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Lärmaktionsplanung: Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   Startseite

Die Stadt Lünen ist - wie alle Kommunen in der EU - verpflichtet, einen Lärmaktionsplan aufzustellen. Damit sollen schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Lärm vermindert werden. Die Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung ist in der entsprechenden EU-Richtlinie mehrstufig angelegt, wobei der Untersuchungsbereich immer weiter ausgeweitet wird. Derzeit laufen die zweite und dritte Stufe. In diesen Stufen der Lärmaktionsplanung werden Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr in die Lärmaktionsplanung aufgenommen. Zur Stufe III ist nun die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger möglich.

Bereits im Winter lag der Lärmaktionsplan Stufe II zur Öffentlichkeitsbeteiligung aus. Er wurde vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am 25. Juni 2019 beschlossen und gilt damit als abgeschlossen. Die Aussagen der Stufe II sind noch allgemein gehalten und parallel wurde bereits an der Fortschreibung des Lärmaktionsplans gearbeitet. Dennoch gingen zur Stufe II bereits mehrere Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern ein. Hauptsächlich wurde darin Lärm durch LKW-Verkehr, durch Motorräder und durch Raser beklagt. Vor allem aber wurden konkrete Maßnahmen zur Abhilfe gegen Straßenlärm gefordert. Dies wird nun in Stufe III der Lärmaktionsplanung angegangen. Anhand der vom Land NRW bereitgestellten Daten hat der TÜV Rheinland im Auftrag der Stadt Lünen konkrete Lärmminderungspotentiale ermittelt.

Für sechs besonders belastete Straßenabschnitte wurden Maßnahmenempfehlungen entwickelt, die für die Anwohnerinnen und Anwohner zum Teil deutliche Reduzierung der Lärmpegel bedeuten würden. Zu den Abschnitten gehören Teile der Königsheide, der Münsterstraße, der Bebelstraße, der Cappenberger Straße, der Viktoriastraße und der Borker Straße. Ob die empfohlenen Maßnahmen tatsächlich verkehrsrechtlich angeordnet werden können, muss letztlich noch im Einzelnen geprüft werden. Grundsätzlich ist die Anordnung von Maßnahmen zum Schutz vor Lärm jedoch möglich. Andere Städte haben es bereits vorgemacht.

Der Entwurf der Stufe III des Lärmaktionsplans ist vom 15. Juli bis zum 6. September online einsehbar unter www.luenen.de/stadtplanung in der Rubrik "Aktuelles". Dort gibt es neben dem Lärmaktionsplan auch weiterführende Informationen. Stellungnahmen zu dem Entwurf können Bürgerinnen und Bürger ebenfalls dort abgeben. Der Lärmaktionsplan kann in dem genannten Zeitraum auch zu den allgemeinen Servicezeiten im Technischen Rathaus in der Abteilung Stadtplanung (Willy-Brandt-Platz 5, 3. Obergeschoss) eingesehen werden. 

Karte: Lärmbelastungs-Schwerpunkte in Lünen
Die Lärmbelastungs-Schwerpunkte in Lünen. Für Abschnitte der Königsheide, der Münsterstraße, der Bebelstraße, der Cappenberger Straße, der Viktoriastraße und der Borker Straße gibt es in der Stufe III des Lärmaktionsplans konkrete Vorschläge, um den Lärm zu vermindern. | Quelle: Stadt Lünen/TÜV Rheinland