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20. Mai 2026

Haushalt 2026/2027 genehmigt: Stadt Lünen kann wichtige Zukunftsaufgaben weiter umsetzen

Die Haushaltsgenehmigung liegt vor (v.l.n.r.): Dr. André Jethon (Stadtkämmerer Stadt Lünen), Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg, Philipp Reckermann (Kreisdirektor und Kämmerer Kreis Unna) und Olaf Steuber (Sachgebietsleiter Finanzwirtschaft und Kommunalaufsicht beim Kreis Unna).

Die Kommunalaufsicht des Kreises Unna hat den Doppelhaushalt der Stadt Lünen für die Jahre 2026 und 2027 sowie die Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzepts genehmigt.

„Damit besteht für die Stadt weiterhin Planungssicherheit, um wichtige Investitionen und laufende Aufgaben verlässlich fortzuführen“, betont Stadtkämmerer Dr. André Jethon die Bedeutung der Genehmigung.

Trotzdem bleibt die finanzielle Lage der Stadt angespannt: Für das Jahr 2026 plant die Stadt mit einem Defizit von rund 52,8 Millionen Euro, für 2027 mit einem Fehlbetrag von etwa 54,5 Millionen Euro. „Die Stadt Lünen sieht die Genehmigung dennoch als wichtiges Signal und als Bestätigung für den eingeschlagenen Konsolidierungskurs“, so Jethon weiter.

Die Genehmigung ist – wie bereits im Vorjahr – an klare Vorgaben geknüpft. So müssen nicht umsetzbare Sparmaßnahmen durch gleichwertige Alternativen ersetzt werden. Außerdem sollen zusätzliche Einnahmen und Einsparungen gezielt zur Stabilisierung der städtischen Finanzen eingesetzt werden.

Besonders herausfordernd bleiben für die Stadt weiterhin die stark steigenden Sozialausgaben, höhere Zinsbelastungen sowie die aus Sicht der Verwaltung nicht ausreichende finanzielle Ausstattung der Kommunen durch Bund und Land. Dadurch bleiben die finanziellen Spielräume der Stadt weiterhin deutlich eingeschränkt.

Gleichzeitig ermöglicht die Genehmigung, wichtige Zukunftsaufgaben weiter anzugehen und die Entwicklung der Stadt verantwortungsvoll fortzuführen – trotz schwieriger Rahmenbedingungen.

Der Stadtkämmerer unterstreicht: „Die Genehmigung ist kein Freibrief. Vielmehr bleibt es notwendig, den eingeschlagenen Kurs mit Augenmaß, klaren Prioritäten und finanzieller Disziplin fortzusetzen.“ Die Verwaltung werde Rat und Öffentlichkeit weiterhin transparent über die Entwicklung der städtischen Finanzen informieren.