Datteln-Hamm-Kanal (DHK - km 14,1) im Stadtteil Lünen-Süd
Hafenmeisterin: Christine Manchen, Tel.: 01522 9517484
Detaillierteres Kartenmaterial finden Sie auf dem Geodatenserver des Regionalverbandes Ruhrgebiet.
Der Preußenhafen wurde 1924 als Kohleumschlagplatz für die Schachtanlagen in den Stadtteilen Horstmar und Gahmen errichtet. Mitte der 1960er Jahre auf das heutige Maß erweitert, verlor die Hafenanlage ab Ende der 1980iger Jahre ständig an Bedeutung als Umschlagplatz bis zum vollständigen Stillstand.
Die Umwandlung vom Kohlenhafen zum Wasserwander-Rastplatz setzt ein Signal für die Zukunft dieses Standortes und des Ortsteiles Lünen-Süd. Die touristische Nutzung durch Sportboote, für Freizeit und Wohnen am Wasser ist zukunftsbejahender Ausdruck für den Strukturwandel in der Region. In Ergänzung zum benachbarten Seepark wurde die touristische Bedeutung der südlichen Stadtteile deutlich gesteigert.
Herzstück des Wasserwander-Rastplatzes ist die 70 Meter lange und bis zu 11 Meter breite Anlegeplattform für Sportboote am Ostufer des Hafens. Der Abstand zur Wasseroberfläche beträgt 70 Zentimeter. Angehängte Schwimmstege mit einem Wasserabstand von 23 cm gewährleisten das bequeme Anlegen auch für andere Nutzergruppen wie, Kajaks, Kanus oder Schlauchboote.
Auch am Westufer des Hafens stehen Liegeplätze für Sportboote zur Verfügung. Die Verweildauer im Preußenhafen ist generell auf 72 Stunden begrenzt.
Die Fahrgastschifffahrt findet in diesem Bereich ebenfalls ihren Platz und ein Bootsdavit zum Einsetzen kleinerer Motoryachten, bis ca. 3 Tonnen Eigengewicht, ist vorgesehen.
Infrastruktur
Am Hafenbecken wird folgende Infrastruktur bereitgestellt
Am Ostufer des Hafenbeckens ist ein Hafenhaus mit zahlreichen Funktionen entstanden. Hier gibt es Informationen und Service, einen Kiosk mit Imbissbereich sowie Sanitäreinrichtungen mit Duschen und Waschgelegenheit, eine Spülküche und einen Trockenraum.
Das Hafenhaus ist nicht ausschließlich für Bootstouristen vorgesehen, sondern soll von Radtouristen und Wanderern als Anlaufstelle für touristische Information und auch von der Lüner Bevölkerung als Treffpunkt für individuelle Freizeitgestaltung mit "Wasserkontakt" genutzt werden.
Zwischen 4 und 6 Meter breit, führt eine Kanalpromenade, eingesäumt von einer Lindenallee und mit einer attraktiven Beleuchtungsanlage ausgestattet, um das gesamte Hafenbecken herum.
Mit der Promenade schließt sich eine Lücke im ausgezeichneten Lüner Radwegenetz. Ein Gewinn für Einheimische und Touristen.
Sie ist sowohl verbindendes Element für die Ost-West-Trasse am Kanal, als auch Ausgangspunkt für Radtouren in die Lüner Innenstadt oder das Umland mit seinen vielfältigen Sehenswürdigkeiten.
Der Mohrkran am Westufer des Hafenbeckens, Betriebszeit von 1964 bis 1996, ist imposante Erinnerung an die ursprüngliche Nutzung und regionales Erkennungszeichen zugleich. Als Wassermarke am Kanalkilometer 14,1 hat er Signalfunktion für die Adresse "Preußenhafen" und dient als unverwechselbarer Orientierungspunkt für Sportbootfahrer, Frachtschifffahrt und Ausflugsboote. Als Teil der "Route der Wasserkultur" ruft er die industrielle Vergangenheit der Kanäle und Häfen am Dattel-Hamm-Kanal in Erinnerung.
Bildimpressionen der Eröffnungsveranstaltung
Eine Bildergalerie der Eröffnungsveranstaltung finden Sie hier
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