14. November 2025
VHS Lünen fordert verlässliche Finanzierung der Integrationskurse

Die Volkshochschule Lünen fordert vom Bund eine verlässliche Finanzierung der Integrationskurse und weist auf zunehmende Belastungen hin. Anlass ist die bundesweit größte Integrationskonferenz des Landesverbands der Volkshochschulen NRW am 18. und 19. November in Köln, an der auch die VHS Lünen teilnimmt.
„Die Integrationskurse sind zentral für gelingende Integration – auch bei uns in Lünen“, sagt VHS-Leiter Björn Falke. „Doch steigende Kosten und immer mehr Bürokratie machen die Arbeit zunehmend schwierig. Wir brauchen Planungssicherheit und mehr Freiräume für pädagogische Entscheidungen.“
Die VHS Lünen hat 2024 fünf Integrationskurse durchgeführt und 105 Teilnehmende begleitet. Hinzu kommt die Beratung zu Anerkennungsverfahren und Weiterbildungswegen. Probleme bereiten laut Falke vor allem nicht erstattete Raum- und Verwaltungskosten sowie der Wegfall von Wiederholungsstunden, die für das Bestehen von Sprachprüfungen wichtig sind. Verschärft werde die Lage durch die geplante spätere Abrechnung der Kurse durch das BAMF: „Damit drohen erneut finanzielle Defizite.“
Auch für die Lehrkräfte sei die Situation schwierig, da ihre freiberufliche Tätigkeit zunehmend infrage gestellt werde. „Hohe formale Vorgaben lassen kaum Raum für individuelle Förderung“, ergänzt Mine Piristine von der VHS.
Da Volkshochschulen kommunal getragen werden, treffen die finanziellen Folgen direkt Städte und Kreise. Die kommunalen Spitzenverbände unterstützen deshalb die Forderungen des Landesverbands nach einer nachhaltigen Reform der Integrationskurs-Finanzierung.
Weitere Informationen zur Konferenz und zur gemeinsamen Erklärung der Verbände: www.vhs-nrw.de/presse.