28. August 2025
KIM-Sprachcafé unterstützt beim Deutschlernen und beim Austausch

Das Kommunale Integrationsmanagement Lünen (KIM) bietet jeden Mittwoch von 16:30 bis 18 Uhr im Mitmach.RAUM (Marktstraße 2a) das KIM-Sprachcafé an. Seit Februar 2025 hat sich eine feste Gruppe von Teilnehmenden gebildet, die regelmäßig kommt. Zwei von ihnen konnten inzwischen ein A2-Sprachzertifikat bei unterschiedlichen Trägern erwerben. Nach eigener Aussage war die regelmäßige Teilnahme am Sprachcafé dabei eine wichtige Unterstützung.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen, die auf einen Sprachkurs warten oder ihre bisherigen Kenntnisse festigen möchten. Ziel ist es, in einer geschützten Umgebung Deutsch zu üben und dabei den Austausch im Alltag zu fördern. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“, zitiert Organisator Hares Kohestani, Germanist und Mitarbeiter im Kommunalen Integrationsmanagement, den Philosophen Xúnzǐ.
Im Sprachcafé werden alltagsnahe Themen der Teilnehmenden aufgegriffen. Dazu kommen Fragen zur Grammatik sowie integrationsspezifische Inhalte wie das Leben in Deutschland oder politische Strukturen. Ein fester Lehrplan wird bewusst nicht vorgegeben, um flexibel auf Bedarfe reagieren zu können. „Es geht darum, einerseits die Teilnehmenden ein Stück weiter zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, die bisher erworbenen Sprachkenntnisse aufrechtzuerhalten, und andererseits kulturellen Austausch zu fördern“, so Kohestani.
Eine Teilnehmerin betont, dass sie genau ein Angebot wie das KIM-Sprachcafé zum Ausbau ihrer Sprachkenntnisse benötige: kein Leistungsdruck, keine Prüfungen. Kohestani ergänzt: „Spracherwerb ist mehr als das bloße Lernen von Grammatik und Vokabeln. Der soziale Aspekt darf nicht unterschätzt, sondern sollte eher genutzt werden.“ Besonders erfreulich sei es, zu beobachten, wie sich die Mutter von zwei Kindern im vertrauten Rahmen zunehmend traut, Deutsch zu sprechen. Auch ihre Kinder sind regelmäßig dabei. Oftmals verfügen sie bereits über sehr gute Sprachkenntnisse, wovon auch die Eltern profitieren.
Eine Besonderheit des KIM-Sprachcafés ist zudem die enge Verknüpfung mit der Beratungsarbeit des Kommunalen Integrationsmanagements. So können die Teilnehmenden auch bei Fragen zu Alltag und Behörden auf Unterstützung zurückgreifen.
Das Kommunale Integrationsmanagement wird gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) sowie aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union.
