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Von Klima und Klamotten: Das KLIMAfasten widmet sich dem Thema Textilien

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Bei der Aktion KLIMAfasten geht es in der aktuellen Woche um die Mode: "Fair fashion" statt "fast fashion" ist das Thema, zu dem die Initiatorinnen und Initiatoren des KLIMAfastens in dieser Woche eine Informationsveranstaltung anbieten. Zu Gast ist Carsten Elkmann von Fairtrade Deutschland. Er gibt am Mittwoch (3. März) ab 18 Uhr in einer Online-Veranstaltung einen Überblick über die Probleme in der Bekleidungsindustrie und vermittelt Alternativen, die alle im Alltag einfach umsetzen können.

"In Deutschland und Europa ist der Kleiderschrank in den meisten Fällen voll und viele möchten auch die neuesten Kollektionen haben: Ein neues Oberteil hier, eine neue Jeans dort - und das am besten noch super günstig. Da nimmt man dann auch gerne noch ein Teil mehr mit", illustriert Jasmin Sowik von der Stadt Lünen den Kern des Problems. Denn: "Wir vergessen dabei oft, dass das zum einen schlecht für unser Klima und unsere Umwelt ist und dass faire Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion oft nicht gegeben."   

So hätten die Kleidungsstücke, bevor sie in unseren Schränken landen, häufig schon eine ganze Weltreise hinter sich. Auch deshalb ist die Textilindustrie eine der größten Klimasünderinnen. Sie ist für etwa 1,2 bis 2,9 Milliarden Tonnen CO2 jährlich verantwortlich, konstatiert beispielsweise die Environmental Justice Foundation. Dazu kommen menschenunwürdige Produktionsbedingungen für Mensch und Umwelt in asiatischen Ländern, aus denen der Großteil unserer Bekleidung importiert wird.

"Wir können unsere Klamotten für wenig Geld kaufen, drei Monate im Schrank liegen lassen und wieder wegwerfen. Unternehmen können Unmengen zu Dumping-Preisen produzieren und den Überschuss einfach vernichten. Wenn wir unseren Planeten lebenswert halten möchten, müssen wir daran etwas ändern", sagt Jasmin Sowik. Hier setzt die Aktion KLIMAfasten an: "Es macht einen Unterschied, wenn Kaufentscheidungen hinterfragt werden. Als Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden wir bei jedem Einkauf, welche Produktionsweise wir fördern und welche wir ablehnen", so Sowik. Diese Haltung will die Aktion KLIMAfasten stärken.  

Daher wird Fairtrade-Referent Carsten Elkmann in der Online-Veranstaltung auch Hinweise dazu geben, was der oder die Einzelne tun kann, um bewusster und nachhaltiger Kleidung zu konsumieren. "Da gilt zum Beispiel der Grundsatz: Weniger ist mehr", kündigt Jasmin Sowik an. Kleidung könne man beispielsweise auch Second Hand kaufen oder tauschen. Kaputte Teile müssen nicht gleich in die Tonne: Oft kann eine Schneiderin oder ein Schneider das Stück reparieren. Bei neuer Kleidung sei es zudem sinnvoll, auf ein Fair Trade Siegel zu achten.

Mehr Informationen und konkrete Tipps gibt es im Online-Vortrag am Mittwoch. Da er Corona-bedingt nicht wie geplant in der Stadtkirche St. Georg stattfinden kann, laden die Organisatorinnen und Organisatoren zu einer Onlinekonferenz ein. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis Montag, 1. März, unter Angabe einer E-Mail-Adresse bei Jasmin Sowik anmelden (E-Mail an jasmin.sowik.41@luenen.de oder telefonisch unter 02306 104-1862) und wird dann zu der Online-Veranstaltung eingeladen.

Die Aktion KLIMAfasten ist eine Premiere in Lünen. In der Fastenzeit vor Ostern rufen die Stadt Lünen und die Lüner Initiative gegen Globale Armut (LIGA) gemeinsam mit der evangelischen Stadtkirche St. Georg sowie den Stadtwerken Lünen zum KLIMAfasten auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen versuchen, im Hinblick auf Klimaschutz und bewusst zu verzichten. "Das KLIMAfasten will auch deutlich machen, dass Klimaschutz nicht Verzicht bedeutet, sondern Spaß machen kann und mitunter die Lebensqualität verändert", erklärt Klimaschutzmanagerin Sandra Osowski. Um diesen Aspekt der Aktion zu unterstützen, gibt es in jeder Fastenwoche Veranstaltungen und praktische Tipps, zum Beispiel zur Vermeidung des klimaschädlichen CO2 oder zu nachhaltigen Alternativen.

Gruppenfoto Organisationsteam KLIMAfasten
(c) Stadt Lünen; Von Klima und Klamotten: Das KLIMAfasten widmet sich dem Thema Textilien (auf dem Foto, v.l.n.r.: Sandra Osowski, Klimaschutzmanagerin - Anja Paechnatz, Nachhaltigkeitsmanagerin - Arnold Reeker, Technischer Beigeordneter - Dr. Katrin Stückrath, LIGA und Udo Kytzia, Pfarrer evgl. Stadtkirche St. Georg)