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Lüner Gebäude erstrahlen orange

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November wird es auch in Lünen Aktionen geben, die auf diesen Tag aufmerksam machen. Lünens Gleichstellungsbeauftragte Heike Tatsch sagt: "Die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieses Tages zeigt sich unter anderem in der Statistik: In Deutschland wir im Durchschnitt alle fünf Minuten eine Frau bedroht, gestalked oder misshandelt. Jede dritte Frau in Deutschland war oder ist von sexueller oder körperlicher Gewalt betroffen."

Die besondere Herausforderung sei es in diesem Jahr, trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie auf dieses Thema aufmerksam zu machen, erklärt Tatsch. Weithin sichtbar werden beispielsweise am 25. November auf dem Rathausdach Flaggen der Menschenrechtsorganisation "Terre des femmes" gehisst. In den Abendstunden sollen außerdem das Rathaus, das Colani-Ufo sowie das Heinz-Hilpert-Theater orangefarben illuminiert. Die Farbe Orange und das Motto "Orange the world" stehen für Aktionen rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und die damit zusammenhängenden Anliegen. Die Beleuchtung wird finanziell von der Sparkasse an der Lippe unterstützt.

Am Aktionstag werden die Gleichstellungsbeauftragte, die Mädchen- und Frauenberatungsstelle des Frauenforums Unna sowie das Kommissariat Opferschutz der Polizei mit einem Infostand auf dem Marktplatz präsent sein. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr können interessierte Frauen und Mädchen Infomaterial erhalten oder sich beraten lassen.

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" hat außerdem die Aktion "Wir brechen das Schweigen" initiiert. Hieran beteiligt sich die Stadt Lünen, indem sie an einer Fotoaktion teilnimmt und die Rufnummer des Hilfetelefons (08000 116 016) verbreitet.

Heike Tatsch hofft insbesondere darauf, dass der Tag dazu beiträgt, dass vielen Lünerinnen und Lünern bewusst wird, wie weit Gewalt gegen Frauen noch immer verbreitet ist. "Vielen Menschen ist das nicht klar", sagt sie und zitiert den französischen Philosophen Jean-Paul Sartre: "Gewalt lebt davon, dass sie von den Anständigen nicht für möglich gehalten wird."

Die Geschichte dieses Internationalen Tag gegen Gewalt geht auf den Tod der drei Schwestern Mirabal zurück, die 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und schließlich ermordet wurden. Seit 1999 ist dieser Tag offiziell von den Vereinten Nationen als Gedenktag anerkannt. "Obwohl die Istanbul-Konvention - also das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt - bereits im Oktober 2017 von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert wurde, also geltendes Recht ist, besteht hier noch viel Handlungsbedarf", erklärt Tatsch.

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(c) UNWomenDeutschland; Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Lüner Gebäude erstrahlen orange