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Brandgefahr wegen Hitze und Trockenheit: Grillverbot in Lünen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   Pressemitteilungen

In Lünen gilt ab sofort ein Grillverbot auf allen öffentlichen Flächen. Grund dafür ist die hohe Brandgefahr wegen der Hitze und der seit Wochen sehr geringen Niederschläge. Der Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hat die höchste Stufe 5 erreicht, auch den Waldbrandgefahrenindex hat der DWD auf Stufe 4 angehoben.

Laut einer Ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt Lünen ist das Grillen und der Umgang mit offenem Feuer ohnehin nur dort gestattet, wo entsprechende Schilder es erlauben. Mit einer Verfügung hat die Stadt heute das Verbot auch auf die offiziellen Grillplätze ausgeweitet. Das betrifft auch die Grillwiese im Seepark sowie die Grillplätze am Cappenberger See und in Brambauer. Nicht nur das Grillen ist verboten, auch der Umgang mit Shishas oder das Entzünden von Lagerfeuern ist nicht erlaubt.

Vor dem Erlass der Verfügung hatten die Feuerwehr und die Abteilung für Ordnungsangelegenheiten die Situation noch einmal in Augenschein genommen. „Offenes Feuer oder die Glut von Kohlen kann die ausgetrocknete Vegetation leicht entzünden und das kann dann sehr schnell gefährlich werden“, sagte Brandamtmann Torsten Rudel, der bei der Feuerwehr Lünen für den vorbeugenden Brandschutz zuständig ist. Die Feuerwehr mahnt auch, beim Rauchen vorsichtig zu sein und noch glühende Zigaretten nicht wegzuwerfen. Auch Glas sollte nicht achtlos im Freien liegengelassen werden, weil es wie ein Brennglas wirken und Feuer entzünden kann.

Die Verfügung gilt bis zum 30. September oder bis auf Widerruf.

Die Einhaltung des Grillverbots wird kontrolliert - insbesondere am Wochenende im Seepark. Dort sind neben Mitarbeitern des privaten Sicherheitsdienstes auch Mitarbeiter der Stadt Lünen im Einsatz. Auch der ruhende Verkehr wird überwacht: Wer falsch parkt, Rettungswege oder Einfahrten blockiert, erhält einen Strafzettel oder muss damit rechnen, abgeschleppt zu werden.

Verstöße gegen das Grillverbot werden mit einem Zwangsgeld von mindestens 50 Euro geahndet und können je nach Fall auf bis zu 1000 Euro steigen. Derartig hohe Strafen können verhängt werden, wenn die "Wild-Griller" die Natur schädigen, zum Beispiel, wenn die Glut die Grasnarbe verbrennt. Strafen drohen auch, wenn die Grillfreunde Müll oder Leergut in der freien Natur zurücklassen.

Brandgefahr wegen Hitze und Trockenheit: Grillverbot in Lünen
Brandgefahr wegen Hitze und Trockenheit: Grillverbot in Lünen