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Coronavirus: Stadt appelliert an Bürgerinnen und Bürger

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Die Stadtverwaltung fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich im Hinblick auf die Verbreitung des neuartigen Coronavirus besonnen zu verhalten. „Wir appellieren da auch an das Verantwortungsbewusstsein der Lünerinnen und Lüner“, sagte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Dienstag (10.3.). Ziel müsse es ein, die Ausbreitung des Virus zu behindern und zu verlangsamen. „Dazu ist es zum Beispiel wichtig, dass wir uns alle an die Empfehlungen der zuständigen Behörden halten, was die Husten- und Niesetikette und das Händewaschen angeht“, so der Bürgermeister. In Lünen gibt es laut dem Kreisgesundheitsamt bisher keinen bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2.

Die Stadt hat die Strukturen aktiviert, die für solche Lagen vorgehalten werden. Es gibt ab dieser Woche einen Stab bei der Stadtverwaltung, bei dem die wichtigen Informationen zusammenlaufen. Grundsätzlich ist in der derzeitigen Situation die Gesundheitsbehörde beim Kreis die Autorität. „Wenn es aber beispielsweise darum geht, die Anweisungen des Gesundheitsamtes in Sachen häusliche Quarantäne umzusetzen oder wenn es darum geht, die von Minister Laumann angeordneten Veranstaltungsabsagen umzusetzen, dann kommt die Stadt als Ordnungsbehörde ins Spiel“, erklärt Bürgermeister Kleine-Frauns.

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte am Dienstagnachmittag die Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 zu erwartenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeordnet. In Lünen sei in den nächsten Tagen keine Veranstaltung von dieser Weisung aus Düsseldorf betroffen, hieß es aus der Pressestelle der Stadtverwaltung. Allerdings, so hatte Laumann betont, liege die Absage kleinerer Veranstaltungen in der Hand der Gesundheitsbehörden vor Ort und sei eine individuell zu treffende Entscheidung.
 
Bei der Stadtverwaltung selbst liegt derzeit das Augenmerk darauf, keine Infektionen unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verbreiten. „Wir halten die Kolleginnen und Kollegen dazu an, die Hygieneempfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung strikt zu befolgen und beispielsweise auf den Handschlag zur Begrüßung zu verzichten“, erklärte der Erste Beigeordnete Uwe Quitter, der für Personalfragen zuständig ist. Außerdem gelte wie immer, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Krankheitssymptome an sich feststellen, unbedingt zu Hause bleiben sollen. Die Stadtverwaltung bittet Bürgerinnen und Bürger, die sich krank fühlen oder Symptome einer Krankheit zeigen, auf Besuche im Rathaus zu verzichten.
 
Einen Plan hat man indes auch bei der Feuerwehr. „Wir sind auf die Ausbreitung infektiöser Krankheiten im Grunde immer vorbereitet“, sagt Lünens stellvertretender Feuerwehrchef Stephan Dörnbrack. Bei der Feuerwehr und beim Rettungsdienst liege das Augenmerk vor allem darauf, die Einsatzbereitschaft laufend aufrechtzuerhalten. „Da sind wir gut aufgestellt und ausgerüstet“, versichert Dörnbrack. Er wies zudem darauf hin, dass der Notruf 112 nicht geeignet sei, um medizinische Fragestellungen abklären zu lassen und die Notrufzentrale auch nicht der richtige Anlaufpunkt für einen eventuellen Test auf eine Infektion ist. Erster Ansprechpartner ist laut dem Kreis Unna der Hausarzt: Wer Anzeichen einer Erkältung mit Husten, Fieber und Atemnot hat und zusätzlich mit einer infizierten Person Kontakt hatte oder ein Risikogebiet besucht hat, sollte zu Hause bleiben und telefonisch die nächsten Schritte mit dem Hausarzt abklären.
 
Wer unsicher ist, kann zusätzlich auch die Hotline des Landesgesundheitsministeriums (0211 91 19 10 01) anrufen. Auch der Kreis Unna hat ein Infotelefon für allgemeine Fragen geschaltet. Die Rufnummer lautet 0800 10 20 205 und ist montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr zu erreichen.

Für Menschen, die einen begründeten Verdacht haben, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, hat das Gesundheitsamt im Kreishaus in Lünen eine zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme eingerichtet. Wer sich dort auf das Coronavirus testen lassen möchte, muss zunächst die 02306 100-555 (Mo.-Sa. 9-13 Uhr) anrufen. Unter der Rufnummer schätzen eine Ärztin oder ein Arzt anhand persönlicher Auskünfte das individuelle realistische Infektionsrisiko ein und entscheiden, ob ein Test notwendig und sinnvoll ist. In begründeten Fällen werden direkt Termine für die Probe-Entnahme per Rachenabstrich vergeben.
 
Die Stadtverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger dringend, umsichtig zu sein und die Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) zu befolgen, um sich vor Ansteckungen zu schützen. Die BzgA empfiehlt: Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen richtiges Husten und Niesen (in die Ellenbeuge), eine gute Händehygiene sowie das Abstandhalten zu Erkrankten (etwa ein bis zwei Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Auch auf das Händeschütteln sollte man laut der BzgA verzichten. Generell sollten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Detaillierte Informationen zum persönlichen Schutz und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich unter www.infektionsschutz.de.

Besonders in den sozialen Medien verbreiten sich zudem derzeit zahlreiche Gerüchte rund um das neuartige Coronavirus. Bürgermeister Kleine-Frauns bittet daher alle Lünerinnen und Lüner, sich aus verlässlichen und seriösen Quellen zu informieren. Der Kreis Unna stellt der Öffentlichkeit über die Medien und über soziale Netzwerke sowie im Internet unter www.kreis-unna.de immer die aktuellen Informationen aus dem Kreis bereit. Die Seite ist auch über www.luenen.de  erreichbar. Auf der Seite finden sich auch Links zu seriösen Institutionen, die über die Infektion informieren und darüber, wie man sie verhindern kann.

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Coronavirus: Stadt appelliert an Bürgerinnen und Bürger (Abbildung: Pixelio, Christian Daum)
Coronavirus: Stadt appelliert an Bürgerinnen und Bürger (Abbildung: Pixelio, Christian Daum)