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Positive Tendenzen: Stadt zufrieden mit Ergebnissen der Bürgerbefragung in Horstmar

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Die Stadt Lünen hat die Ergebnisse der zweiten Anwohnerbefragung in Horstmar zur Flüchtlingsunterkunft in der Querstraße veröffentlicht. Die Ergebnisse wertet die Stadtverwaltung als positiv - die Abnahme der Vorbehalte sei noch größer ausgefallen als erwartet, heißt es seitens der Stadt.

"Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis der Befragung sehr zufrieden", erklärt Ludger Trepper, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales der Stadt Lünen. "Wir stellen fest, dass die meisten Anwohnerinnen und Anwohner in Horstmar die Flüchtlingsunterkunft für sich selbst und für den Stadtteil akzeptiert haben. Viele nehmen die Unterkunft auch als Bereicherung wahr und suchen aktiv Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern. Das zeigt uns, dass wir mit der Standortwahl und der transparenten Kommunikation alles richtig gemacht haben", führt er weiter aus.

Die Stadt Lünen wollte mit der zweiten Umfrage wissen, ob sich die Einstellung der Einwohnerinnen und Einwohner in Horstmar nach dem Einzug der Geflüchteten verändert hat - und ob sich nach deren Einzug eine größere Akzeptanz oder eben auch Gegenteiliges ergeben hat. Die erste Befragung fand im Juni 2018 vor der Fertigstellung der Unterkunft statt. Es ging um Meinungen, Erwartungen und Befürchtungen, aber auch um die generelle Einstellung zu Integration und zum Miteinander. Abgefragt wurden auch ehrenamtliches Engagement oder das Interesse daran sowie die persönlichen Erfahrungen mit geflüchteten Menschen.

In den Ergebnissen hatte sich bei der ersten Befragung gezeigt, dass die Mehrheit der Teilnehmenden die Vielfalt von Kulturen in Horstmar akzeptiert. Darüber, ob Integration gelingen könne, gab es geteilte Meinungen. Auch hatten 30 Prozent der Befragten geäußert, dass sie dem Bau der Unterkunft ablehnend gegenüberstünden. Konkrete Sorgen hatten die Befragten unter anderem in Bezug auf Kriminalität und Lärm geäußert. Kritik gab es zudem daran, dass Bürgerinnen und Bürger sich teilweise nicht ausreichend informiert und mitgenommen fühlten.

In der zweiten Befragung stellte sich nun heraus, dass sich die persönlichen Einstellungen der Befragten zur Flüchtlingsunterkunft deutlich verändert haben. 2018 gaben beispielsweise 13 Prozent der Befragten an, eine positive Meinung von der Unterkunft zu haben. 2020 waren es 32 Prozent - also fast jeder Dritte. Hatten 2018 noch 46 Prozent der Befragten - also fast die Hälfte - eine negative Meinung zur Unterkunft, waren es bei der Befragung 2020 20 Prozent, also nur noch jeder fünfte Befragte. Außerdem hat die Befragung ergeben, dass jeder Zehnte persönlichen Kontakt zu Bewohnerinnen oder Bewohnern der Unterkunft hat.

Interessant sind laut Stadtverwaltung auch die Ergebnisse der Fragen, die sich konkret auf individuelle Sorgen und Befürchtungen der Befragten bezogen haben. So haben bei der ersten Umfrage noch 70 Prozent befürchtet, die Kriminalität könnte in Horstmar ansteigen. Nach der zweiten Befragung hatten nur noch 15 Prozent diesen Eindruck. Auch wurde durch die zweite Befragung ersichtlich, dass deutlich weniger Menschen Angst vor einer Überfremdung haben. Fürchteten sich bei der ersten Befragung 64 Prozent davor, sind es jetzt nur noch 30 Prozent. Auch die Sorge vor höherer Lärmbelästigung hat sich nicht bestätigt: Hatten bei der ersten Befragung noch knapp 58 Prozent Sorge davor, waren es nach der zweiten Befragung nur noch 23 Prozent.

Die Ergebnisse der Befragung will die Stadt auch nutzen, wenn es in Zukunft andere oder ähnliche Projekte gibt, die polarisieren könnten. Fachbereichsleiter Ludger Trepper erklärt dazu abschließend: "Es ist richtig, auch dann nach der Meinung der Menschen zu fragen, wenn Entscheidungen nicht widerspruchsfrei sind. Gerade eine zweite Befragung kann dann deutlich machen, welche Dinge richtig gemacht wurden, aber auch, was zu ändern ist."

Screenshot Präsentation Befragung Horstmar
(c) Stadt Lünen; Positive Tendenzen: Stadt zufrieden mit Ergebnissen der Bürgerbefragung in Horstmar