25. August 2026
Gemeinsam vorbereitet: Feuerwehr und Landwirtschaft wappnen sich für Vegetationsbrände

Wald- und Vegetationsbrände haben in den vergangenen Wochen in Deutschland und Europa vielerorts für große Herausforderungen gesorgt. Auch wenn die akute Gefahr in Lünen derzeit vergleichsweise gering ist, ist die Stadt vorbereitet: Bei einem Treffen auf dem Hof Brügemann in Brambauer informierte sich Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr und der Landwirtschaft über die Vorbereitungen auf mögliche Vegetationsbrände.
„Wir wollen vorbereitet sein, bevor etwas passiert. Gerade bei Vegetationsbränden kommt es darauf an, dass Feuerwehr und Landwirtschaft schnell und unkompliziert zusammenarbeiten“, betonte die Bürgermeisterin. „Deshalb möchte ich mich ausdrücklich bei den Einsatzkräften und den Landwirten bedanken, die sich auf solche Szenarien einstellen und im Ernstfall mit ihrem Wissen, ihren Fahrzeugen und ihrer Technik unterstützen.“
Die Feuerwehr Lünen hat bereits im Frühjahr 2025 ein eigenes Konzept zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden eingeführt. Es umfasst unter anderem das tägliche Monitoring des Graslandfeuer- und Waldbrandgefahrenindex, angepasste Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte sowie speziell zusammengestellte Einheiten für Vegetationsbrände.
13.000 Liter Löschwasser im ersten Abmarsch
Für den Einsatz stehen bei der Berufsfeuerwehr ein Löschzug Vegetationsbrand mit 13.000 Litern Löschwasser im ersten Abmarsch sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr ein Fachzug Wald- und Vegetationsbrand mit fünf Fahrzeugen und weiteren 10.500 Litern Löschwasser zur Verfügung. Darunter befinden sich auch geländegängige Tanklöschfahrzeuge.
Zusätzlich kann die Feuerwehr ihre Drohneneinheit mit Wärmebildkamera zur Erkundung aus der Luft einsetzen. Auch die Abstimmung mit dem Regionalforstamt ist Bestandteil des Konzepts.
Eine wichtige Rolle kommt im Einsatzfall den örtlichen Landwirten zu. Über das Portal Red Farmer können sie beispielsweise beim Transport von Löschwasser unterstützen. Mit landwirtschaftlichen Geräten können außerdem Brandschutzstreifen angelegt werden. Durch das Aufbrechen der Gras- oder Stoppeldecke wird dabei die brennbare Vegetation entfernt und eine weitere Ausbreitung des Feuers erschwert.
Sicherheit für die Zukunft
Als besonders gefährdete Bereiche gelten in Lünen unter anderem die Waldflächen im nördlichen Stadtgebiet an der Grenze zu Cappenberg, Abraumhalden in Horstmar, Lünen-Süd und auf Victoria, die Lippe-Auen sowie Bahntrassen, Brachflächen und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Neben Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg nahm seitens der Feuerwehr Tim Kewitz an dem Austausch teil. Von Seiten der Landwirtschaft waren Hendrik Brügemann, Malte Voerste, Maximilian Grosse-Herrenthey und Enno Eilers dabei.
„Der Austausch zeigt: Im Ernstfall können wir auf ein starkes Netzwerk vor Ort zurückgreifen“, so Förster-Teutenberg. „Das gibt Sicherheit – und zwar nicht nur bei großer Hitze, sondern grundsätzlich für die Zukunft.“