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06. März 2026

Jahresstatistik 2025: Kürzere Wartezeiten im Bürgerbüro und hohe Nachfrage bei Einbürgerungen

Bürgerbüro

Der Fachbereich Bürgerservice und Ordnung der Stadt Lünen hat die Jahresstatistik für den Bereich Bürgerservice veröffentlicht. Die Auswertungen, die Fachbereichsleiter Matthias Bork in dieser Woche im Fachausschuss für Bürgerservice, Soziales und Ehrenamt vorstellte, dokumentieren eine spürbare Verkürzung der Wartezeiten im Rathaus, anhaltend hohe Zahlen im Bereich der Einbürgerungen sowie klare Favoriten bei der Namenswahl für Neugeborene.

Im Jahr 2025 bewältigte das Bürgerbüro ein enormes Aufkommen: Insgesamt wurden exakt 49.010 Aufrufe registriert. Diese setzen sich aus 33.484 vorab gebuchten Terminen und 15.526 spontanen Besuchen mit gezogener Wartemarke zusammen. Trotz dieses hohen Volumens konnte die Verwaltung die Wartezeiten deutlich reduzieren. Wer vorab online einen Termin buchte, war im Durchschnitt nach nur 2,9 Minuten an der Reihe. Spontane Besuche mit Wartemarke dauerten mit durchschnittlich 3,4 Minuten Wartezeit zwar ebenfalls nicht lange, die vorherige Terminbuchung bleibt damit jedoch nachweislich der schnellste Weg zum Schalter.

Bürgerbüro: Schnellerer Service, aber viele ungenutzte Termine

Eine Herausforderung im Betriebsablauf stellen jedoch weiterhin gebuchte, aber nicht wahrgenommene Termine dar. Genau 4.016 Mal erschienen Personen nicht zu ihrer Verabredung, was einer unveränderten Quote von knapp zwölf Prozent entspricht. Insgesamt stellten die Mitarbeitenden im abgelaufenen Jahr 7.998 Personalausweise und 4.894 Reisepässe aus.

„Dass wir die Wartezeiten im Bürgerbüro derart verkürzen konnten, ist ein großer Erfolg für die Abläufe in unserem Team“, erklärt Fachbereichsleiter Matthias Bork. „Gleichzeitig binden die vielen nicht abgesagten Termine weiterhin wertvolle Kapazitäten, die wir sehr gerne anderen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Anliegen zur Verfügung stellen würden.“

Der zuständige Dezernent für den Fachbereich Bürgerservice und Ordnung, Dr. Christian Klicki, ergänzt mit Blick auf die Gesamtentwicklung: „Die aktuellen Zahlen belegen eindrucksvoll, wie leistungsstark und bürgernah unsere Verwaltung heute bereits aufgestellt ist. Diesen Anspruch an modernen Service verfolgen wir auch beim konsequenten Ausbau unserer digitalen Angebote weiter.“

Ausländerbehörde und anhaltender Trend zur Einbürgerung

Die Ausländerbehörde verzeichnete im vergangenen Jahr 9.083 Gesamtanliegen. Zum Stichtag Ende Januar 2026 lebten 15.899 ausländische Personen in Lünen, wobei die größten Bevölkerungsgruppen aus der Türkei, Syrien und der Ukraine stammen. Die Zahl der Einbürgerungen bewegte sich weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Im Jahr 2025 erhielten 503 Personen ihre offizielle Einbürgerungsurkunde. Gleichzeitig registrierte die Verwaltung 683 neue Anträge auf die deutsche Staatsangehörigkeit.

Standesamt: Schlossmühle bleibt häufigster Trauort

Das Standesamt beurkundete im vergangenen Jahr 570 Geburten und 1.588 Sterbefälle. Zudem schlossen 309 Paare den Bund fürs Leben. Der mit Abstand gefragteste Trauort blieb dabei die Schlossmühle mit 179 Eheschließungen, gefolgt vom Rathaus mit 97 Zeremonien. Bei der Namenswahl für Neugeborene entschieden sich die Eltern bei den Mädchen am häufigsten für Ella und Marie (jeweils 7). Bei den Jungen belegte Adam (7) den Spitzenplatz.

Ausblick auf die digitale Verwaltung

Um den Service für die Bürgerinnen und Bürger künftig noch flexibler zu gestalten, bereitet der Fachbereich aktuell den Start des Portals „VOIS Online 2.0“ vor. Ab Ende März lassen sich darüber zahlreiche städtische Dienstleistungen – wie beispielsweise die Beantragung von Meldebescheinigungen, das Einholen von Melderegisterauskünften oder die An- und Abmeldung von Nebenwohnungen – vollständig digital von zu Hause aus erledigen.