Online Services

Kitas müssen auch in Lünen schließen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Die NRW-Landesregierung hat am Freitag beschlossen, dass ab Montag Kinder im Alter bis zur Einschulung sowie Schülerinnen und Schüler keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtung oder „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ (Brückenprojekte) betreten dürfen. Das kommt einem generellen Betreuungsverbot gleich. Diese Nachricht erreichte die Lüner Stadtverwaltung am Freitagnachmittag. Mit der Maßnahme soll die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eingedämmt werden.

„Wir kommen der Weisung aus Düsseldorf natürlich nach. Am Montag bleiben die Kitas sowie die weiteren von der Landesregierung erwähnten Einrichtungen auch in Lünen geschlossen“, sagte der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Benedikt Spangardt. Man habe am Freitagnachmittag noch alle Kitas erreicht, sowohl die städtischen Einrichtungen als auch die in anderer Trägerschaft. Insgesamt gibt es in Lünen 42 Kindertagesstätten.
 
Auf Nachfrage habe die Stadt die Auskunft erhalten, dass Ausnahmeregelungen gelten für Fälle, in denen beide Eltern oder Alleinerziehende in der von der Landesregierung so genannten „kritischen Infrastruktur“ arbeiten. Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen können den Betrieb für diese Fälle ab Montag zunächst aufrecht erhalten. Voraussetzung hierfür ist laut der Landesregierung, dass die Kinder keine Krankheitssymptome zeigen, nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen oder standen und sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das vom Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist.
 
Der Stab Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadtverwaltung prüft die zur Verfügung stehenden Optionen und wird am Samstag entscheiden, wie diese vom Land geforderte Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur arbeiten, in Lünen organsiert werden kann.
 
In „kritischer Infrastruktur“ arbeiten laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration „Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und weiteres Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln“ sowie „Menschen die in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur“ tätig sind. Ob und wie darüber ein Nachweis erbracht werden muss, war am Freitagabend laut der Stadtverwaltung noch unklar.

Bitte lesen Sie auch die Pressemitteilung des Landes NRW zum Thema "Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie" vom 13. März 2020.

Kindertagesstätten müssen ab Montag auch in Lünen geschlossen bleiben.