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Stadt und Feuerwehr warnen: Eisflächen sind gefährlich

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Die Kälte der letzten Tage hat für eine Eisschicht auf den Gewässern in Lünen gesorgt. Die Feuerwehr und die Stadtverwaltung warnen allerdings davor, die Eisflächen zu betreten. Die Tragfähigkeit des Eises lässt an vielen Stellen ein Betreten nicht zu. Erst am Dienstagnachmittag (Dienstag, 9. Februar) war in Bergkamen-Oberaden ein zehnjähriger Junge auf einem zugefrorenen Teich eingebrochen.

Selbst wenn das Eis von außen tragfähig aussieht, sollte es nicht betreten werden: "Auch nach langen Frostperioden kann man oft nicht genau sagen, ob das Eis einen Menschen trägt", sagt Stephan Dörnbrack, kommissarischer Leiter der Feuerwehr Lünen. Die Warnung von Stadt und Feuerwehr gilt für alle Wasserflächen im Stadtgebiet. Die Stadt weist Eltern darauf hin, dass vor allem Kinder nicht unbeaufsichtigt in der Nähe von Gewässern spielen sollten. Auch Hundebesitzer sollten vorsichtig sein, wenn sie ihr Tier frei laufen lassen.
 
Ein Einbrechen in einen eiskalten See ist extrem gefährlich: "Eine lebensbedrohliche Unterkühlung tritt im Wasser sehr schnell ein", warnt Dörnbrack. Der Körper verliere im kalten Wasser rund 25 Mal schneller Wärme als an der kalten Luft. "Sinkt die Körperkerntemperatur unter 32 Grad, tritt eine lebensgefährlichen Hypothermie ein. Außerdem erschlaffen innerhalb von drei bis vier Minuten in kaltem Wasser die Muskeln, der Körper erlahmt. Eingebrochene können dann nicht mehr schwimmen und ertrinken", so der Leiter der Feuerwehr.
 
Falls es zu einem Unfall auf dem Eis kommt, rät die Feuerwehr rät davon ab, selbstständig Rettungsversuche zu unternehmen. Selbst aufs Eis zu gehen, kann für Retterinnen und Retter ebenfalls lebensgefährlich sein. Wer eine eingebrochene Person sieht, sollte sich nicht selbst in Gefahr bringen, sondern den Notruf 112 wählen. Bei Eintreffen der Feuerwehr sollte man sich bemerkbar machen und die Rettungskräfte einweisen.

Beispielfoto Cappenberger See
(c) Stadt Lünen; Der Cappenberger See am Mittwoch: Obwohl der See nicht besonders tief ist, ist schwer abzuschätzen, ob und wo die Eisschicht einen Menschen trägt.