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Noch Platz im Revier? Kirchentags-Präsident und Bürgermeister werben für Privatquartiere in Lünen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   Startseite

Ein dringendes Anliegen führte den Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Hans Leyendecker, am Donnerstag (7. März) nach Lünen. "Wir kommen in der Not zu Ihnen", formulierte Leyendecker gegenüber Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sehr deutlich. Denn: Für den 37. Kirchentag, der vom 19. bis zum 23. Juni in Dortmund stattfindet, werden noch dringend Übernachtungsmöglichkeiten bei Privatleuten in der direkten Umgebung gesucht.

Lünen steht wegen der guten Anbindung zum Dortmunder Hauptbahnhof ganz oben auf der Liste der Organisatorinnen und Organisatoren. Bislang wurden erst knapp 2000 von insgesamt 8000 benötigten Betten gefunden. Zum jetzigen Zeitpunkt seien das so wenige wie noch nie bei einem Kirchentag, sagte Leyendecker im Rahmen des Besuchs. Optimistisch bleibt der Kirchentagspräsident dennoch und hofft auf weitere private Gastgeber. "Das Thema Gastfreundschaft macht einen wichtigen Teil von Kirchentagen aus", so Leyendecker.

Um für mehr sogenannte Privatquartiere zu werben, empfing Kleine-Frauns das Organisationsteam gemeinsam mit ehrenamtlichen Vertretern der Kirchengemeinden aus Lünen in der 14. Etage des Rathauses. "Ich freue mich, wenn wir unseren Beitrag dazu leisten können, um den kommenden Kirchentag zu einem Erfolg zu machen", sagte Kleine-Frauns während des Treffens. Der Kirchentag habe eine positive Strahlkraft, die auf die ganze Region wirke. "Ich bitte alle Lünerinnen und Lüner, die die Möglichkeit haben, darüber nachzudenken, ob sie ein Privatquartier anbieten können", so der unterstützende Aufruf des Bürgermeisters.

Wer ein Privatquartier anbieten möchte, muss keinen besonderen Aufwand betreiben. Mögliche Bedenken räumen die Organisatoren aus. "Wer einen Kirchentagsgast aufnehmen möchte, braucht kein Gästezimmer", betonte Mitorganisatorin Anna-Maria Erlinghäuser, "ein Bett, ein Sofa oder eine Liege reichen bereits aus." Privatquartiere sind beispielsweise für ältere Gäste des Kirchentages oder für Mitwirkende gedacht. Daneben gibt es Gemeinschaftsunterkünfte. Auch hier hat die Stadt Lünen dem Kirchentag Hilfe zugesagt: In der ProfilSchule in Brambauer, in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium werden während des Kirchentages Besucherinnen und Besucher unterkommen.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag findet alle zwei Jahre in unterschiedlichen Städten in Deutschland statt. In diesem Jahr macht die Großveranstaltung Halt in Dortmund. Insgesamt werden dazu rund 100.000 Besucher erwartet. Wer Besucherinnen und Besucher des Kirchentags aufnehmen möchte, kann seinen Schlafplatz telefonisch unter der "Schlummernummer" 0231 99768-200 oder unter www.kirchentag.de/privatquartier anmelden.

Gruppenbild zur Kirchentags-Privatquartier-Kampagne
Das Organisationsteam des Deutschen Evangelischen Kirchentags zu Besuch im Rathaus der Stadt Lünen. Mit dabei waren (v.l.n.r.) der ehrenamtliche Privatquartierbeauftragte Hartmut Jürgens, Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, der ehrenamtliche Gemeindebeauftragte Paul-Martin Wetzel, Mitorganisatorin Anna-Maria Erlinghäuser, der ehrenamtliche Gemeindebeauftragte Jürgen Salamon und Kirchentagspräsident Hans Leyendecker.