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22. Januar 2026

Man muss für Werte eintreten - Theaterstück über den politischen Mord an Walter Lübcke

4. Februar, 19:30 Uhr: Man muss für Werte eintreten. Der Mord an Walter Lübecke im Heinz-Hilpert-Theater - Foto: Volker Beushausen

Das Westfälische Landestheater zeigt am Mittwoch, 4. Februar um 19:30 Uhr das zeitgenössische Stück "Man muss für Werte eintreten" auf der Bühne des Heinz-Hilpert-Theaters, das den Mord an Walter Lübcke durch einen Rechtsextremisten beleuchtet, der ihn als "Volksverräter" sah und für seine Unterstützung der Flüchtlingspolitik bestrafen wollte.

Hintergrund und Handlung

Am 14. Oktober 2015 sprach der damalige Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke auf einer Veranstaltung in Lohfelden. Der Politiker informierte über ein Flüchtlingsheim, das in Kürze eröffnet werden sollte. Lübcke drückte mit seinen Worten nicht nur seine tiefe Überzeugung aus, sondern formulierte auch das gesellschaftliche Grundverständnis von Rechtsstaat und Demokratie. Während ein großer Teil des Publikums aufmerksam zuhörte, versuchte eine Gruppe Rechtsextremer die Veranstaltung zu stören und Lübcke zu provozieren. Seine Antwort sorgte in rechten Foren für eine Spirale des Hasses. Vier Jahre später ist Walter Lübcke tot. Erschossen auf seiner heimischen Terrasse.

Der Täter, Stephan Ernst, war bei der Veranstaltung in Lohfelden zugegen. Er ist den Behörden bereits seit den 1990er Jahren bekannt. In den Jahren von 2015 bis 2019 radikalisiert er sich und wird schließlich zum Mörder. Er ist ein Beispiel für eine sich verändernde Gesellschaft und die zunehmende Gewalt- und Mordbereitschaft in der rechtsradikalen Szene.

Das Westfälische Landestheater entwickelt anhand der Tragödie um den politischen Mord an Walter Lübcke eine Produktion über die Entwicklung der rechtsradikalen Strömungen in Deutschland. Dabei fokussiert sie die Gefährdung unserer Demokratie, die sich unter anderem in der Situation von Politiker:innen zeigt, die schlimmsten Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt sind.

Die Familie von Walter Lübcke unterstützt die Produktion. Das Stück wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung NRW. In Kooperation mit der Auslandsgesellschaft.de e.V. Dortmund.

Tickets und Infos

Einzelkarten 15 bis 26 €, ermäßigt für Schüler:innen, Studierende und Bundesfreiwilligendienstleistende und weitere Informationen in der Zentralen Anlaufstelle Kultur & Tourismus im Treffpunkt Persiluhr (Münsterstraße 21, 44532 Lünen); Telefon 02306 104-2299 oder unter www.luenen.de/theater.

Tickets können auch im Webshop des Kulturbüros über folgenden Link erworben werden: https://theater-luenen.eventim-inhouse.de.