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11. September 2026

Mehr Präsenz bis in die Nacht: Stadt zieht positive Zwischenbilanz zu erweiterten KOD-Dienstzeiten

Kommunaler Ordnungsdienst der Stadt Lünen

Seit Mitte Juli ist der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Lünen auch in den Abend- und Nachtstunden im Einsatz. Die erste Bilanz nach acht Wochen zeigt: Die erweiterten Dienstzeiten stärken die Präsenz an bekannten Beschwerdeschwerpunkten, ermöglichen ein schnelleres Einschreiten bei Störungen und schaffen zusätzliche Kapazitäten für präventive Kontrollen.

Der KOD ist montags bis donnerstags bis 23 Uhr sowie freitags und samstags bis 1 Uhr im Einsatz. Kontrolliert werden insbesondere Orte, an denen es in den Abendstunden häufiger zu Beschwerden und Konflikten kommt. Dazu zählen der Seepark, der Cappenberger See, Schulhöfe, Spielplätze sowie Bereiche in Brambauer, Gahmen und Lünen-Süd.

In den ersten acht Wochen bearbeitete der KOD 89 Einsätze aufgrund gemeldeter Ruhestörungen und Belästigungen. Dabei ging es unter anderem um größere Feiern und laute Personengruppen im öffentlichen Raum. Ein Teil der Einsätze wurde von der Polizei an den KOD übermittelt. In den dokumentierten Fällen gingen nach dem Einschreiten keine weiteren Meldungen zu denselben Störungen ein.

Unterstützung in akuten Krisen- und Gefährdungslagen

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Jugendschutz sowie in der Kontrolle öffentlicher Flächen. Der KOD sprach Personen bei Verstößen gegen geltende Regeln auf Spielplätzen an, stellte nicht verkehrsfähige Einweg-E-Zigaretten sicher und informierte in einzelnen Fällen Erziehungsberechtigte. Bei Verdacht auf Straftaten oder wenn weitergehende Maßnahmen erforderlich waren, wurde die Polizei hinzugezogen.

Die Einsatzkräfte griffen zudem bei unerlaubten Feuern in Grünanlagen, möglichen Sachbeschädigungen und eskalierenden Konflikten im öffentlichen Raum ein. Sie erteilten unter anderem Platzverweise und leiteten bei festgestellten Verstößen Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Auch in akuten Krisen- und Gefährdungslagen leistete der KOD Unterstützung: In 15 Fällen begleiteten die Einsatzkräfte Menschen in eine Fachklinik.

Positive Resonanz aus der Bevölkerung

„Die Bilanz der ersten acht Wochen zeigt den konkreten Mehrwert der erweiterten Dienstzeiten“, erklärt Matthias Bork, Fachbereichsleiter Ordnung. „Unsere Beschäftigten sind dort präsent, wo viele Menschen ihre Freizeit im öffentlichen Raum verbringen und besonders viele Einsatzanlässe entstehen. Dabei geht es nicht nur um Kontrollen, sondern häufig auch um unmittelbare Hilfe, präventive Präsenz und das gemeinsame Lösen von Problemen.“

Die sichtbare Präsenz des KOD am Abend und in der Nacht wird in Rückmeldungen aus der Bevölkerung häufig positiv bewertet.

Hinweis zur Erreichbarkeit: Der KOD ist während seiner Dienstzeiten derzeit noch nicht über eine eigene öffentliche Rufnummer erreichbar. Die Stadt prüft die organisatorischen und personellen Voraussetzungen für eine verbesserte direkte Erreichbarkeit. Bei akuten Gefahrensituationen ist weiterhin die Polizei unter  110 zu verständigen.