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Digitalisierung der Schulen: Geräte aus Sofortprogrammen sind bestellt

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Die Digitalisierung in den Schulen wird vorangetrieben. Dafür hat in diesem Jahr nicht zuletzt die Corona-Pandemie gesorgt. Die Stadt Lünen arbeitet derzeit daran, gleichzeitig mehrere Förderprogramme der NRW-Landesregierung so umzusetzen, dass die Schulen in Lünen möglichst bald von weiterer IT-Ausstattung profitieren können.

Die ersten Geräte aus den so genannten "Sofortprogrammen" des Landes werden im Februar bei der Stadt Lünen eintreffen. Die Förderrichtlinien zu den Programmen hatte die Landesregierung im Juli veröffentlicht. Lünen hatte versucht, die Ausschreibung über die kommunale Einkaufsgemeinschaft "KoPart" laufen zu lassen, mit dem Ziel, bereits Ende Oktober Geräte bestellen zu können. Die Ausschreibung ließ sich allerdings nicht realisieren, sodass die Stadt ein eigenes Vergabeverfahren startete. Mittlerweile ist der Großteil der Endgeräte bestellt.

Allerdings sind in der Corona-Pandemie die Lieferzeiten für digitale Endgeräte länger als gewöhnlich. Die Stadt rechnet damit, dass die etwa 2000 bestellten Gerät Mitte Februar 2021 eintreffen werden. Sobald sie da sind, beginnen die IT-Experten der Verwaltung damit, die Geräte - hauptsächlich Laptops und Tablets - einzurichten. Dafür plant die Stadt noch einmal drei Wochen ein. "Die Einrichtung ist unerlässlich für den späteren reibungslosen Ablauf in den Schulen", erklärt Michael Kuzniarek, Fachbereichsleiter für Personal, Organisation und IT bei der Stadt Lünen. Anschließend werden die Geräte an die Schulen ausgeliefert. Nach jetziger Projektlage soll dieser sogenannte "Roll-Out" Ende März abgeschlossen sein. "Letztlich ist unser Zeitplan aber auch vom Lieferanten abhängig", schreibt Kuzniarek in einem Brief an Reinhold Bauhus vom Sprecherkreis der Schulleiter, der auch den Mitgliedern des Schulausschusses vorliegt.

Mit den Geräten aus den beiden Sofortprogrammen werden alle Lehrerinnen und Lehrer ausgerüstet. Außerdem bekommen die Schulen Geräte für Schülerinnen und Schüler, die privat keinen Zugang zu einem geeigneten Gerät haben. Die beiden Sofortprogramme umfassen zusammen etwa 1,6 Millionen Euro.

Natürlich hätten die Schulen und auch die Stadt die Geräte gerne früher. "Die Schulleiter haben zu Recht darauf hingewiesen, dass sich die Schulen seit dem Ende der Herbstferien, bedingt durch die verschärfte Corona-Lage, wieder in einer schwierigen Situation befinden", sagt Michael Kuzniarek. "Die besonderen Probleme, die dadurch für die Schulleitungen entstehen, sind uns als Stadtverwaltung bewusst." Er erklärt aber beispielsweise auch, dass die Bearbeitung der Förderprogramme nicht einfach ist. So müssten beispielsweise die Sofortförderprogramme mit dem sogenannten DigitalPakt verzahnt und aufeinander abgestimmt werden. "Es gilt, bei den Sofortförderprogrammen die Anforderungen des Förderprogramms DigitalPakt mitzudenken, um die Förderungen insgesamt nicht zu gefährden", erklärt der Fachbereichsleiter. Im schlimmsten Fall drohe ein Ausfall von Fördergeldern und damit ein Schaden für den Haushalt der Stadt Lünen.

Das große Förderprogramm DigitalPakt läuft derweil ebenfalls weiter, "die Vorarbeiten zur Beantragung von Fördergeldern aus dem Digitalpakt sind in eine neue Phase getreten", sagte Kuzniarek. Die Stadt bereitet gerade die Anträge für die Fördermittel vor. Um das bewältigen zu können, setzt man im Rathaus auf die Unterstützung einer externen Beratungsfirma. Außerdem habe man, so Kuzniarek, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Schulträger intensiviert. Ende Juni 2021 soll der Förderantrag gestellt sein, es geht um etwa 4,7 Millionen Euro aus Düsseldorf.

Auch an einer anderen "Baustelle" gehen die Arbeiten voran: Die Stadt konnte kurzfristig den IT-Support für die Schulen verbessern. Für die Betreuung aller drei Schulen standen bisher drei Stellen zur Verfügung. Mittlerweile konnte die Stadt die angespannte Personalsituation durch zwei weitere Einstellungen etwas entschärfen. Michael Kuzniarek stellt weitere Verbesserungen in Aussicht: "Zwei weitere Stellen für den Support vor Ort und eine Stelle für Beschaffungsvorgänge sind im konkreten Besetzungsverfahren". Zudem habe man externe Dienstleister beauftragt, die bereits in einigen Schulen tätig seien. Auch ein detailliertes Support-Konzept ist in Arbeit, bereits Anfang 2021 will die Stadt eine erste Version vorlegen, auf deren Grundlage die Politik über die Einrichtung notwendiger Stellen entscheiden kann. Das detaillierte Konzept soll dann bis zum Sommer vorliegen. 

Beispielbild digitales Lernen, Pixabay
(c) Pixabay; Digitalisierung der Schulen: Geräte aus Sofortprogrammen sind bestellt