selbstverwaltungsgarantie des Artikels 28 Grundgesetz (GG) beinhaltet auch die Planungshoheit der Gemeinde für ihr Gemeindegebiet, die im Rahmen der Bauleitplanung ihren Niederschlag findet.

Die Bauleitplanung steuert die Entwicklung der baulichen oder sonstigen Nutzung von Flächen (Grundstücken) in der Stadt. Man unterscheidet dabei zwischen vorbereitender Bauleitplanung - dazu  wird ein Flächennutzungsplan aufgestellt - und der verbindlichen Bauleitplanung. Darunter sind die aus dem Flächennutzungsplan entwickelten Bebauungspläne zu verstehen.

Für die Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung von Bauleitplänen ist ein förmliches Verfahren einzuhalten. Dies gilt sowohl für den Flächennutzungsplan wie auch für die Bebauungspläne. Das Verfahren ist in seinen Grundzügen für beide Pläne gleich. Der Flächennutzungsplan wird jedoch von der Bezirksregierung genehmigt. Die Bebauungspläne werden vom Rat der Stadt Lünen als Satzung beschlossen und sind damit Ortsrecht.



...Bauleitplan?

"Bauleitplan" ist in Deutschland der Oberbegriff für die vom Baugesetzbuch geregelten vorbereitenden Bauleitpläne (Flächennutzungsplan) und verbindlichen Bauleitpläne (Bebauungsplan).



...Bauordnungsrecht?

Festgeschrieben in der Bauordnung NW, enthält das Bauordnungsrecht Bestimmungen für die Sicherheit und Ordnung des Baus (z. B. Standsicherheit, Brandschutz, Abstandsflächen) und setzt fest, wann und wie gebaut werden darf. Ein Bauvorhaben ist nur dann genehmigungsfähig, wenn Planungsrecht und Bauordnungsrecht erfüllt sind.



...Baurecht?

Das Baurecht fasst Bauplanungsrecht, Bauordnungsrecht und alle sonstigen gesetzlichen Vorschriften zusammen, die bestimmte Anforderungen an bauliche Anlagen enthalten. Wichtige Grundlagen für das Baurecht sind das Baugesetzbuch (BauGB) und die Baunutzungsverordnung (BauNVO). Diese Gesetzeswerke regeln, was wo gebaut werden darf.



...Bebauungsplan?
auch B-Plan

Der Bebauungsplan ist ein für jedermann verbindliches Planungsinstrument der Kommune zur Umsetzung der Flächennutzungsplanung. Er regelt die Zulässigkeit von Bauvorhaben und enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen über Art und Maß der baulichen Nutzung für ein bestimmtes Teilgebiet in der Gemeinde. Der Rat beschließt einen Bebauungsplan, nach Abwägung der im öffentlichen Beteiligungsverfahren vorgetragenen Anregungen und Bedenken, als Satzung. Damit entsteht Ortsrecht, denn die Festsetzungen für die Zulässigkeit von Bauvorhaben sind für jedermann verbindlich. Ob und wann ein Bebauungsplan aufgestellt wird, liegt im Ermessen der Gemeinde. Die Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder gar Aufhebung erfolgt immer dann, sobald und soweit Regelungen für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich sind.

Der Bebauungsplan besteht aus der zeichnerischen Darstellung einer Fläche, den textlichen Festsetzungen und der Begründung. Diese fasst die städtebaulichen Ziele und Zwecke zusammen, erläutert die Auswirkungen der Planung und enthält Aussagen zu den Umweltbelangen.



...Biotop?

Natürlich entstandener oder von Menschen geschaffener Lebensraum für Organismen.


...Brache?

Fläche, die nicht mehr ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung (z.B. Bahngelände, Kaserne) entsprechend genutzt ist, sondern über einen längeren Zeitraum sich selbst überlassen wurde.

 

C, D, E, F »


... FFH-Richtlinie/FFH-Gebiet (Natura 2000)?

Die FFH-Richtlinie hat zum Ziel, besondere Tier- und Pflanzenarten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu entwickeln. Weitere Informationen beim Bundesamt für Naturschutz.


... Flächennutzungsplan?

auch FNP oder F-Plan

Was ist ein FNP?

Im FNP ist für das ganze Stadtgebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Stadt in den Grundzügen dargestellt. Der Flächennutzungsplan soll eine geordnete städtebauliche Entwicklung und eine dem Wohl der Allgemeinheit entsprechende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten. Er soll dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln.

Der FNP beschränkt sich zwar inhaltlich auf die Grundstücksnutzung, er soll aber auf der Grundlage einer politischen Zielsetzung der Stadt die Richtung der zukünftigen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung vorgeben.

Der FNP selbst schafft kein Baurecht, sondern bildet die planungsrechtliche Vorraussetzung für die verbindliche Bauleitplanung. Bebauungspläne müssen aus den Darstellungen des Flächennutzungsplans entwickelt werden. Die Aussagen des FNPs sind von anderen öffentlichen Planungsträgern zu beachten.

Was stellt der Flächennutzungsplan dar?

Der FNP der Stadt Lünen besteht aus der zeichnerischen Darstellung (Plan im Maßstab 1:10.000 auf der Grundlage der Deutschen Grundkarte) und dem Erläuterungsbericht.

Die im Plan dargestellten Nutzungen umfassen:

Die für die Bebauung vorgesehenen Flächen
- Wohnbauflächen, Gemischte Bauflächen, Gewerbliche Bauflächen, Sonderbauflächen

Die Freiflächen
- Grünflächen, Wasserflächen, Flächen für die Landwirtschaft, Flächen für Wald

Die Flächen für den Gemeinbedarf
- Schulen, Kirchen, Krankenhäuser, Kindergärten etc.

Die Flächen für den überörtlichen Verkehr und für die örtlichen Hauptverkehrszüge

Die Flächen für Versorgungsanlagen und für die Behandlung / Beseitigung von Abfällen und Abwasser

Diese "Darstellungen" sind die eigentlichen planerischen Festlegungen der Stadt.

Darüber hinaus werden Flächen gekennzeichnet, auf denen Maßnahmen zum Schutz künftiger Nutzungen zu treffen sind.

Weiterhin übernimmt der FNP nachrichtlich Planungen und Nutzungsregelungen nach anderen gesetzlichen Vorschriften, die unmittelbare Auswirkungen auf die Flächennutzung haben, z. B. Nutzungsbeschränkungen in Naturschutz- oder Wasserschutzgebieten.

Der FNP der Stadt Lünen ist seit dem 03. Februar 2006 rechtswirksam.



...Flächenrecycling?

Aufbereitung und Wiederverwendung von brachgefallenen Grundstücken für neue Nutzungen, insbesondere von aufgegebenen Industriestandorten. Häufig ist zunächst eine Sanierung von Altlasten erforderlich.

 

G, H, I, J »


...Immissionen?


Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Strahlen, Wärme und andere Emissionen, die auf eine Fläche einwirken



...Individualverkehr (IV)?

Alle einzelnen oder mit privaten Fahrzeugen durchgeführten Ortsveränderungen. Der Verkehr mit Kraftfahrzeugen (PKW, LKW oder Motorrad) wird als motorisierter Individualverkehr MIV bezeichnet.



...Innenbereich?

Gesamtheit der im räumlichen Zusammenhang bebauten Ortsteile eines Stadtgebietes (§ 34 BauGB). Die Stadt Lünen hat eine "Innenbereichssatzung", in welcher klar definiert wird, welche Flächen zum Innenbereich gehören.

 

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...Konversion?


Umnutzung ehemaliger militärischer Liegenschaften (z. B. Kasernen, Übungsplätze) für zivile Zwecke.



...Landschaftsplan?

Planungsinstrument des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Dabei weist der Landschaftsplan nicht nur wertvolle Schutzgebiete, wie Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete (NSG und LSG) aus, sondern trifft flächendeckend Ausweisungen zum Erhalt und zur langfristigen Entwicklung von Natur und Landschaft. Die gesetzliche Grundlage ist das Landschaftsgesetz des Landes NRW. Träger der Landschaftsplanung ist der Kreis Unna.



...Landschaftsschutzgebiet?

Gesetzlich geschütztes Gebiet mit Auflagen für die Bodennutzung.

 

...Nachnutzung?
auch Umnutzung

Änderung der ursprünglich zugedachten Nutzung eines Gebäudes oder einer Fläche


...Naturschutzgebiet?
Areal zum Schutz von Natur und Landschaft. Stärkste großräumige Schutzkategorie mit strengen Auflagen für Bewirtschaftung und Entwicklung.


 
...Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)?

Der ÖPNV kann in den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und den Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) unterteilt werden.

 

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...Regionalplan?


Der Regionalplan legt auf der Grundlage des Landesentwicklungsprogramms und des Landesentwicklungsplanes die regionalen Ziele der Raumordnung für die Entwicklung des Ballungraumes Ruhr und für alle raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen im Planungsgebiet fest. Darüber hinaus bildet der Regionalplan die Grundlage für die erforderliche Anpassung der Bauleitpläne der Städte und Gemeinden an die Ziele der Raumordnung. Träger der Regionalplanung ist der Regionalverband Ruhr (RVR).



...Schutzgebiete?

Flächen, für die aus Gründen des Natur-, Landschafts- und Wasserschutzes bestimmte Nutzungseinschränkungen und / oder Entwicklungsmaßnahmen gesetzlich vorgeschrieben sind.



...Siedlungsstruktur?

Gefüge der unterschiedlichen Flächennutzungen, Verkehrswege, Grünräume und Gestaltungselemente einer Siedlung.

Strukturbeschreibende Begriffe einer Siedlung sind u. a. Zentrum, Quartier, etc.



...Stadtplanung?

Stadtplanung ist eine Selbstverwaltungsaufgabe der Kommune. Ziel ist es, den Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger an ihre Gemeinde in baulicher, gestalterischer und entwicklungspolitischer Hinsicht gerecht zu werden. Grundlage ist die Selbstverwaltungsgarantie in Artikel 28 Grundgesetz, die auch die Planungshoheit der Gemeinde für das eigene Gemeindegebiet beinhaltet. Die Gemeinde bestimmt somit im Rahmen der geltenden Gesetze ihre Entwicklung selbst. Das Baugesetzbuch verpflichtet sie, so genannte Bauleitpläne (Flächennutzungs- und Bebauungspläne) in eigener Verantwortung aufzustellen. In der Stadtplanung werden somit unterschiedliche Meinungen und Bedürfnisse innerhalb der Gesellschaft abgewogen und eine Lösung erarbeitet.

 

...Suburbanisierung?
auch Stadtrandwanderung

Verlagerung von Bevölkerung, Versorgungseinrichtungen, Wohn- und Arbeitstätten ins Umland der Kernstadt; führt i. d. R. zur Zersiedelung und erzeugt ein hohes Verkehrsaufkommen.



...Träger öffentlicher Belange?
auch TöB

TöB bezeichnet Behörden und Stellen, deren Anhörung und Einbeziehung bei bestimmten (Bau-) Vorhaben gesetzlich vorgeschrieben ist. Dies sind die Behörden, die im Rahmen der Bauleitplanung von den Gemeinden gem. § 4 BauGB zu beteiligen sind, sofern der Aufgabenbereich dieser Behörden durch die Planungen der Gemeinden berührt ist. Die TöB haben ihre Stellungsnahmen innerhalb eines Monats abzugeben und sich dabei auf ihren Aufgabenbereich zu beschränken.

 

U, V, W, X, Y, Z »


...Umlegung?


Zur Neuordnung von Grund und Boden ist manchmal eine Baulandumlegung erforderlich. Hierbei handelt es sich um ein gesetzlich geregeltes Grundstückstauschverfahren, damit Grundstücke entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplanes bebaut oder genutzt werden können. Entscheidungen trifft als eigenständiges Gremium der Umlegungssausschuss. Die Geschäftsstelle ist bei der Verwaltung eingerichtet.



...Umweltprüfung?

Nach § 2 (4) Baugesetzbuch ist für die Aufstellung, Änderung oder Ergänzung von Bauleitplänen eine Umweltprüfung durchzuführen. In dieser Umweltprüfung (Umweltbericht) werden alle relevanten Umweltbelange (Boden, Wasser, Luft, Klima, Mensch, Tiere, Pflanzen und Landschaft) untersucht und bewertet. Zudem sind planungsbedingte Eingriffe in Natur, Landschaft und den Artenschutz zu ermitteln und ggfl. Ausgleichsmaßnahmen festzulegen.



...Verkehrsplanung?

Ziel der Verkehrsplanung ist die stadt- und umweltverträgliche Gestaltung des Verkehrssystems unter Beachtung der verschiedenen Verkehrsarten.


Verkehrsplanung in und für Lünen will

  • die Erreichbarkeit der Innenstadt verbessern,
  • Verkehrsstaus auf den Hauptverkehrsstraßen abbauen und
  • den Wirtschaftsverkehr stärken.



...Wanderungen?

Zu- und Fortzüge von Personen mit Bezug auf ein bestimmtes Gebiet z. B. einen Stadtbezirk. Die Differenz aus Zu- und Fortzügen ergibt eine positive oder negative Wanderungsbilanz für dieses Gebiet.



...Weiche Standortfaktoren?

Zu den weichen Standortfaktoren zählen die Umweltqualität, das Freizeit- und Kulturangebot, also insgesamt der Wohnwert einer Stadt. Die weichen Standortfaktoren spielen heute neben den klassischen "harten" Standortfaktoren (Verkehrsanbindung, Nähe zu Absatzmärkten usw.) eine erhebliche Rolle bei der Standortwahl von Unternehmen.



...Wirtschaftlicher Strukturwandel?

Entwicklung, bei der sich die jeweilige Bedeutung der unterschiedlichen Wirtschaftssektoren hinsichtlich Wirtschaftsleistung und Beschäftigtenzahl erheblich verschiebt.



...Wirtschaftssektor?

Teilbereich der Wirtschaft

Die Landwirtschaft und die Fischerei werden als primärer, die industrielle Produktion des verarbeitenden Gewerbes als sekundärer und der Dienstleistungsbereich als tertiärer Bereich bezeichnet.



...Zersiedelung?

Prozess des Ausuferns der Siedlungsflächen und der übermäßigen Inanspruchnahme der freien Landschaft durch meist gering verdichtete Siedlungsflächenerweiterungen in den Randbereichen von Verdichtungsräumen.


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