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Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt - Stadtrundgang

Rathaus

Das 54 m hohe Rathaus wurde in den Jahren 1956 bis 1960 nach den Plänen der Berliner Architekten Werner Rausch und Siegfried Stein errichtet und von Willy Brandt am 5. Oktober 1960 eingeweiht.

Die Baukosten betrugen rund 9,5 Mio. DM. Das Gebäude umfasst 14 Stockwerke. Heute sind hier ca. 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung beschäftigt.

Am westlichen Rathauseingang befindet sich das im Jahr 2014 eröffnete Lichtkunstwerk Licht_blau. Dieses erinnert an die frühere Wassertreppe, im Volksmund „Elefantentränkte" genannt. Bei Dunkelheit erscheinen blaue, konzentrische Kreise auf der Oberfläche. Die blaue Fläche darf betreten werden. Seitliche Betonblöcke dienen als Sitzbänke und laden zum Verweilen ein.  

Der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen e. V. ist Initiator und Begleiter dieses Projekts.

 

 

Willy-Brandt-Platz mit Marktfiguren

Der Marktplatz ist seit 1910 der Ort des Wochenmarkts. Benannt wurde er nach dem ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt. Auf der westlichen Seite des Platzes befindet sich eine Windspiel-Skulptur mit Brunnen, deren 5 Fontänen das Wasser 2 Meter hoch sprudeln lassen.

Die Neugestaltung des Marktplatzes wurde 1989 mit Skulpturen von Andrzej Irzykowski abgeschlossen. Bei den Skulpturen handelt es sich um 3 Bronzefiguren, zusammengesetzt aus zwei Marktfrauen und einem vornehmen Gentleman. Die Figurengruppe symbolisiert Kommunikation und Handel, wie es auf dem Markt üblich ist.

Wochenmarkt: Dienstag und Freitag
Viktualienmarkt: Samstag

Blick von der Lippebrücke, Graf-Adolf-Straße

Wussten Sie, dass 1 Tropfen Wasser für 1 km auf der Lippe 30 Minuten benötigt?

Die Lippe ist ein Flachlandfluss, der sich über 214 Kilometer erstreckt. Dieser entspringt in Bad Lippspringe und mündet südlich von Wesel in den Rhein. In Lünen hat die Lippe den südlichsten Punkt.

Und wussten Sie: Graf Adolf von der Mark verlegte die Stadt Lünen in den Jahren 1336 bis 1341 vom nördlichen auf das südliche Lippeufer und verlieh 1341 Stadtrechte.

St. Marien-Kirche

bei der St. Marien-Kirche handelt es sich um eine neugotische Basilika. Erbaut wurde sie von 1894 bis 1896 nach den Plänen von Wilhelm Rincklake, Münster, als Nachfolgerin einer frühgotischen Hallenkirche.

In ihr wird das älteste Mariengnadenbildnis des Bistums Münster aus der Zeit um 1260 aufbewahrt. Auf dem Altstadtplatz erinnert die Sandsteinstele an die alte Stadt Lünen vor der Verlegung auf das südliche Lippeufer.

Persiluhr mit Ochsengruppe

Bis zur Zerstörung 1942 war die Persiluhr ein beliebter Treffpunkt in Lünen. Sie wurde 1983 neu aufgestellt. Zur Eröffnung gab es ein großes Fest. Auch heute noch ist sie an "Identifikationsmerkmal" in der nördlichen Innenstadt, an dem man sich gerne trifft.

Die Ochsengruppe in der Nachbarschaft, aufgestellt 1990, erinnert an die Bedeutung des mittelalterlichen Lünens als Handels- und Hansestadt am "Dänischen Ochsenweg" (sh. auch Lünen - alte Handelsstadt und Mitglied der Hanse).

Tobiaspark

Die heutige Parkanlage Tobiaspark wurde 1615 als Pest- und Fremdenfriedhof angelegt. Sie war als Begräbnisstätte bis 1918 im Gebrauch und ist heute ein Stadtplatz in der nördlichen Fußgängerzone.

Im Jahr 2013 wurde der vordere Bereich des Parks zur Fußgängerzone hin neu gestaltet. Heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz mit modernen Sitzgelegenheiten. Er bildet den größten innerstädtischen Spielbereich.

Judenmahnmal

Das Kunstwerk von Gerd Lebjedzinski wurde am 10. November 1993 der Öffentlichkeit übergeben. Es ist ein Mahnmal und erinnert an drei während der Reichspogromnacht 1938 in Lünen ermordete jüdische Mitbürger. Die vierte Säule steht für einen Juden, der an den Folgen der Misshandlungen später starb. Das Mahnmal befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Lippebrücke.

Ringstraße

Die Ringstraße ist sehenswert. Hier befinden sich die letzten in Lünen erhaltenen Fachwerksgademen (auch Gaden oder Gedem; einräumiges Haus oder Kammer) aus dem 18. Jahrhundert. In Gademen wohnten früher vorwiegend Tagelöhner, Witwen und Soldatenfrauen.

Alter Markt

Der Alte Markt war früher das Zentrum der Stadt. Bis 1968 befand sich dort das Rathaus und auch der Wochenmarkt fand hier bis 1910 statt. Heute befinden sich hier neben der St.-Georg Kirche Geschäfts- und Wohnhäuser.

An der Nordostecke vor den Schaufenstern (Haus Holthoff/Buchhandlung) befindet sich eine Gedenktafel für das alte Rathaus, an der Nordseite (Haus Mönninghoff) ist eine Gedenktafel für C. D. Wehrenbold, Gründer der Eisenhütte Westfalia, zu sehen.

Evgl. Stadtkirche St.-Georg mit Brunnen

Die Stadtkirche St.-Georg ist eine westfälische Hallenkirche und gleichzeitig das älteste steinerne Bauwerk in Lünen. Sie wurde von 1360 bis 1366 erbaut. Es handelt sich um eine dreischiffrige Kirche. Ihre Geschosse sind gleich hoch. Die Kirche stand früher auf dem höchsten Punkt der Stadt.

Sehenswert sind der spätgotische Flügelaltar aus dem Umkreis des Liesborner Meisters (um 1470) sowie das Triumphkreuz und der Taufstein.

Vor der Kirche befindet sich im Zugang zum Alten Markt ein achteckiger Brunnen mit den Wappen von Handwerksinnungen auf dem Brunnenaußenrand. Er stammt aus dem Jahre 1988.

Roggenmarkt

Der Roggenmarkt im Alten Quartier gilt als Standort des ersten Fröbel-Kindergartens in Westfalen, gegründet 1847 (Gedenktafel an der Pizzeria "Da Rocco"). Der von Helmut Schmidt gestaltete Brunnen erinnert mit der Figur eines Müllers an die ursprüngliche Funktion dieses kleinen Platzes. Früher fungierte dieser als Getreidemarkt.

Silberstraße

In dieser Straße wohnten früher die besser situierten Familien der Stadt. Die Fachwerkhäuser geben Aufschluss über das damalige Leben der Lüner Ackerbürger. Hier wohnten die Bürger, die vor den Toren der Stadt Landwirtschaft betrieben.

Zu sehen ist heute ein gut erhaltenes Ensemble von mehreren Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Zwei sehenswerte Deelenhäuser befinden sich in der Silberstraße 3 und 5. Das Gebäude Nr. 3 (ehem. Gastwirtschaft) wurde 1664 erbaut.

Mauerstraße

Wer genau hinsieht, kann es erkennen: Die Mauerstraße kennzeichnet den Verlauf der 1759 gebrochenen Stadtmauer. Ihre Reste dienen einer Reihe von Fachwerkhäusern aus dem 18./19. Jahrhundert als Kellerwand. Wird der Blickt auf die Straße hinunter gerichtet, ist der ehemalige, gebogene Mauerverlauf gut zu erahnen.

Herz-Jesu-Kirche

Die Herz-Jesu-Kirche ist eine neugotische Hallenkirche mit gut erhaltenen Chorfenstern. Sie wurde 1903/1904 nach Plänen des Paderborner Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig erbaut und befindet sich im südlichen Innenstadtbereich.

Die Kirche verfügt noch heute über gut erhaltene und sehenswerte Chorfenster.Das Geläut ist das Größte in Lünen. Es handelt sich um vier Stahlglocken mit insgesamt 6.835 kg Gewicht.

Scharoun-Schule

Das Gebäude der Scharoun-Schule zählt zu einer der bekanntesten Schulgebäude auf der Welt. Das ehemalige Mädchengymnasium ist der größte Gebäudeteil der heutigen Geschwister-Scholl-Gesamtschule und steht unter Denkmalschutz.

Er wurde vom berühmten deutschen Architekten Prof. Hans Scharoun von 1956 bis 1958 erbaut. Das Gebäude gilt als architektonisch bedeutendes Werk. Die Gestaltung des Gebäudes soll nach den Vorstellungen Scharouns Freiheit und Demokratie zum Ausdruck bringen. Sein Gedanke: Die Schule fungiert nicht mehr als reine Lehr -, sondern als Lebens- und Bildungsstätte. Ein Beispiel hierfür sind die wabenförmigen Klassenwohnungen mit jeweils eigenem Garten.

Wallgang

Der Wallgang ist ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung zwischen dem ehemaligen Flussbett der Seseke und der Mauerstraße.

Heute dient er als Teilstrecke des "Leezenpatt", eine fahrradfreundliche Nord-Süd-Verbindung mitten in der City.

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