
HELLWEG - ein LICHTWEG
Der Verein HELLWEG – ein LICHTWEG e.V. führt regelmäßig konzertierte Aktionen rund um die Lichtkunstwerke in der Hellwegregion durch. Die Stadt Lünen vertreten durch das Kulturbüro ist aktives Vereinsmitglied.
9. Nächte der Lichtkunst
Vom 23. Oktober bis 6. November 2026 finden die 9. Nächte der Lichtkunst in der Hellweg-Region statt.
Dann erstrahlt die Kulturregion Hellweg wieder besonders spektakulär. Zum neunten Mal verwandelt sich die Region in einen „Showroom“ für zeitgenössische Lichtkunst. In Lünen können sich die Besucher:innen auf drei temporäre Lichtkunstwerke in der Evangelischen Stadtkirche St. Georg und zwei Aktionen freuen.
Ausstellung von drei temporären Lichtkunstwerken
23.10. bis 06.11.2026
Ort: Evangelische Stadtkirche St. Georg
Ausgestellt werden „Lichtturm“ von Annette Sauermann, „Minichromat“ von Adam Barker-Mill und „Archimedische Schraube“ von Andreas Horlitz aus der Sammlung des Kunstmuseums Ahlen. Die Werke treten in einen besonderen Dialog mit dem spätgotischen Kirchenraum und seinen historischen Kunstschätzen wie dem Flügelaltar aus der Schule des Liesborner Meisters.
Öffnungszeiten: Di. - Fr. 10 - 12 und 15 - 17 Uhr / Sa. 10.30 - 13 Uhr / zusätzlich am 24.10. von 20 - 22 Uhr sowie am 25., 27., 28., 29. und 30.10. jeweils von 18 - 20 Uhr
Eintritt frei.
After Work Gospel
Gospel und Spiritual zum Hören und Mitsingen
Freitag, 06.11.2026, 19:30 Uhr
Ort: Ev. Stadtkirche St. Georg – Ev. Kirchengemeinde Lünen, Sankt-Georg-Kirchplatz 1, 44532 Lünen
In lockerer und offener Atmosphäre werden Gospel und Spirituals angestimmt und ausprobiert. Das soll vor allen Dingen Freude machen und ist nicht auf Perfektion angelegt! Nach einer harten Arbeitswoche kann man sich alles von der Seele singen!
Im Anschluss besteht die Möglichkeit bei Fingerfood und Kaltgetränken zu kleinem Preis den Abend bei guten Gesprächen in und vor der Stadtkirche ausklingen zu lassen.
Ausführende: Nicole Klein – Voice, Philipp Sauer – Saxophon, Jens Pollheide – E-Bass, Ulli Gronemeyer – Drums, Chor „Voices ‚R‘ Us“, Leitung und Klavier – Jutta Timpe
Eintritt frei.
Lichtreise in die Region: Lünen – Bergkamen – Hamm – Lünen
Freitag, 30.10.2026, 18:00 – ca. 23:45 Uhr
Treffpunkt: Ev. Stadtkirche St. Georg – Ev. Kirchengemeinde Lünen, Sankt-Georg-Kirchplatz 1, 44532 Lünen
Diese Lichtkunstreise verbindet den Besuch von Lichtkunstwerken in den Städten Bergkamen, Hamm und Lünen mit der Besichtigung temporärer Lichtinstallationen in der Ev. Pauluskirche (Hamm), der St.-Clemens-Kirche (Bergkamen) und der Ev. Stadtkirche St. Georg (Lünen).
In Lünen beginnt die Lichtkunstreise mit dem Besuch der Ev. Stadtkirche St. Georg. Dort sind die temporäre Lichtinstallation „Lichtturm“ von Annette Sauermann sowie die Werke „Mini-
chromat“ von Adam Barker-Mill und „Archimedische Schraube“ von Andreas Horlitz zu sehen. Im Anschluss startet die Busfahrt in die Nachbarstädte Hamm und Bergkamen.
Hamm: Besuch ausgewählter bestehender Lichtkunstwerke sowie der temporären Installationen „public stage“ von Mischa Kuball und „Stranded“ von molitor & kuzmin in der Ev. Pauluskirche.
Bergkamen: Neben einer Auswahl der Installationen von HELLWEG – ein LICHTWEG wird die St.-Clemens-Kirche besucht. Dort sind die temporären Lichtinstallationen „π-Rococo
neonly“ von François Morellet, „Zwei, zu zweit“ von Timm Ulrichs, „Edition 2/6“ von molitor & kuzmin, „Brainwave“ von Jan van Munster und „After Newton“ von Spencer Finch zu sehen.
Zum Abschluss der Lichtkunstreise kehrt die Gruppe nach Lünen zurück und besichtigt weitere Lichtkunstwerke im Stadtraum.
Die Lichtreise wird fachkundig von dem Kunsthistoriker Dominik Olbrisch begleitet.
TICKETS:
VVK: 10,00 €; AK: 15,00 €. Keine Ermäßigung
Zentrale Anlaufstelle für Kultur und Tourismus, Münsterstr. 21, 44534 Lünen, Tel: 02306 104-2299; E-Mail: kulturbuero@luenen.de
Lichtkunstwerke in Lünen
Flusswächter

Wo Lünens Schicksalsfluss, die Lippe, im Gebiet der "Mersch" den bebauten Rand der Innenstadt berührt, steht auf dem Steilufer der Flusswächter. Hier beginnt der Freiraum der Lippe mit einem Altwasser, mit Bäumen und Sträuchern an den Ufern. Zwei schlanke Edelstahlrohre, 12 und 24 Meter lang, mit silbergrauen Oberflächen, streben in unterschiedlichen Richtungen und Neigungen nach oben auseinander. Der längere, zum Fluss gerichtete Stab ist oben als weißer Leuchtkörper ausgebildet. Ein stählerner Gurt verhindert, zumindest optisch, das Auseinanderstreben und erhöht die Spannung. Eine schlichte Laterne hängt vom Gurt herab. In der Dunkelheit prägt ihr gelbes Licht zusammen mit dem weißen Licht des Stabes den Standort. Wen soll der Flusswächter schützen, bewachen? Die Stadt – sie hat oft Leid und Schaden durch Hochwasser und Eisgang erfahren. Den Fluss – der durch Fischfang und Schifffahrt Segen brachte und mit seinem Erlebniswert immer noch bringt.
Kazuo Katase wurde 1947 in Shizukoa/Japan geboren und kam 1975 nach Deutschland. Seit 1976 lebt er in Kassel und arbeitet als Bildhauer, Maler, Fotograf und Bühnenbildner. Seine Werke im öffentlichen Raum setzt er in Beziehung zur Architektur und Landschaft.
Der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen e.V. hat das Lichtkunstwerk initiiert und umgesetzt. Das Projekt wurde gefördert durch das Land NRW, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Text und Bild mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins für Kunst und Kultur Lünen e.V., Autor Wolfgang Balzer.
Europa
Lünen lässt Europa funkeln. Das ist in erster Linie dem Berliner Künstler Jan-Peter E.R. Sonntag und seinem Labor N-solab zu verdanken. Seine Idee einer Lichtplastik/Komposition für den Europaplatz fand beim Förderverein für Kunst und Kultur sowie der lokalen Europa-Union, den Initiatoren des vorangegangenen Kunstwettbewerbs, größtes Gefallen. Das blieb auch so bei der Einweihung der ausgewählten Arbeit im zweiten Jahr der Corona-Pandemie (2021), denn die flatternde Europafahne funkelt hier als flackernder Himmelsreif. Die Zahl 12 spielt bei der feuerverzinkten Stahlkonstruktion mit ihrem ausgeklügelten Lichtsystem inhaltlich und formal eine große Rolle. Sie ist ein historisches Symbol für Vollkommenheit und identisch mit der Anzahl der Sterne auf der Europafahne. Die vom Zufall gesteuerten 12 Lichter blitzen in der sich auf 8 Meter aufschwingenden, zwölfwinkligen "Schlaufe". Die eingebauten Lichtsysteme sind technisch autonom - wie die 27 europäischen Staaten - und vom Strom unabhängig. In dem polygonal geknickten offenen Ring werden LED-Leuchten durch das Sonnenlicht aufgeladen; es wird in unregelmäßigen Abständen, die sich in ihrem Rhythmus nie wiederholen, abgegeben. So entsteht das "Sternefunkeln" in dem mit blauem Eisenglimmer beschichteten Ring. Wer ein Selfie unter diesem "Himmel über Lünen" macht, kann eine sinnreiche Erinnerung vom Europaplatz mit nach Hause nehmen.
Das Projekt wurde gefördert durch das Land NRW und bei den Lüner Firmen Berkenkamp Stahlbau GmbH und Vollmer GmbH & Co. KG, Korrosionsschutz verwirklicht. Text und Bild mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins für Kunst und Kultur Lünen e.V., Autorin Barbara Höpping.

radial

Wie sieht ein Stadttor aus? Wuchtig, so die traditionelle Vorstellung: ein einziger bewachter Durchgang in einer dicken Mauer, die eine Stadt schützend umgibt. Oder vielleicht ein steinerner Turm mit offenem Tor, eine Erinnerung an Zeiten, als eine Stadtmauer das bewohnte Gebiet begrenzte? Beides gibt es heute noch. Nicht so in Lünen. Am Rande der Innenstadt, dort, wo der Wallgang der Langen Straße begegnet, entfaltet sich ein filigranes Strahlentor, das den südlichen Eingang der Stadt markiert. Dieses Lichtkunstwerk ist eine Skulptur, die die Idee eines Stadttors modern aufgreift. Der leuchtende Akzent grüßt Kommende und Gehende mit acht Lichtlinien: Vier aufrechte Stelen auf der östlichen Seite der Langen Straße korrespondieren mit vier eingelassenen Schienen gegenüber. Die Straße macht die beidseitigen Lichtlinien gleichsam zum Tor. "Radial" leuchtet, beleuchtet aber nicht. Die Elemente sind so ausgerichtet, dass sie in der Mitte der Straße einen Schnittpunkt bilden. Die Schienen bzw. Stelen sind unterschiedlich geneigt, sodass optisch Beweglichkeit entsteht.
Martin Pfeifle, 1975 in Stuttgart geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Er lebt und arbeitet in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.
Der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen e.V. hat das Lichtkunstwerk initiiert und umgesetzt. Das Projekt wurde gefördert durch das Land NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Text und Bild mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins für Kunst und Kultur Lünen e.V., Autorin Barbara Höpping.
Weitere Informationen zu Kunst im öffentlichen Raum finden Sie hier: Kunst im öffentlichen Raum & Lichtkunst

