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Einzelhandel

Einzelhandel in Lünen

In Zeiten des rasant wachsenden Online-Handels kommt dem stationären Einzelhandel eine besondere Bedeutung zu. Die Versorgung vor Ort ist nicht nur ein entscheidender Standort-Faktor, sondern trägt auch einen wesentlichen Teil zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Für die Stadt Lünen sind deshalb die Entwicklung und die Unterstützung des stationären Einzelhandels – unter Ausnutzung der Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung und Transformation ergeben – von hoher Priorität.

Masterplan Einzelhandel

Die Versorgungsstruktur in der Stadt Lünen ist geprägt durch städtische Zentren (sogenannte zentrale Versorgungsbereiche, kurz ZVB) und ergänzende Standorte (Nahversorgungsstandorte oder Fachmarktstandorte). Beides soll gesichert und gestärkt werden.

Dabei zeigt sich zum Schutz der Zentren und der wohnungsnahen Versorgung ein besonderer Steuerungsbedarf für Einzelhandelsnutzungen. Denn städtebaulich nicht integrierte Standorte sowie Standorte außerhalb zentraler Versorgungsbereiche weisen hinsichtlich ihrer Wettbewerbs- und Entwicklungsfähigkeit einige Vorteile gegenüber Standorten in gewachsenen städtischen Zentren auf. Neben niedrigeren Miet- und Grundstückspreisen sind dies vor allem geringere Betriebs- und Personalkosten, mehr Stellplätze oder eine größere Flexibilität bei Erweiterungen. Haben diese Standorte zudem ein zusätzliches, vergleichbares Angebot zu zentralen Versorgungsbereichen, kann die zu einem weiteren Bedeutungs- oder Funktionsverlust führen. Die Folgen sind ein sinkendes Angebotsniveau, zunehmende Leerstände und sogenannte Trading-Down-Tendenzen.

Eine Kommune hat die Möglichkeit, dieser Entwicklung durch ein klares Konzept mit verbindlichen Aussagen zur zukünftigen räumlichen, quantitativen und qualitativen Steuerung der Einzelhandelsentwicklung entgegenzutreten. Der Rat der Stadt Lünen hat deshalb den Masterplan Einzelhandel am 25. Juni 2020 als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen und somit die notwendigen Voraussetzungen für eine für sachgerechte, gemeindliche Planung zur Steuerung des Einzelhandels geschaffen.

Drohnenaufnahme nördliche Innenstadt.
Drohnenaufnahme nördliche Innenstadt.
Der Einzelhandelsstandort Lünen soll seinen Potenzialen entsprechend gefördert werden. Insbesondere gilt es, die klare räumliche Angebotsstruktur mit Konzentration auf bestimmte Standortbereiche zu bewahren und zu profilieren. Ein besonderer Entwicklungsfokus sollte daher weiterhin auf dem zentralen Versorgungsbereich Innenstadt sowie einer möglichst wohnortnahen Grundversorgung in den Stadtteil- und Nahversorgungszentren liegen.

Diese Strategie entspricht dem Leitbild einer „gesamtstädtischen, räumlich-funktionalen Gliederung“. Der Einzelhandel wird in Abhängigkeit von Sortiments- und Größenstrukturen sowie den zukünftigen ökonomischen Rahmenbedingungen in gegenseitiger funktionaler Ergänzung auf bestimmte Standorte im Lüner Stadtgebiet konzentriert.
Grafik: Junker + Kruse, Masterplan Einzelhandel 2020
Grafik: Junker + Kruse, Masterplan Einzelhandel 2020

Die Abbildung zeigt das Lüner Standortstrukturmodell. Zwei Kategorien stellen dabei die wesentlichen Bestandteile der Lüner Standortstruktur dar: die zentralen Versorgungsbereiche und die Ergänzungsstandorte.

Den zentralen Versorgungsbereichen liegt eine dreistufige Gliederung in Hauptzentrum, Stadtteilzentren und Nahversorgungszentren zu Grunde.

Bei den Ergänzungsstandorten sind die Standorte des Einzelhandels mit Sortimenten, die der Gewährleistung der Nahversorgung dienen, und die Sonderstandorte des großflächigen Einzelhandels zu unterscheiden.

Dezentrale Standorte, die diesen Kategorien nicht entsprechen, wie etwa die Fachmärkte mit zentrenrelevanten Angeboten in städtebaulich nicht-integrierten Lagen an der Kupferstraße (u.a. Textildiscounter), stellen in diesem Zusammenhang Bestandsstandorte (ohne Entwicklungsperspektive) dar.

Standortstruktur
Standortstruktur

Die Versorgungsstruktur in der Stadt Lünen ist geprägt durch städtische Zentren und ergänzende Standorte. Die Karte gibt eine Übersicht über die Verteilung der verschiedenen Angebote.

Generell gilt, dass das Ziel weniger der quantitative Ausbau als vielmehr die Sicherung und Verbesserung der räumlich-strukturellen Angebotssituation sein soll. Dies beinhaltet, dass über zusätzliche Angebote nur nach eingehender Prüfung entschieden wird. Zusätzliche zentrenrelevante Sortimente sollen generell nur in den zentralen Versorgungsbereichen angesiedelt werden.

Folgender Zielkatalog soll der zukünftigen Einzelhandels- und Zentrenentwicklung der Stadt Lünen zugrunde gelegt werden:

  • Sicherung und Stärkung der landesplanerischen Funktion der Stadt Lünen als Mittelzentrum
  • Sicherung und Stärkung eines attraktiven Einzelhandelsangebotes
  • Sicherung und Stärkung einer hierarchisch angelegten Versorgungsstruktur mit einer zukunftsfähigen „Arbeitsteilung“ der Einzelhandelsstandorte gemäß dem Entwicklungsleitbild
  • Erhaltung und Stärkung der Einzelhandelszentralität sowie der Funktionsvielfalt des innerstädtischen Lüner Hauptgeschäftsbereichs
  • Sicherung und Stärkung einer möglichst flächendeckenden wohnungsnahen Grundversorgung im Stadtgebiet durch Stadtteilzentren, Nahversorgungszentren und funktionsfähige Nahversorgungsstandorte
  • Stärkung des Einzelhandels durch Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie
  • Zentrenverträgliche Weiterentwicklung von ergänzenden Standorten für (großflächige) Einzelhandelsbetriebe mit gesamtstädtischer und regionaler Ausstrahlungskraft
  • Sicherung von Gewerbegebieten für Handwerk und produzierendes Gewerbe
  • Vermeidung „neuer“ Einzelhandelsstandorte und Verhinderung konterkarierender Planungen