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Stadtgespräch: Gemeinsam die Zukunft der Innenstadt gestalten

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   Startseite

Das Einkaufen online wird immer beliebter und in die Fußgängerzonen zieht es weniger Menschen, weil man alles von der Couch aus bestellen kann. Plakativ dargestellt ist das die Lage, mit der sich viele Geschäftsleute in den Innenstädten konfrontiert sehen, auch in Lünen. Um über die Zukunft des innerstädtischen Handels zu diskutieren, hatte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns daher am Donnerstag (23. Mai) zu einem "Stadtgespräch" in das Gemeindezentrum St. Georg eingeladen.

Der Titel der Veranstaltung war "Nur gemeinsam geht’s". Das wurde auch in der Zusammensetzung des Publikums deutlich: Neben Einzelhändlerinnen und -händlern, Gastronominnen und Gastronomen sowie Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern hatten sich Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Stadtverwaltung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger eingefunden.

Die große Resonanz ließ erahnen, wie wichtig das Thema Innenstadtentwicklung für Lünen ist. IHK-Handels-Geschäftsführer Ulf Wollrath zeigte Zahlen, die belegen, dass der Onlinehandel tatsächlich auf dem Vormarsch ist, und das auch zu Lasten der Einzelhändler. Er lobte Lünen aber grundsätzlich und versicherte, unter Experten sei Lünen ein Begriff und werde "als positives Beispiel für eine gelungene Stadtentwicklung genannt". Darauf dürfe man sich allerdings nicht ausruhen. Ein gutes Einzelhandelsangebot sei Bedingung für eine attraktive Innenstadt. Er nahm die Händler auch in die Pflicht: "Wer nicht im Netz gefunden wird, existiert auch nicht". Das sei kein Plädoyer für den Onlinehandel, aber eine Website müsse man als Einzelhändler schon betreiben, so der IHK-Vertreter. Für eine erfolgreiche Innenstadt, sagte Wollrath, seien zudem Ambiente und Flair sehr wichtig und auch eine engagierte Zusammenarbeit. Die Zukunft des innerstädtischen Handels funktioniere nur gemeinsam. 

Auf Wollraths Impulsreferat folgte eine Diskussionsrunde mit Ulrich Paßlick, Mitglied im Lüner Beirat für Stadtgestaltung und Baukultur, Astrid Linn, Referentin für Stadtentwicklung Stadt Lünen, Helmut von Bohlen, Vorsitzender des City Ring Lünen e.V. und Wollrath selbst. Moderiert wurde die Runde von Jens Imorde, dem Geschäftsführer des Netzwerks Innenstadt NRW. Imorde hatte reichlich zu tun: Viele Meldungen aus dem Publikum zeugten von großem Gesprächsbedarf.

Dabei beteiligten sich vor allem die Geschäftsleute rege an der Diskussion. So wird beispielsweise die Gestaltungssatzung der Stadt, die gemeinsam mit Geschäftsleuten entwickelt wurde, teils kontrovers gesehen. Deutlich wurde auch, dass der Handel die Bindung zu seinen Kunden nicht verlieren darf. Von einer jüngeren Teilnehmerin und Geschäftsfrau wurde dazu unter anderem eine konsequentere Nutzung der sozialen Medien eingefordert.

Klar wurde aus den Rückmeldungen, dass es wichtig ist, sich zu Innenstadt-Themen häufiger auszutauschen und besser zu vernetzen. Astrid Linn, Referentin für Stadtentwicklung bei der Stadtverwaltung, stellte bei der Veranstaltung daher in Aussicht, das Miteinander und den Austausch zu wichtigen Themen in der Innenstadt neu zu organisieren. 

Helmut von Bohlen als Vorsitzender des City Rings richtete einen Appell an die Stadt, das Stadtmarketing weiterzuentwickeln und den Geschäftsleuten mehr Mitsprache zu ermöglichen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Stadtgesprächs lud er ein, zur City-Ring-Hauptversammlung am 6. Juni ins Mercedes-Autohaus am Lindenplatz zu kommen.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns begrüßte gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Stadtgesprächs zur Zukunft der Innenstadt im St.-Georg-Gemeindezentrum.
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns begrüßte gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Stadtgesprächs zur Zukunft der Innenstadt im St.-Georg-Gemeindezentrum.