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Gutachten bestätigen: Lüftung in Schulen funktioniert, CO2-Ampeln sollen mehr Möglichkeiten schaffen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Das Lüften hat in der Corona-Krise neue Aufmerksamkeit bekommen. Insbesondere in Schulen und an anderen Orten, an denen Menschen zusammenkommen, soll – so die Empfehlung zahlreicher Expertinnen und Experten – regelmäßig gelüftet werden. So wird die Ansteckungsgefahr verringert, da sich das Virus unter anderem über Aerosole verbreitet.

Die Stadt Lünen hatte bereits im Herbst die Lüftungssituation in städtischen Gebäuden und insbesondere in Schulen überprüft und als gut bezeichnet. Über die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) hatte die Stadtverwaltung zusätzlich externe Gutachten in Auftrag gegeben, um die Situation auch noch einmal von dritter Seite überprüfen zu lassen. Dabei standen insbesondere die Schulen und Sporthallen im Fokus, die über Lüftungsanlagen verfügen.
 
Die Gutachten, für die ein Sachverständiger diese Gebäude im Hinblick auf die von ZGL vorgenommenen Einstellungen für den „Pandemiebetrieb“ betrachtet hat, liegen nun vor. Auf Basis von Bestandsaufnahmen vor Ort kam der Gutachter zu durchweg positiven Ergebnissen. Über Feinjustierungen konnte der Betrieb einzelner Lüftungsanlagen sogar noch optimiert werden. 
 
Zusätzlich empfahl der Sachverständige, CO2-Ampeln aufzustellen. Sie erleichtern es in der kalten Jahreszeit, zielgerichtet Räume zu lüften. Die Geräte zeigen an, wenn die Luft in einem Raum „verbraucht“ ist. Sie springen von Grün auf Gelb und schließlich auf Rot und fordern damit zum Lüften auf. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes und des Umweltbundesamtes besagen, dass die Geräte vor allem in Klassenräumen, Kita-Gruppenräumen sowie in Sporthallen sinnvoll eingesetzt werden können.
 
Die Stadt wird der Empfehlung nachkommen und für solche Räume CO2-Ampeln zur Verfügung stellen. In einem ersten Schritt beschafft ZGL 150 Ampeln, deren Verteilung an die Schulen und Kitas von den jeweils zuständigen Fachabteilungen der Stadtverwaltung koordiniert wird. Auch in Sporthallen sollen sie zum Einsatz kommen. Da die Hersteller weitgehend ausgelastet sind, können allerdings zunächst bei Weitem nicht alle Räume ausgestattet werden, in denen der Einsatz sinnvoll wäre.
 
Insbesondere für die Sporthallen hofft die Stadt, dass die Installation der CO2-Ampeln einen Zugewinn an Sicherheit bringt, der es erlaubt, den Schulsport wieder aufzunehmen. Sobald die Coronaschutzverordnung es gestattet, könnte mit der zusätzlichen Maßnahme auch Amateursport in den Hallen wieder möglich werden. Davon ausgenommen bleiben wohl zunächst die Turnhallen der Grundschule Am Heikenberg und der Matthias-Claudius- und Gottfriedschule. Hier ist eine ausreichende Durchlüftung gemäß der Vorgaben momentan nicht möglich. ZGL arbeitet zwar bereits an baulichen Lösungen, bis diese aber vorliegen, werden die beiden Hallen geschlossen bleiben müssen. Wann und unter welchen Bedingungen die anderen Hallen wieder genutzt werden könnten, entscheidet die Stadtverwaltung, wenn die CO2-Ampeln installiert sind.

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