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Besser essen und das Klima schützen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Die Aktion KLIMAfasten stellt in dieser Woche das Thema "Ernährung" in den Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um fair gehandelte, regionale und bio-zertifizierte Lebensmittel, sondern vor allem um das, was jeden Tag im Müll landet: Jedes zehnte Lebensmittel werfen die Deutschen auf den Müll. Das sind pro Jahr etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel, die in der Tonne landen.

Das betrifft neben Lebensmitteln, die nicht für den Verzehr geeignet sind, auch genießbare Lebensmittel. Weil bei der Produktion von Nahrungsmitteln der Einsatz von Ressourcen erforderlich ist, kann auch durch Müllvermeidung von Lebensmitteln Klimaschutz aktiv gelebt werden. Deswegen wollen die Initiatorinnen und Initiatoren des KLIMAfastens in dieser Woche auf den bewussten Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam machen.

Zuhause kann man ganz leicht den Anfang machen. Allein durch die optimale Lagerung von Lebensmitteln verderben diese beispielsweise weniger schnell. Eine Anleitung dazu gibt es beispielsweise unter www.mehrwert.nrw/richtiglagern. "Die Lebensmittel, die vordringlich aufgebraucht werden müssen, sollte ich auch zuerst verbrauchen - zum Beispiel bei einem gemeinsamen Restekochen mit Freunden und Familie", erklärt Jasmin Sowik von der Stadt Lünen. Viele Lebensmittel würden weggeworfen, wenn ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Doch Lebensmittel mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum seien oft noch genießbar und können bedenkenlos gegessen werden. Dabei könne man sich auf die eigenen Sinne verlassen: Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz prüfen – wenn alles unverändert ist, können die Produkte bedenkenlos gegessen werden. Viele Lebensmittel seien nach Ablauf ihres Mindesthaltbarkeitsdatums sogar noch monatelang genießbar. Produkte mit fast abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum seien im Supermarkt zudem oft preiswert zu haben. Es gebe außerdem auch Supermärkte, die vom Handel ausgeschlossene Lebensmittel vergünstigt anbieten, zum Beispiel www.sirplus.de.
 
Bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist auch Kern des "Foodsharings" und der "Fair-Teiler". Beim Foodsharing geht es darum, Lebensmittel zu teilen statt sie wegzuwerfen. Privatpersonen, Händler, Produzenten haben an den sogenannten "Fair-Teilern" die Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. In Lünen gibt es derzeit drei offizielle Fair-Teiler des Foodsharings Lünen. Daniela Surkamp vom Foodsharing Lünen gibt im Rahmen des KLIMAfastens in einem Vortrag am Dienstag, 9. März, um 16 Uhr einen Überblick über das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung in Deutschland und erklärt, wie sich Foodsharing Lünen gegen diese Verschwendung einsetzt. Da der Vortrag Corona-bedingt nicht wie geplant in der Stadtkirche St. Georg stattfinden kann, laden die Organisatorinnen und Organisatoren zu einer Onlinekonferenz ein. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis Montag, 8. März, unter Angabe einer E-Mail-Adresse bei Jasmin Sowik anmelden (E-Mail an jasmin.sowik.41@luenen.de oder telefonisch unter 02306 104-1862) und wird dann zu der Online-Veranstaltung eingeladen.
 
Außerdem kann jede und jeder seine ersten Erfahrungen mit dem Lebensmittelretten bei einer Fair-Teil-Aktion des Foodsharings sammeln. Am Freitag, den 12. März zwischen 15 und 17 Uhr wird Foodsharing Lünen am "Fairteiler Kowalski", Saarbrücker Straße 48, 44532 Lünen, vor Ort sein und ist bei Fragen für Interessierte da. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es wird darum gebeten, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.
 
Die Aktion KLIMAfasten ist eine Premiere in Lünen. In der Fastenzeit vor Ostern rufen die Stadt Lünen und die Lüner Initiative gegen Globale Armut (LIGA) gemeinsam mit der evangelischen Stadtkirche St. Georg sowie den Stadtwerken Lünen zum KLIMAfasten auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen versuchen, im Hinblick auf Klimaschutz und bewusst zu verzichten. "Das KLIMAfasten will auch deutlich machen, dass Klimaschutz nicht Verzicht bedeutet, sondern Spaß machen kann und mitunter die Lebensqualität verändert", erklärt Klimaschutzmanagerin Sandra Osowski. Um diesen Aspekt der Aktion zu unterstützen, gibt es in jeder Fastenwoche Veranstaltungen und praktische Tipps, zum Beispiel zur Vermeidung des klimaschädlichen CO2 oder zu nachhaltigen Alternativen.

Klimafasten
(c) Stadt Lünen; Klimafasten