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Notarzt-Versorgung wird ausgedehnt

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Ab Mittwoch (1. Juli) ist tagsüber in Lünen und Selm ein zweites Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) im Einsatz. Mitte März hatten Kreisausschuss und Kreistag den neuen Rettungsdienstbedarfsplan beschlossen. Dieser sieht für den Rettungswachenbereich Lünen/Selm ein zusätzliches NEF vor. Der Grund ist vor allem, dass die Zahl der Einsätze steigt. Im Jahr 2019 wurde das bestehende NEF 3.082 mal angefordert  

Besetzt wird das zusätzliche NEF von Ärztinnen und Ärzten aus dem Klinikum Lünen - St.-Marien-Hospital. Sie sind alle auch im Klinikalltag erfahrene Notfallmediziner aus der Klinik für Anästhesiologie oder den Medizinischen Kliniken. Die Fahrerinnen oder Fahrer - die immer ausgebildete Notfallsanitäter sind - kommen von der Feuerwehr Lünen. Das Fahrzeug mit der Funkkennung "Florian Lünen NEF 2" rückt von der Feuer- und Rettungswache an der Kupferstraße zu den Notfalleinsätzen aus. Dadurch ergibt sich eine zeitlich bessere Abdeckung des Stadtgebiets. Das bedeutet auch, dass sich die Notärztinnen und Notärzte des zweiten Notarzteinsatzfahrzeugs zukünftig an der Rettungswache aufhalten werden. Dort wurde eigens ein Zimmer für die Medizinerinnen und Mediziner eingerichtet. Die Besatzung des "NEF 1" wird weiterhin direkt am St.-Marien-Hospital stationiert sein.

Bei einem gemeinsamen Termin nahmen der Ärztliche Direktor des St.-Marien-Hospitals, Prof. Dr. Wolfram Wilhelm, und Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns das Einsatzfahrzeug und die neu geschaffene Infrastruktur in der Feuer- und Rettungswache an der Kupferstraße in Augenschein. Beide zeigten sich sehr erfreut über die Ausweitung der Notfall-Kapazitäten für Lünen und Selm. Prof. Wilhelm betonte die "immer schon hervorragende Zusammenarbeit von Klinikum Lünen, Stadt Lünen und der Feuerwehr Lünen" und versprach den Bürgerinnen und Bürgern "engagierte Notärztinnen und Notärzte, die die Bevölkerung sehr gut und auch sehr gerne versorgen werden." Damit das Notarzt-Fahrzeug zuverlässig besetzt werden kann, wird am Krankenhaus eine zusätzliche Arztstelle finanziert. Der Bürgermeister dankte sowohl dem Klinikum Lünen als auch der Feuerwehrführung für das Engagement und die Initiative, die eine schnelle Umsetzung der Vorgaben aus dem Rettungsdienstbedarfsplan ermöglicht hatten.   
 
Das zusätzliche NEF wird zunächst von 8 bis 16:30 Uhr besetzt, ab dem 1. Januar 2021 dann von 7 bis 19 Uhr. Als Fahrzeug wird ein 190 PS starker Mercedes Benz Vito genutzt, den die Feuerwehr bereits als Reserve-NEF im Fuhrpark hat.
 
Zusätzlich nutzten Prof. Wilhelm und Bürgermeister Kleine-Frauns den Termin bei der Feuerwehr, um zwei neue Rettungswagen zu begutachten, die ab Juli in Dienst genommen werden. Sie sind mit modernster Technik ausgestattet. Unter anderem ist eine elektrohydraulische Trage mit Patienteneinzugsystem verbaut, die es ermöglicht, bis zu 300 Kilogramm schwere Patientinnen und Patienten zu transportieren. Die beiden Fahrzeuge ersetzen die alten Wagen an den Rettungswachen in Brambauer und Horstmar.

Noteinsatzfahrzeug
(c) Stadt Lünen; Die Notarzt-Versorgung für Lünen und Selm wird erweitert. Bei einem Informationstermin an der Rettungswache an der Kupferstraße freuten sich darüber (v.l.n.r) Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Lünen Stephan Dörnbrack, der Ärztliche Direktor des St.-Marien-Hospitals Prof. Dr. Wolfram Wilhelm und der Teamleiter Rettungsdienst der Feuerwehr Lünen Tim Kewitz