Bis wann ist eine Antragsstellung möglich?
Eine Antragstellung ist laufend möglich. Bitte beachten Sie die Antragsfristen, die bei einzelnen Förderrunden oder Ausschreibungen gelten können. Das Bündnis tagt mindestens viermal im Jahr, um über die eingereichten Projektanträge abzustimmen.
Wo muss die Veranstaltung stattfinden?
Die geförderte Veranstaltung oder das Projekt muss in Lünen stattfinden beziehungsweise einen lokalen Bezug haben. Projekte außerhalb von Lünen können nur in Ausnahmefällen berücksichtigt werden, wenn ein klarer Mehrwert für die Stadtgemeinschaft besteht.
Was wird finanziert?
Die Förderrichtlinie arbeitet mit zwei Pauschalen:
- Honorare für externe Fachkräfte, Referent*innen o.Ä. pro Tag
- Teilnehmer*innenpauschale pro Tag
Innerhalb dieser Pauschalen können auch andere Dinge, wie z.B. Sachkosten, Verbrauchsmaterial, Eintrittsgelder o.Ä. abgerechnet werden.
Wer kann Anträge stellen?
Antragsberechtigt sind juristische Personen, z.B.
- gemeinnützige Vereine
- Schulen und Kitas in Kooperationen mit einer juristischen Person (z.B. dem Förderverein als Projektträger)
- Stiftungen
- Religionsgemeinschaften
Wie hoch kann die Förderung sein?
Je nach Projektumfang sind Förderungen von einigen hundert bis mehreren tausend Euro möglich. Für größere Projekte empfehlen wir eine frühzeitige Beratung.
Wie läuft die Antragstellung ab?
1. Projektidee entwickeln
2.Beratung durch die Koordinierungs- und Fachstelle
3. Antragsformular ausfüllen und einreichen
4. Entscheidung durch das Bündnis
5. Erhalt des Zuwendungsbescheids
6. Projektstart
7. Nachweise einreichen
Was sind die Förderziele?
Wir fördern Projekte, die:
- demokratische Werte stärken
- Beteiligung und Engagement fördern
- sich gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus oder Extremismus richten
- Vielfalt und Toleranz sichtbar machen
Darf ich reguläre, bereits bestehende Angebote fördern lassen?
Nein – bestehende Regelangebote (z. B. wöchentliche Vereinsgruppen, laufende Kursangebote oder feste Programmpunkte) können nicht gefördert werden. Gefördert werden zusätzliche, neue Projekte mit einem klaren inhaltlichen Bezug zu Demokratie, Vielfalt oder Extremismusprävention.
Tipp: Ein bestehendes Angebot kann durch ein einmaliges Sonderprojekt erweitern – z. B. eine besondere Themenwoche, einen Aktionstag oder eine öffentliche Veranstaltung mit Bildungscharakter.
Wann darf ich mit dem Projekt beginnen?
Erst nach der Förderzusage durch das federführende Amt (Zuwendungsbescheid). Dieses gilt auch für Werbemaßnahmen, vor Projektstart. Ansonsten besteht ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn.
Was muss bei der Öffentlichkeitsarbeit berücksichtigt werden?
Die Bewerbung des Projektes muss vorab vom federführenden Amt (demokratie@luenen.de) freigegeben werden. Dies gilt für alle öffentlichkeitswirksamen Materialien und Veröffentlichungen – z. B.:
- Flyer, Plakate und Einladungen
- Webseiten oder Social Media
- Präsentationen, Videos oder in Ausstellungen
- vor Ort bei Veranstaltungen (z. B. auf einem Roll-Up oder Plakat)
Die nötigen Logodateien und Vorlagen stellt das federführende Amt zur Verfügung.
Wer ist die Zielgruppe?
Zielgruppen sind alle Menschen in Lünen, insbesondere:
- Kinder und Jugendliche
- Schüler:innen, junge Erwachsene und Jugendgruppen
- Eltern, Familien und pädagogische Fachkräfte
- Menschen mit Diskriminierungserfahrungen
- engagierte Bürger:innen, Vereine und Multiplikator:innen
Wichtig ist: Dein Projekt soll Teilhabe ermöglichen, Demokratie stärken und Vielfalt fördern. Auch Projekte mit bildungsfernen, benachteiligten oder schwer erreichbaren Zielgruppen sind ausdrücklich willkommen!
Was ist das federführende Amt?
Das federführende Amt ist bei der Stadt Lünen angesiedelt. Es ist verantwortlich für die Verwaltung der Fördermittel, die rechtliche Abwicklung der Projektförderung und den offiziellen Zuwendungsbescheid. Es arbeitet eng mit der Koordinierungs- und Fachstelle zusammen und ist Ansprechpartner für alle formalen Fragen rund um die Förderung.
Was ist das Jugendforum?
Das Jugendforum Lünen befindet sich derzeit noch im Aufbau. Es ist ein Gremium von Jugendlichen für Jugendliche. Mitmachen können alle Jugendlichen. Hier entscheiden junge Menschen selbst, welche Projekte gefördert werden sollen – mit einem eigenen Budget. Das Forum plant auch eigene Aktionen, vertritt die Interessen junger Menschen und bringt sich aktiv in die Partnerschaft ein.
Was ist die Demokratiekonferenz?
Die Demokratiekonferenz ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung für alle Engagierten, Fachkräfte und Interessierten in Lünen. Die Konferenz bietet Raum für:
- Austausch und Vernetzung
- Diskussion über aktuelle Themen
- Vorstellung von Projekten
- Entwicklung gemeinsamer Ideen für Lünen
Alle Interessierten sind willkommen – egal ob aus Verein, Schule, Jugendarbeit oder Zivilgesellschaft.
Was ist die Koordinierungs- und Fachstelle?
Die Koordinierungs- und Fachstelle (kurz: KuF) begleitet die gesamte Partnerschaft fachlich und organisatorisch. Sie ist zuständig für:
- Beratung bei Projektideen und Anträgen
- Unterstützung der Antragsteller:innen
- Koordination des Jugendforums
- Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkpflege
- Vor- und Nachbereitung von Sitzungen
Was ist das Bündnis?
Das Bündnis ist das zentrale Entscheidungsgremium der Partnerschaft für Demokratie Lünen. Es besteht aus Vertreter:innen der Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Jugend, Bildung, Religion, Vereinen und Initiativen. Die Aufgaben des Bündnisses sind:
- Entscheidung über die Projektanträge
- inhaltliche Ausrichtung der Partnerschaft mitgestalten
- Unterstützung beim Aufbau demokratischer Strukturen in Lünen
- Beratung und strategische Weiterentwicklung der lokalen Demokratiearbeit
- Was ist der Unterschied zwischen Kooperation und Werbung?
- Kooperation bedeutet: Es wird aktiv zusammengearbeitet – z. B. bei der Planung, Durchführung oder Organisation des Projekts. Beide Seiten bringen etwas ein, und alle Beteiligten sind Teil des Projekts.
- Werbung bedeutet: Eine Institution wird lediglich genannt oder einbezogen, ohne dass sie inhaltlich mitarbeitet. Zum Beispiel, wenn ihr eine Veranstaltung in einer Schule bewerbt, die Schule aber nicht aktiv am Projekt beteiligt ist.