12. Mai 2026
Landschaftspark Viktoria: Über 100 Gäste besichtigen Baustelle am Tag der Städtebauförderung
Über 100 Bürgerinnen und Bürger haben am vergangenen Samstag, 9. Mai, im Rahmen des Tages der Städtebauförderung in fünf Führungen den Fortschritt des künftigen Landschaftsparks Viktoria besichtigt.
Fachleute der Stadtverwaltung erläuterten auf den Touren die Baupläne und die spätere Nutzung des Areals. Durch die Aufteilung in kleinere Gruppen blieb Zeit, individuelle Fragen direkt auf dem Gelände zu klären. Im Mittelpunkt standen die neue Lippebrücke, der geplante Quartierstreff sowie die ebenfalls über die Städtebauförderung ermöglichte Funsportanlage mit Basketballfeld und Rollbereichen für Scooter, Skater und Laufräder.
Der Neubau des Treffs am Schnittpunkt der Siedlung an der Westfaliastraße und des Parkeingangs ist das abschließende Großprojekt der 62 Maßnahmen im benachbarten Fördergebiet StadtGartenQuartier, das im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ durch Bund und Land gefördert wird. Die Bauleitung liegt bei der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL). Auf dem Baufeld ist bislang zwar erst das Fundament zu sehen, die Planer konnten den Gästen aber bereits genau zeigen, wo künftig welche Räume des eingeschossigen Gebäudes entstehen.
Offenes Haus für alle Menschen
Bis zur Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) im April 2027 entsteht auf 520 Quadratmetern Nutzfläche ein offenes Haus für alle Menschen im Quartier, das als Begegnungsort das bestehende Wohngebiet mit dem neuen Park verbindet. Das Gebäude bietet künftig Platz für Veranstaltungen, Kochkurse sowie Bewegungs- und Beratungsangebote.
Ein zur Grünfläche geöffneter Multifunktionsraum für bis zu 100 Personen, eine Gemeinschaftsküche, ein Foyer und zwei Werkstätten – von denen eine der Grubenwehrvereinigung zur Verfügung steht – sind fester Bestandteil der Planung. Zudem vereint das Haus den Sozialbauhof und einen separaten Beratungsbereich für soziale Arbeit unter einem Dach.
Drei Gewinnerinnen beim IGA-Gewinnspiel
Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg hob in ihrem Grußwort am künftigen Quartierstreff die Bedeutung der Städtebauförderung hervor. Durch das Programm flossen in den vergangenen 25 Jahren rund 50 Millionen Euro in die Stadt, was maßgeblich zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Für den Neubau dankte sie ausdrücklich für die rund 3,5 Millionen Euro Fördermittel aus Mitteln von Bund, Land und der Europäischen Union aus dem Programm „EFRE Wohnviertel im Wandel“.
Zudem lobte sie das Engagement von Verwaltung und Politik. Anschließend zog die Bürgermeisterin im Rahmen eines Gewinnspiels drei Gewinnerinnen für IGA-Dauerkarten. Die Tickets sichern Heike Jakoby-Haber, Birgit Löw und Elisabeth Lucas den kostenfreien Eintritt in die kostenpflichtigen Gärten der IGA in der Metropole Ruhr. Der Lüner Beitrag, der Landschaftspark Viktoria, bleibt auch während der IGA 2027 für die Öffentlichkeit frei zugänglich.
Neben den Rundgängen gab es viel Raum für Austausch. Bei Kaffee und Kuchen der Siedlergemeinschaft Barbara kamen die Besucherinnen und Besucher in lockerer Atmosphäre mit den städtischen Planern ins Gespräch und stellten konkrete Fragen zur Zukunft ihres Quartiers.