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Behindertenbeirat der Stadt Lünen informiert: Wege zum Impfzentrum nach Unna

Erstellt von Kreis Unna/Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Lünerinnen und Lüner können sich aktuell ausschließlich im Impfzentrum in Unna impfen lassen. Wer einen Impftermin hat, muss also mit dem Auto oder mit dem Öffentlichen Personennahverkehr anreisen. Die Anreise mit dem Bus ist mit der schriftlichen Bestätigung des Impftermins auch kostenfrei möglich. Eine weitere Möglichkeit bietet der sogenannte "Taxischein". Darauf macht der Behindertenbeirat der Stadt Lünen aufmerksam.

"Da das Impfen eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, gelten für die Beförderung zum Impfzentrum die Vorschriften des Sozialgesetzbuches und die Richtlinien für Krankentransporte", erklärt Wolfgang Bennewitz, Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Lünen. Für die folgenden Personengruppen kommt eine solche Beförderung in Betracht:

  • Menschen einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "aG" (außergewöhnliche Gehbehinderung), "Bl" (blind) oder "H" (Hilflosigkeit) haben,
  • pflegebedürftige Menschen mit Pflegegrad 4 oder 5,
  • pflegebedürftige Menschen mit Pflegegrad 3, die zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität haben. Das heißt, der Schwerbehindertenausweis enthält den Buchstaben "G" (erhebliche Gehbehinderung).

Erster Ansprechpartner für den sogenannten Taxischein sei in der Regel der Hausarzt. "Der Hausarzt stellt im Voraus eine Verordnung für eine Krankenbeförderung aus. Der Arzt prüft dann, ob eine Berechtigung zum Ausstellen einer Verordnung vorliegt", erklärt Bennewitz. Auch die Krankenkasse müsse in bestimmten Fällen kontaktiert werden: Wer zu den pflegebedürftigen Menschen mit dem Pflegegrad 4 oder 5 oder zu den pflegebedürftigen Menschen mit dem Pflegegrad 3 und dauerhafter Beeinträchtigung der Mobilität gehört, benötigt laut Behindertenbeirat keine zusätzliche Genehmigung durch die Krankenkasse. Wer allerdings einen Krankentransportwagen braucht, müsse vorher eine Genehmigung der Krankenkasse einholen.

Auch Menschen, die im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen "aG" (außergewöhnliche Gehbehinderung), "Bl" (blind) oder "H" (Hilflosigkeit) sind, müssen sich gegebenenfalls die Genehmigung der Krankenkasse einholen. Wer unsicher ist, sollte sich aber in jedem Fall an die Krankenkasse wenden.

Wer alle nötigen Bescheinigungen eingeholt hat, sollte nicht direkt das Taxi rufen: "Bevor ein Taxi bestellt wird, muss außerdem die Frage geklärt werden, ob das Taxi-Unternehmen auch mit der Krankenkasse abrechnen darf. Wenn das Unternehmen das nicht kann, muss unter Umständen der Fahrpreis bezahlt und im Nachhinein selbst mit der Krankenkasse abgerechnet werden", macht Bennewitz deutlich.

Der Behindertenbeirat der Stadt Lünen steht für weitere Fragen und Informationen zum Thema telefonisch unter 02306 104-1462 (montags bis mittwochs jeweils von 8:30 bis 12:30 Uhr) zur Verfügung. Für Auskünfte zu den ÖPNV-Verbindungen empfiehlt der Behindertenbeirat die Fahrtwind-App der VKU.

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(c) Stadt Lünen; Behindertenbeirat der Stadt Lünen informiert: Wege zum Impfzentrum nach Unna
Hinweisschild Impfzentrum, Foto: Holger Gutzeit, Kreis Unna
(c) Holger Gutzeit, Kreis Unna; Hinweisschild Impfzentrum des Kreises Unna, Platanenallee 20 a